31 Ich wollte ja auch vorwärtskommen
Shownotes
Aufgewachsen zwischen Trümmern, Fluchterfahrungen und den stürmischen Jahren des Nachkriegs-Rostock. In dieser Folge darf ich euch meinen 84-jährigen Opa vorstellen.
Mit Ehrlichkeit, Humor und einer ganz eigenen Lebensklugheit nimmt er uns mit auf eine bewegende Reise durch sein Leben. Von frühen Träumen und festen Überzeugungen bis hin zu einigen Umbrüchen, Herausforderungen und Neuanfängen.
Denn eines war für ihn immer klar: „Ich wollte ja auch vorwärts kommen.“
So dürfen wir erfahren, wie er sich mit Fleiß, Diplomatie und etwas Schalk durch die Widrigkeiten des Lebens manövrierte und dabei immer wieder seinen eigenen Weg fand.
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen bei unserem Podcast Ohren für Senioren.
00:00:03: Wir sind Almut
00:00:04: und Tinker!
00:00:06: In jeder Folge hören
00:00:07: wir einen Menschen
00:00:08: zu, der auf ein eigenes langes Leben zurückblickt.
00:00:12: Wir möchten zeigen dass Heimbewohner durchaus
00:00:14: noch viel zu sagen haben
00:00:16: und das es sich lohnt ihnen zuzuhören
00:00:19: Denn jede Stimme zählt und jedes Leben hat etwas zu erzählen.
00:00:24: Heute möchte ich eine ganz besondere Podcast-Folge mit euch teilen die tatsächlich auch etwas Persönlicher für mich ist, da mein Gesprächspartner mein eigener Opa ist.
00:00:36: Da die Aufnahme etwas länger geworden ist wird es zwei Teile geben und die zweite Folge wird als Weiterführung dann nächste Woche erscheinen.
00:00:47: Ja Opa erzähl uns doch gerne mal wer du eigentlich bist und was man so über dich wissen muss und darf.
00:00:55: Ich bin männlich Und in städtisch geboren.
00:01:06: Das bedeutet, du bist jetzt wie
00:01:08: alt?
00:01:09: Eben Alter von vierundachtzig Jahren.
00:01:12: So und eins kann ich nur sagen meine Eltern haben es nicht leicht mit
00:01:18: mir gehabt.
00:01:19: Wieso nicht?
00:01:21: Einmal weil Krieg war und dann kam die Flucht.
00:01:26: also... Wir sind ja Vertrebende und haben Angst gehabt.
00:01:33: Ich war ja so ganz klein, ich hab noch viel mitbekommen.
00:01:37: War ja nur ängstlich wahrscheinlich.
00:01:40: Wie alt warst du da?
00:01:41: kurz gefragt?
00:01:42: Also
00:01:43: ich war ein Jahr alt.
00:01:45: Und dann sind wir von Stettin über Marienthal nach Rostock-Lagesche oder Kosso geflüchtet.
00:01:57: da weiß ich bloß noch, da war ich dann schon drei oder vier Jahre.
00:02:03: Da haben wir in einem Gutshaus gewohnt im Koso mit vielen Familien und unsere Mutter und Tante die haben immer versucht den Nahrungsmittel heranzuchaffen vom Feld oder haben getauscht Glühbeeren gegen Kartoffeln oder Zigaretten gegen Essbaren.
00:02:26: Meistens ging es ja um Zucker, aber das war ländlich und da war noch was zu essen.
00:02:34: Eine Tante, die auch im Gutshaus mit wohnte, hat einen Mann kennengelernt.
00:02:40: Die hatte eine Bauernstelle bekommen von staatlicher Seite.
00:02:46: Und dann ist hängen geblieben bis zum hohen Alter.
00:02:51: Als mein Vater ... Gefangenschaft kam.
00:02:54: Da war ein Frankreich in Gefangschaft, der hatte einen Kopfschuss oder einen Splitter im Kopf und er war da im Lazarett in Frankreich Und der kam dann zurück und hat uns gleich abgeholt von Koso und wollte da nicht bleiben.
00:03:13: Dann sind wir dann von Kosso nach Rostock gekommen.
00:03:17: Aber woher
00:03:17: wusstest du?
00:03:19: Dein Vater überhaupt, wo ihr seid?
00:03:21: Das
00:03:22: kann ich auch nicht ganz genau sagen.
00:03:23: Es gab ja rote Kreuzlisten oder Vermisstenliste oder Suchlisten.
00:03:29: Die gingen bis in den sechziger Jahre noch die Suchlisten und haben viele Kinder ihre Eltern wiedergefunden oder umgekehrt.
00:03:37: Ich kann mir vorstellen dass sich viele eben nicht gefunden haben durch die ganzen Flucht.
00:03:44: Das ist ja auch so gewesen.
00:03:46: Meine Tante zum Beispiel, die auch in Koso geblieben ist, hat ihren Mann verloren.
00:03:51: Der ist im Krieg gebliebt.
00:03:52: Er ist gestorben und keiner weiß wo er beerdigt ist.
00:04:01: Und ich hatte einen Mann kennengelernt.
00:04:03: mit dem hat sich dann ein Bauersteller der sich erarbeitet und haben viel Erfolg gehabt, haben immer gute Sachen abliefern können gut Geld verdient Aber viel Arbeit gehabt.
00:04:16: Und dann ist der Vater quasi wiedergekommen und er wollte da nicht bleiben?
00:04:21: Das war kein Landmensch, der wollte in die Stadt.
00:04:25: Er hatte den Beruf Elektriker.
00:04:29: Dann kam er ja nach Rostocken, wurde auch gebraucht als Elektrirer und ein Einkäufer in einer Kaffsettwerkstatt.
00:04:40: Naja, vom Betrieb hat er wohl dann auch in eine Wohnung da eine Altstadt bekommen.
00:04:45: In der Wugren der Straße ist es richtig historischer Ostdorf und das war ein Haus was nicht sehr stört war.
00:04:54: Und da kann ich mich noch gut entsinnen.
00:04:55: Da hatte er auch so kleinen Hunden mitgebracht und richtigen Bestpice.
00:05:01: Der herannte dann in einer Stube von Wohnzimmern.
00:05:03: Das ging immer ein Zimmer ins andere Wohnzimmel Schlafst in der Küche und dann rannte er hin und her.
00:05:11: Dann saß er oben auf dem Fensterbrett, und da uniformierte Eisenbahner oder Hafenarbeiter oder Russen... ...und Bürgersteig lang kam, dann wäre am liebsten immer runtergesprungen auf den Fenster.
00:05:22: Da mochte er nicht die Uniformierten.
00:05:25: Er hat wohl auch vom Krieg gezeichnet.
00:05:28: Ja!
00:05:28: Ach so?
00:05:28: Und dann habt ihr damit eine Familie in der Altstadt wohnen?
00:05:32: Die andere Tante hatte sich da auch eingefunden mit Mann und Kind.
00:05:39: Und die wohnten dann in der Nehmenstraße, in der Schneekmannstraße... ...und dann war das natürlich gut.
00:05:44: Ich hatte eine Cousine und hatte ein Bruder.
00:05:47: Mein Bruder war ja schon auf der Flucht geboren.
00:05:49: Er war ein Jahr jünger da.
00:05:51: Ich bin ja aus dem Jahr forty-two geboren und er ist dann aus dem Jahre viervierzig geboren, zwei Jahre.
00:05:59: So!
00:05:59: Und naja... Hatte so ein bisschen Probleme mit der Haut Ebenwindelig gehabt, ein paar Mal Ausschlag gehabt.
00:06:10: Alles so Kleinigkeiten war auch ein bisschen mehr vom Krieg gezeichnet wie ich.
00:06:14: Die Nachwirkungen waren wohl noch schlimmer.
00:06:17: Der Kriegwetter war ja im Jahr nineteen-viertzehnte und dann ging das erst mal los um Null.
00:06:25: Aber wir Kinder haben das nicht empfunden.
00:06:29: Ich wohnte ja nur in der Unterwoche an der Straße.
00:06:33: Mein Vater war so beweglich, da hatte ich auch ein Auto hinter ihm und dann war er auf dem Land unterwegs, musste für den Betrieb Einkäufe tätigen und hat mit den Besatzern, mit den Russen Kontakt.
00:06:51: nicht alle unfreundlich, man konnte mit denen auskommen aber die wollten natürlich auch Gegenwert haben.
00:06:59: Mein Vater fuhlte eine Auto und dann wollten die immer mit ihnen auf Yacht fahren, Schweinejagen oder Reh-Jagen.
00:07:07: Na ja, man musste ja da klein beigeben und das mitmachen.
00:07:11: Und dann ... Das Schlimme war eben nachher.
00:07:13: Jachten wollte natürlich auch trinken, Alkohol.
00:07:17: Wenn man da nicht mitmachte, denn war man kein Freund.
00:07:21: Dann haben sie ihn manchmal unter den Tisch getrunken.
00:07:24: Die konnten mehr junge Leute, konnten mehr ab.
00:07:27: Und er war auch verwundet.
00:07:29: Er hatte ja einen Kopfensplitter und das war eben nachher später ein Problem geworden, er war nachher auch ein bisschen alkoholfreundlich oder konnte dann auch nachher das Gute und Böse nicht so unterscheiden.
00:07:45: Dann geht es auch nicht werden.
00:07:47: nach dem Alkohol, wenn man ihn zum Schluss wegnehmen wollte in den Alkohl, dann hat er gedacht Wir können Ihnen das nicht.
00:07:58: Aber im Großen und Ganzen haben wir mit den Eltern ein gutes Leben geführt, die haben viel für uns gemacht und viel Liebe gegeben und auch Geschenke.
00:08:10: Einiges haben wir gar nicht.
00:08:12: Erwartet, ne?
00:08:14: Ich hatte ein Tretauto als Kind von fünf Jahren.
00:08:17: Da konnte man so richtig mitfahren und das hatte kein Mensch.
00:08:20: Schon gar nicht flüchtlinge wie wir waren.
00:08:22: Woher
00:08:23: kam das?
00:08:23: Wie konntest du es?
00:08:24: Das hat irgendeiner gebaut vor oder während der Kriegszeit und dann hat er das auch vertauscht mit irgendwas.
00:08:32: Mit Leben wird das vielleicht... die Glasscheiben oder den Nägeln, das war alles knapp.
00:08:39: Und mein O-Badel ... na ja, ich wollte nur eins weitergehen.
00:08:43: Wir sind da in der Wuckerner Straße nicht lange geblieben.
00:08:46: Irgendwie war das hier so ein Viertel.
00:08:49: Das hatte die alte Gewerkschaft von früher noch angefangen und das war, das hieß Neue Heimat.
00:08:58: Hier sollten andere das sagen.
00:09:03: Eingedeutschte her, so war das vorgesehen von einem Hitlerstaat.
00:09:08: Und nur hat sich das alles anders ergeben und haben wir ja den Krieg verloren.
00:09:12: Und da waren diese Häuser hier im Rohbau fertig und da haben sie uns eben Angebot gemacht als Flüchtlinge, das Haus fertig zu bauen.
00:09:23: Das war aber dann kein Eigentum, das war Stadt-Eigentum.
00:09:28: Und das, was man eben eingebaut hat ... Das war natürlich umsonst.
00:09:32: Das hat man besorgt und dann haben sie eingebauen.
00:09:35: Um eins zu ziehen mit Familie musste man eine Tür drin haben oder ein Glas Scheibe, ne?
00:09:42: Na ja, das ging alles in Gang.
00:09:44: Da waren wir da in der Niveau aus Kleine Steppke eingezogen.
00:09:49: Hier in dieses Haus, wo
00:09:52: wir heute
00:09:53: drum sitzen.
00:09:54: Das finde ich so verrückt, dass wir gerade In diesem Haus sitzen.
00:09:58: nun, dass du schon als Kind hier gewohnt hast.
00:10:01: Im Zwischendurch natürlich dann woanders aber... ...dass dieses Haus irgendwie immer schon ewig lange in der Familie ist.
00:10:09: Das Eigenartige war eben wir haben ja da eine Altstadt gewohnd und da gab es in der langen Straße noch die alte Schule.
00:10:17: Augustenschule hieß sie Und da wurde ich nur noch mit sechs Jahren weil ja da bin ich nur im Mai Geburtstag und alle bis Ende Mai Sechs wurden, die wurden dann mit sechs Jahren eingeschult.
00:10:28: Und da kam ich denn da in die August-Schule und es hatte nicht lange gedauert.
00:10:33: das war ja praktisch Einschulen und gleich Umziehen von Stadtmitte praktisch nach Stadtrand.
00:10:41: Hier in der Reuters Hagen hier waren nur noch keine Straßen.
00:10:45: Hier waren nur Wege oder angezeichnete Straßenfehle.
00:10:52: Dann wurde hier am Wiener Platz eingeschuldet umgeschult praktisch.
00:10:57: Und dann war natürlich als kleiner Chef geschwer, da hat man als kleine Nase hoch spielen wollen und ich lernen wollen.
00:11:08: Dann hat man leise gesprochen und hatten wir auch ein bisschen ängstlich.
00:11:14: Es hat eine Weile gedauert bis man den Freunde hatte und wo man sich in der Gruppe gefestigt hat.
00:11:20: Und dann ...
00:11:22: Warst du ein Schüchterneskind?
00:11:23: Ja, bestimmt.
00:11:25: Kann ich mir gar nicht vorstellen!
00:11:28: Ich habe immer lieber mein Ding für mich gemacht.
00:11:33: Ich bin nicht so an
00:11:35: den Arsch gekrochen.
00:11:37: Das ist ja auch was anderes.
00:11:40: Aber
00:11:40: du hast deine Freunde gefunden.
00:11:42: trotzdem in der Schule?
00:11:43: Ja und hatten viele Bekannte.
00:11:48: Mein Vater hatte sich dann um eine Taxikonsession
00:11:52: beworben.
00:11:55: Und dann hat er mit einem ganz alten Auto, das waren ja Holzautos am Anfang aus Sperrholz gebaut, der deutsche DKW ist da her und der war ja, hat zwei Türen bloß gehabt und dann war das Vorschrift vier Tünen sollte, muss in den Taxi haben.
00:12:12: Dann war er mit dem Auto in die Stellmacherei gefahren und hat dann die Festigkeiten rausgeschnitten und Türene eingebaut.
00:12:20: Naja, hat er nicht lange gehalten.
00:12:23: Weil die Straßen waren ja so voller Schlaglöcker und die Reifen waren ja auch ein paar Mal gepflegt, ne?
00:12:32: Also rentabel Betrieb war das nicht immer.
00:12:35: nur von der Hand im Mund haben sie dann eben praktisch gelebt Und so ging das ja vom einen Auto zum anderen alten Auto.
00:12:43: Man versuchte sich aber zu verbessern.
00:12:45: Aber war dein Vater nicht Elektriker?
00:12:48: Ja, hatte Elektrik aber keinen Kaffee-Fachmann.
00:12:52: Er war ja nur nachher selbstständig und stand praktisch auf eigenen Füßen.
00:13:00: Da musste er ohne staatliche Hilfe oder Unterstützung nehmen.
00:13:04: Dann lebte es unterhalb für die Familie verdienen.
00:13:08: Und dann kam natürlich noch ein Problem nachher.
00:13:11: Meine Großelbe nahmen mir meinen Vaters Mutter Die hatte eine Usedom geworfen in Trassenheide und die hatten da keine gute Lebensgrundlage.
00:13:22: Der Acker war sandig, der war dann nicht zu holen aus der Erde.
00:13:26: Und arbeitskriegten sie ja im Rentenalter auch nicht.
00:13:29: Da waren sie Untermieter
00:13:31: und
00:13:32: Konflikstoffe denn?
00:13:34: Naja, und dann hat er sie von Usedom praktisch von Trassen Heide nach uns geholt.
00:13:41: Dann sind die hiermit ins Haus
00:13:43: eingezogen Und die haben dann oben das kleine Zimmer bekommen, zu zweit.
00:13:50: Und haben dann praktisch die Wohnstube und alles mit genutzt wie wir alle.
00:13:54: Wie viele Leute lebten
00:13:56: hier in dem Haus?
00:13:59: Erst mal waren wir ja Vater, Mutter, mein Bruder Herbert und ich.
00:14:05: Dann kam meine Schwester mit, die geborene.
00:14:12: Und dann waren die Großeltern ja schon
00:14:15: da.
00:14:16: Das war der in den Neunzehnten und Fünftys hier, ich war das ungefähr ... Ja, da waren wir eben so ein paar mehr Personen.
00:14:22: Es liegen Leute, die hier irgendwo
00:14:23: gewohnt haben?
00:14:25: Ja.
00:14:25: Und denn alles überall, jede Stube einen Ofen.
00:14:29: Und jeder wollte eben auch eine warme Stube haben!
00:14:31: Und dann ging das ja los.
00:14:33: Woher nehmen diese vielen Brennstoffe?
00:14:36: War das denn was Schönes für viele Leute in einem Haus?
00:14:39: oder
00:14:39: war es ... Na ja, das war wirtschaftlich,
00:14:40: ne?!
00:14:42: Die Rente von meinen Großeltern, die waren ganz gering.
00:14:46: Nach dem Krieg fing ja alle von Null an und der Staat hatte auch keine Mäuse.
00:14:52: Dann haben sie auch ganz wenig Geld bekommen und das gab noch Lebensmittelkarten.
00:14:58: Da kriegte man mal wegen so viel Fett oder so viel Zucker ... Und dann gab es preiswerte Sachen Auch Sachen, die teuer waren.
00:15:10: Die anderen Geschäften verkauft wurden.
00:15:16: Meine Eltern hatten das an sich finanziell nicht schlecht und mein Vater brachte auch mal einen Hasen mit oder mal eine Rehekeule aber selber hat er keine davon angerührt, die er mitgebracht hatte.
00:15:30: Nur wir, Großeltern und wir.
00:15:32: Warum hat der selbst nichts
00:15:33: davon angemacht?
00:15:34: Weil er das im Augen hatte Das Bild und das nicht sehen konnte.
00:15:41: Hat er auch mal umgefallen im Krankenhaus, wo er Blut gesehen hat?
00:15:44: Ach Gott!
00:15:45: Ja da sollte von einem verwandten auf anderen verwandte Blut übertragen werden weil das Blut knapp war.
00:15:53: und dann ist er vor Schreck umgefallen.
00:15:56: Und hier hatten wir es auch einmal, hatten wir das Auto in der Reparatur, waren Klemmende her am Hof, haben mitgearbeitet.
00:16:02: Dann hatte ich mir ein Schraubensicher verletzt Und er lag nachher hier auf dem Couch und mit der blutlichen Stelle.
00:16:10: Oha, ja!
00:16:11: Ja, da war sich sein Ding.
00:16:13: Was mich noch interessieren würde dazu... Wie war dein Vater?
00:16:18: Den kannte ich gar nicht von der Persönlichkeit.
00:16:22: Er hatte für uns Kinder wenig Zeit immer auf Achse.
00:16:26: Und wenn er in Freizeit war, naja die hatten am Anfang an den Zigaretten geraucht und nachher wie es ein bisschen besser ging dann gab's auch billige Zigarren Und der Opa hatte Kaut aber noch eine Kaut.
00:16:40: Aber war das eher ein sehr liebevoller Mensch oder war es eher ein strengerer?
00:16:46: Wenn er nicht getrunken hat, er konnte ja als Autofahrer eigentlich viel nicht trinken.
00:16:51: Einmal in seiner Arbeitszeit da ist er, hat er mal Entzug gehabt, fahre Führerscheinen zu und dann musste meine Mutter, die war ja eine Hausfrau Und hat ja praktisch die Karten und so was gemacht.
00:17:06: Und da musste er sich einen anderen Shop suchen, ne?
00:17:09: Und dann hat er den Theater angefangen als Beleuchter.
00:17:13: Also
00:17:13: also Elektriker, ne!
00:17:15: Das ist ja der umfangreich im Theater... Da muss man ja wie viele Scheinwerfer und Ton alles bewerkstelligen und das war ja noch nicht so automatisch, wie es heute ist.
00:17:27: Alles mit Hand An sich zu gutmütig.
00:17:30: Hat jeden behelfen und natürlich auch überall dafür bezahlt, wenn es die Dienstleitungen bekommen hat.
00:17:42: Eigentlich war das alles ein bisschen schwierig.
00:17:47: Diese Alkoholabhängigkeit, man baut auf und reißt wieder ein.
00:17:55: Und wir hatten einen guten Vater, aber meine Eltern haben sich öfter gestritten.
00:18:00: Meistens auch nur im Alkohol oder ... Hatte auch Freunde und bleibte noch mal in der Gaststätte hängen.
00:18:09: Na ja, ist glöd!
00:18:11: Und deine Mutter?
00:18:12: Wie war
00:18:12: sie denn da?
00:18:13: Die hatte mit Alkohlgasamut.
00:18:15: Sie war praktisch ... Im Prinzip war das die Generation.
00:18:21: Die haben keine Berufsausbildungen gehabt.
00:18:23: in unserem Sinne Sie war praktisch, wie sie erwachsen wurde.
00:18:27: Haben sie Hauswirtschaftslehre gemacht und dann kam der Krieg und dann sind die im Krieg eingesetzt worden als Industriearbeiter in Munitionsfabriken oder nicht.
00:18:39: Meine Mutter hat immer erzählt dass ich an Städtchen eine gute Zeit hatte, dass sie am Fließbund standen und dann das für die Rüstung machen mussten.
00:18:48: Und dass da auch hier Kriegsgefangene waren und dass sie da auch versucht haben den Kriegsgefangene ein bisschen leichter zu machen und mal Brot von Hause mitbrachten und geholfen haben.
00:19:03: Das war ja nur la Rehe.
00:19:05: Hattest du ein gutes Verhältnis zu deiner Mutter?
00:19:10: Ja, ich hatte für sie beiden gute Verhältnisse.
00:19:14: Ich habe praktisch schon mal auch diplomatisch versucht mich dadurch zu manövrieren und die hatten ja beide gute Seiten und die musste man ja auch dann noch anerkennen.
00:19:29: Was
00:19:30: würdest du sagen nach wem du mehr kommst?
00:19:32: Das kann ich auch nicht sagen.
00:19:35: Meine Vorbilder waren immer bei den Onkels in Tanten.
00:19:38: Achja!
00:19:40: Meine Tante, die ging ja in den Jahr neunzehundert.
00:19:43: Wie wir hier eingezogen sind.
00:19:46: Kurzer Nachs sind sie nach dem Westen abgehauen.
00:19:50: Mein Onkel hatte im Stadthafen Krieg gearbeitet und musste sehr für die Russen Reparationsarbeit machen.
00:20:01: Alles was hier abgebaut wurde, wurde verladen von einem Debtövär von allen.
00:20:06: Und dann wurde das an Russland transportiert.
00:20:09: konnte er gerade nicht mit ansehen, dass sich deutschen Sachen alle weggefahren wurden.
00:20:13: Mit Schiffe und dann wurden auch Panzer da ausgeladen und das und das.
00:20:17: Und dann kamen auch Kohlenzüge, die auf jeden Fall ... mein Onkel hatte seine Verwandten in Wobertal alle gehabt.
00:20:27: oder wollten die denn auch mit der großen Familie da zusammen sein?
00:20:30: Und meine Tante war ja nur eine Schwester von meinem Vater.
00:20:36: Du wusstest, ich hatte mit und meine Kusine war auch meine Schwester, die musste dann ja auch mit.
00:20:42: Das war bestimmt doof?
00:20:44: Für uns was doof aber hatte nachher sehr viele Vorteile.
00:20:48: Die haben sich schnell hochgearbeitet da, die haben schnell Wohnraum gekriegt und haben aber gute Arbeit gehabt, verdient und konnten gut mit Geld umgehen.
00:20:59: Und die haben natürlich erst mal ihre Mutter hier mit Kaffee versorgt, Pakete geschickt Und natürlich auch Kleinigkeit, Kaugummi oder Matchbox-Auto.
00:21:12: Oder eine Hose die wie neu war.
00:21:18: Auf jeden Fall mein Bruder war immer scharf auf Musik.
00:21:22: Auf eine Schaltplatte oder eine Kassette gab es ja auch schon.
00:21:29: Vater, gar nicht so.
00:21:30: Ich hatte einen Taschenmesser, wollte ich gerne haben.
00:21:32: Schöne Schafe, was auch nicht so schnell stumpfer und guter Stahl war.
00:21:38: Und hast du eins bekommen?
00:21:40: Ich habe mir eines gekauft, wie ich vierzehn Jahre alt war.
00:21:45: Ich hab ja nur die Grundschule besucht.
00:21:48: Mit vierzehnt bekamen wir einen Personal aus Weiß.
00:21:52: Dann hatten wir Glück.
00:21:53: Wir hatten hier in der Nebenstraße einen, der hat beim Pass am Meldewesen gearbeitet, ich weiß nicht ob er civilist war oder uninformiert war.
00:22:02: Jemand hatte gesagt ja wenn sie einen haben der für sich bögt nicht dass sie wiederkommen oder einer mitfährt der fahren darf den habe ich nicht dagegen.
00:22:17: naja nun waren die Nachbarfamilie die hatten Reiseantrag gestellt und Reise bekommen Mönchen oder irgendwo hin.
00:22:27: Und die haben dann gesagt, ja wir nehmen den Jungen mit, mit vierzehn Jahren.
00:22:31: Wir mögen dafür.
00:22:33: Na ja, dann ging das ein Gang.
00:22:34: Dann hab ich meinen Pass gekriegt und da bin ich da hingefahren.
00:22:39: Mit denen praktisch im Zug gestiegen.
00:22:42: Die haben ihr Ding gemacht und ich mein Ding... ...und dann sind die nachher nicht wiedergekommen.
00:22:48: Was hast du da
00:22:48: gemacht?
00:22:49: Ich habe meine Tante und Onkel da mit vierzen Jahren besucht.
00:22:53: Naja, dann waren wir ja alles neu für uns.
00:22:56: Erst mal schon im Zoo, hat mir gedacht, oh Westen-Westen ... Wir haben hier bei dem Oberammer oben einen kleinen Rundfunkempfänger Westradio gehört und der Schnade war ein Störsender hier.
00:23:08: Die wollten ja nicht sein, die Kontaktursendung.
00:23:12: Naja da hab ich dann geguckt, hab' ich dann doch gesehen auch, das ist ja auch nicht Gold was da ist.
00:23:18: Da gab's auch noch Ruinen Und meine Tante, die waren in drei Stockwerkerhosen ausgezogen.
00:23:27: Da haben wir mit dem Bruder und Schwestern da eine Wohnung sich geteilt.
00:23:33: Wie ich dann zu Besuch war, hatte ich meine Cousine-Erzimmer bekommen.
00:23:38: Dann war ich zwei Wochen oder drei, weiß ich genau.
00:23:42: Hier hab' ich dann geguckt, da war der Lücke aufgemacht.
00:23:47: Da war ich im Nachbarhaus drin.
00:23:50: Dachgeschoss Zimmer, aber da war alles leer.
00:23:53: Und dann hatten wir auch wieder Kontakte gefunden und hab ich noch Fußball gespielt mit den Jungs und das hat gerade nicht lange gedauert.
00:24:01: Da haben sie mir gesagt, ich komme aus der Ostzone.
00:24:05: Dann wollten die hier sagen DDR, ich komm aus der Oszone.
00:24:10: Na ja, und dann habe ich da ... ob ich wütend war oder ob ich ein bisschen Pech hatte.
00:24:15: Was habe ich bei meinen Onkels einen Chef da?
00:24:18: Die Scheibe ist erschmissen mit Fußball.
00:24:20: Mit Absicht?
00:24:21: Nein, wir haben auf dem Hof gespielt mit Fußball und ich wollte ja auch zeigen, was ich kann.
00:24:29: Und dann baute ich da die Scheibe kaputt.
00:24:30: Oh je!
00:24:31: Das war nun gerade mein Onkel sein Chef.
00:24:34: Mein Onkel hat sich nachher gefackelt, hat das Fenster genommen und die Scheiben ersetzen lassen... ...und hat mir nichts anmerken lassen.
00:24:43: Das kann passieren.
00:24:48: Habe ich mir dann Taschenmesser gekauft und kaufe mich.
00:24:51: Und dann war das alles schön.
00:24:53: Dann bist du wieder zurückgefahren?
00:24:55: Ja, und dann hatte ich ja bitte pecht.
00:24:59: Ich habe mich beworben auf eine Lehrstelle, wo die praktische Schule entlassen wurde.
00:25:06: Für alle hatten sie keinen Platz in der Mittelschule oder Zehnklassenschule.
00:25:11: Da haben Sie nur die Besten genommen.
00:25:13: Wie viele Klassen hast
00:25:14: Du gemacht?
00:25:15: Normalerweise waren es Grundschule Acht Klassen.
00:25:20: Meine Frau hat ja auch ein Acht lassen.
00:25:23: Das andere war für die Eltern eine Belastung, später Geld verdienen und dann wie gesagt Schulzeug anschaffen und so.
00:25:33: Wie wir mal eingeschult wurden haben wir mit einem Schiefertabel und Griffeln angefangen.
00:25:38: Es gab kein Papier.
00:25:40: Ja
00:25:40: kann man sich gar nicht
00:25:41: vorstellen heute.
00:25:42: Bleistift und Radiergummi Hatten wir den lateinischen Schrift.
00:25:51: Schönschrift mussten wir machen und dann auch mit Tinten oder Feder ohne Füllhalter, ne?
00:26:00: Das kam ja alles erst später.
00:26:02: Naja jedenfalls wie ich denn vierzehn war hatte ich mich da beworben.
00:26:06: mein Vater hatte noch Beziehung da aufgebaut in der Autorebattur Werkstatt das waren staatliche Betrieb.
00:26:14: Und wie ich dann da... Ich sollte mich hervorstellen Ach, da hatte ich ja schon Manchetten hier.
00:26:20: Ich mache auch nicht in meinen Dings also.
00:26:23: Wollten mich ja praktisch eine Vorprüfung machen, ne?
00:26:26: Naja... Auf jeden Fall hatte ich Glück im Unglück.
00:26:28: Ich hatte Mangelentzündungen und dann haben die gesagt, die Mane müssen rausgenommen werden.
00:26:34: Die müssten gleich hier bleiben.
00:26:36: Da habe ich mich dann doch eine Uniklinik behalten und haben dann die Mannel entfernt.
00:26:40: Dann muss sich dann eine Woche im Krankenhaus bleiben.
00:26:43: Das brauchte ich ja nicht zu dem Vorstellungsgespräch Und dann kam ich aus dem Krankenhaus und ja, das auch angenommen.
00:26:51: Ach so!
00:26:52: Dann brauchte ich da nicht im Vorstellungsgespräch weil es ja gerade in dem Zeitraum war wo ich im Krankenhaus war.
00:26:57: Ja,
00:26:57: da hatte sich wirklich Glück im Unglück.
00:26:59: Ja und dann wie ich am September angefangen habe in der Lehre, da waren die anderen Steppkes auch gerade nicht größer.
00:27:08: Einiger mussten noch, wir haben am Anfang Grundausbildung gehabt Wir mussten am Schraubstock stehen und einige mussten dann so eine Palette unter der Füße haben, zwei oder drei von zwanzig Lehrlingen.
00:27:21: Das war ja ein größer Betrieb.
00:27:24: Wie gesagt habe ich mich auch dort angestrengt.
00:27:28: Ich wollte vorwärts kommen und ging das alles in den Garngrunden zweieinhalb Jahren.
00:27:32: Dann haben wir Facharbeiterprüfungen bestanden und dann waren wir Facharbeitern.
00:27:38: Und dann haben wir gedacht, wir kriegen das gleiche Geld was die anderen auch haben Neben uns arbeiten und haben wir gemerkt, dass wenn man anfängt doch weniger bekommt.
00:27:48: Na ja dann hatten wir oben hier mal eine Lehrmeister.
00:27:52: da hat sich aufgespielt als Kommunist.
00:27:55: Da wollte er mir die Norm verbessern und erhöhen und hatte uns schikaniert allen, die da eben in der Gruppe gearbeitet haben.
00:28:07: Dann habe ich gesagt also ewig bleibst du nicht.
00:28:11: Das haut dann nicht so richtig hin mit dem da.
00:28:14: Naja, dann hatte ich ja ein halbes Jahr noch gearbeitet und ... Dann habe ich mich beworben bei der Postwerkstatt und bei den Neptunwerften und bei der Feuerwehr Und haben überall gesagt, wir können sie gebrauchen Aber ihr Betrieb ist ja ein staatlicher Betrieb.
00:28:35: Da muss die Einwähigung geben dass Sie den Betrieb verlassen dürfen.
00:28:40: Die mussten dem
00:28:41: zustimmen können.
00:28:42: Ja, meinen Betrieb musste zustimmen, dass ich da den Betrieb verlasse und da gab es dann Probleme.
00:28:49: Dann sagten sie nicht das geht nicht wir brauchen Sie und haben ja auch die Kraftverkehr unterstützt mit so vielen Ackergarten und so.
00:28:58: naja das ging ihr was nicht.
00:28:59: und dann war ich aber wütend.
00:29:02: und dann habe ich mich beworben hier bei der NVAA als Zivilangestellte Und das war natürlich günstig.
00:29:08: Das ist ja hier gleich in der Anäschelmale, Gruppernikostraße.
00:29:12: und dann hatte ich auch Glück.
00:29:14: Ich hatte einen Bekannten, der hat den Vater da arbeiten und er sagt, es ist schönes Arbeiten, keine Zivilangestellung, die haben ihre eigene Brigade und jeder machte seine Arbeit.
00:29:29: Da waren Tischler, da waren Dreher, ich fahre eine KFZ-Elektriker Da hat mich angefangen, haben sie mir Lohngruppe Sieben versprochen.
00:29:39: Das war natürlich im anderen Betrieb eine hohe Lohn-Gruppe und da habe ich natürlich gedacht mit Lohn Gruppe Sieben.
00:29:46: Bloß ich hab dann nicht so gesagt, das ist ja auch hier keine Leistung zu tun.
00:29:54: Wir haben in einem alten Betriebe, wir haben nach Norm gearbeitet und hatten eine Norm von hundert Prozent praktisch Norm und mit hundertdreißig Prozent abgerechnet meist.
00:30:04: Weil das doch von der Hand ging, bei den meisten.
00:30:09: Na ja, da war die Leistung dann weg.
00:30:11: Da habe ich mich gedacht, mich hat es sich aber auch nicht so doll verbessert.
00:30:15: Das gab nur fünfhundertfünfzig Euro oder sechshundert so.
00:30:19: Ein Monat?
00:30:20: Mit dem an, dem an der Ehrmark.
00:30:21: Das ist ja wirklich wenig.
00:30:24: Ne, das haben wir alle nicht mehr.
00:30:25: Ja, war auch günstiger alles so.
00:30:27: Aber wo?
00:30:28: Leistung war?
00:30:29: auf den Neptunwerft oder der Warnewerft und so, die haben da gut verdient, weil sie eben eben auch die Leistungsprämie gekriegt sind.
00:30:38: Naja, egal.
00:30:40: Irgendwas ich hatte auch mein Gutes.
00:30:43: Die hatten mir da angeboten Führerschein zu machen also Fahrlaubnis.
00:30:47: Und dann war ich ja civil angestellter und dann musste ich auch von LKW steigen hatte ich ja praktisch keine Uniform für die anderen.
00:30:55: Da waren ja auch Soldaten, die Fahrläufe machen.
00:31:00: Wir hatten ja ein Fahrlehrer in der KFZ-Werkstatt da und naja, dann ging das ja los.
00:31:05: Da hatte ich eine Lederjacke aus Westberlin an und da musste ich Stadeln aufsitzen mit dem größten Lkw ... DDR hatte, da einsteigen und dann muss man mehr Zwischengas geben beim Schalten.
00:31:19: Da
00:31:20: musstest du den großen Lkw fahren?
00:31:23: Ja, theoretisch habe ich mir gut vorbereiten können.
00:31:25: Ich hatte so einen großen Batterieladeraum und da kam kein anderer rein und hab mich da reingesetzt und hab immer schön gebüffelt die Straße weg ist in meiner Arbeitszeit.
00:31:39: Und da war ich ja Radsportler.
00:31:41: Mit vierzehn habe ich hier angefangen, aktiv Rennen zu fahren.
00:31:46: Und das war auch gut so, denn ich hatte ja jeden Tag einen langen Weg von hier bis zum...
00:31:50: Mit vierzen hast du schon angefangen?
00:31:52: Wir hatten Vorbilder, wir hatten ... DDR war ja der Sport gefördert worden und da hatten wir ja Weltmeister, TV-Schuhe und Olympiasieger, weil sich nicht ganz genau auf die DDR unterteilen durfte.
00:32:08: Aber
00:32:10: wir waren einmal mit Manuel dann auf dem Sachsenring.
00:32:13: Da ist ja der TV Schuhr Weltmeister geworden und der zweite umgekehrt, das war so.
00:32:21: Der TV Schur kam als Erster und Eckstein war zweiter und dann waren noch zwei andere Konkurrenten bei und da haben die anderen ausgetrickst.
00:32:31: Da hat nicht TV Schuur den Spurt angezogen sondern der kleinere Eckstein Und Ekstern hat gewonnen, praktisch ist Weltmeister geworden und TV-Schuhe hat den zweiten gemacht.
00:32:41: Aber nur taktisch.
00:32:43: die Schuhe war der bessere und er lebt heute noch.
00:32:48: Der fährt heute noch... Jetzt hatte mal Backup vom Stahlniveau oder vom Nebengebäude runtergefallen, da hat er sich immer verletzt.
00:32:55: aber der fährt ja heute noch hart und da war vor kurzem auch hier in Rostock.
00:32:59: Wie
00:32:59: alt ist das denn
00:33:00: jetzt?
00:33:01: Der muss sechs Jahre älter sein, wie ich.
00:33:02: Deswegen und
00:33:03: der fährt immer
00:33:05: noch?
00:33:05: Er muss neunzig sein jetzt.
00:33:06: Aber du spazierst nicht so.
00:33:10: Du
00:33:10: bist ja auch Sportler.
00:33:12: Ja und mit vierzehn haben wir dann ja auch Radrennen gefahren.
00:33:16: Und ich habe jeden Tag praktisch Sommer- und Winter von hier bis nach Kassebohm.
00:33:22: Kennst du ja auch gut Kasseboom?
00:33:24: Da jeden Tag ein Fahrrad normalen Winde befahren.
00:33:27: Die Busse waren immer so voll Da musste man einmal einen, zwei Bus abwarten um mitzukommen und dann umsteigen.
00:33:36: Und als Sportler war das dann auch gleich ein bisschen Training da, ins Baderstraße hoch
00:33:41: und runter.
00:33:42: Im Sommer waren wir dann noch öfter mal unten an der Warnobaden und haben unser Schwimmenabzeichen gemacht, um den Boot ausleihen zu dürfen.
00:33:56: Aber die Radtrennen, die haben wir sehr ernst genommen.
00:33:58: Wir wurden alle mal Teebeschuhe nach Eifern.
00:34:01: Und wann bist du dein erstes richtiges Rennen gefahren?
00:34:04: Von vierzehn bis achtzehn habe ich gefahren, wie wichtig ich achtzehnt Jahre alt wurde.
00:34:10: Danach kamen noch die Flausen, dann wollte man ja auch ein bisschen mehr Freizeit haben und da hatte man auch gemerkt dass man keinen Spitzenfahrer wird.
00:34:19: Dass man eben auch dafür arbeiten muss.
00:34:21: Da wurde das Trainingspensum viel höher.
00:34:27: Wie gesagt, wenn man den ganzen Tag arbeitet und der noch hier achtzig Kilometer Radfahren tut ... Das ist schon ganz schön!
00:34:32: Und dann am Wochenende noch, da muss das Fahrrad auch zerlegen und wieder zusammenbauen.
00:34:38: Dann ging er auf was kaputt.
00:34:40: Du hast doch Geld.
00:34:42: Egal, jeweils mit achtzehn, da hatte ich ja meinen Führerschein gemacht, war doch nicht mehr achtzehnt, aber ich habe die Prüfung bestanden Und wie ich achtzehn war, dann habe ich eben meinen Führerschein in der Hand gehabt.
00:34:56: Dann habe ich natürlich bei meinem Vater gesehen, da kann man ganz gut Geld verdienen und Taxifahren.
00:35:02: Das ist ja den Feiertag so nachts und so und so... Ja, dann hab' ich das versucht.
00:35:08: Da ging es aber auch nicht.
00:35:09: Dann sollte man erst einundzwanzig Jahre alt sein.
00:35:13: Und wo war ich ja bei der B?
00:35:15: Da musste ich denn als Zivilangestellte auch Manöver mitmachen Und war praktisch kein Soldat und musste in den Lkw von der Armee fahren, ins Sommer- und Winterlager im Wald dann Autos reparieren.
00:35:31: Da wollte ich aber gerne bei meinem Vater arbeiten weil er auch immer nicht so von der Stelle kam finanziell und automäßig.
00:35:38: Er kriegte ein nie vernünftiges Auto unter dem Hintergrund.
00:35:40: Einmal alte Schinken die kaputt waren Naja, dann durfte man aber den Kopfster erst mit einundzwanzig machen.
00:35:48: Und hat mein Vater sich denn aber eingesetzt?
00:35:51: Er kannte einen Hauptmann von der Polizei und er sagte mir auch, wenn Schüßkete ... Der kriegt da einen guten Leumund oder so.
00:36:01: Der ist doch jetzt da und das können wir davon eher machen.
00:36:05: Na ja, da war ich wohl zwanzig.
00:36:07: Einersechzig war ja... Da war ich ja noch Pech!
00:36:10: Da war ich ja schon dicht bei meinem Vater, beim Einstieg im Taxi.
00:36:16: Da kam der thirteenth August dazwischen.
00:36:19: Da hat die Armee ... Die wollte mich nicht gehen lassen und die sagten, Mensch bleibt da noch ein bisschen.
00:36:25: Dann kriegen wir neue Soldaten und dann kommt einer dabei und das auch kann.
00:36:30: Und auf einmal kamen wir in den thirieth August.
00:36:33: Da wurde ich in Berlin die Mauer gebaut.
00:36:36: Ich hatte nur mein Lkw und die Hänge.
00:36:41: Ich musste dann einsteigen, ob ich wollte oder nicht und Richtung Berlin in der Kolonne fahren.
00:36:47: Auf halben Wege wurde mein Auto heiß, da ging der Motor kaputt.
00:36:53: Da bin ich hängen geblieben mit meinem Fahrzeug und musste sehen was kommt.
00:37:00: Da ich auch vom Fach war, habe ich mir von Hänge Teile ausgebaut, die ich darauf hatte Und dann habe ich das bei mir da eingebaut und dann ging das weiter.
00:37:11: Da hattest du ja Glück, dass du so viel Ahnung hatte?
00:37:13: Ja!
00:37:14: Dann bin ich dann weitergefahren auf Werkzeug, alles da war ja Werkzeugwahn.
00:37:19: Und dann kam ich an in Berlin am Stadtrand, dann haben sie mich festgehalten weil ich auch keinen Armee-Uniform hatte und hatte zwei Soldaten bei mir aber denen haben sich nicht verfolgen genommen.
00:37:32: Wir mussten dann jedenfalls dort vierundzwanzig Stunden stehen bleiben am Start vor Berlin
00:37:38: Ja.
00:37:39: Dann wurden wir abgeholt von einem, was zu sagen hatte und dann wurden wir hingebracht in so ein Schlachthof.
00:37:49: Und da war unsere ganze Firma die ganze Division der Stadt, die wir hier hatten alle auf einen Schlachthof untergebracht im großen Platz.
00:37:59: Und dann haben sie uns da Schlafplätze eingewiesen in das richtig Schlachthof.
00:38:06: Da waren noch die Haken oben von den Tieren, wo die Tiere angehängt waren.
00:38:11: Ich hatte sie wieder angestellt, da auch schlafen.
00:38:15: Da habe ich mich geweigert.
00:38:16: Ich sage, wenn ihr mir nicht spessers bietet, dann gehe ich nach Hause.
00:38:20: Darfest
00:38:20: du das denn?
00:38:21: Nein, ja, ich durfte es.
00:38:22: Das habe ich gedacht.
00:38:23: Das hat nicht lange gedauert und haben sie Ausweise weggenommen – die Personalausweise.
00:38:27: Ja, wollt grad sagen, es standet bestimmt eher auch unter Zwang
00:38:30: irgendwie... Ja, der war der Personalausweis.
00:38:32: Dann haben sie mir ein anderes Quartier in einem Familienhaus gegeben und er wurde erledigt.
00:38:40: Und nach ein paar Tagen haben wir dann natürlich die zerbeulten Autos repariert, die auf den Weg nach Berlin verunglückt waren oder stehen geblieben worden.
00:38:49: Dann hatte ich einen besseren Vorschlag gemacht.
00:38:53: So eine Batterielade war gebaut für mehrere Akkustärken und das war wieder ein Zielwagen und da waren dann die schweren Elke-Witbatterien drauf.
00:39:05: Und beim Auf- und Abladen, da hab ich Pech gehabt.
00:39:08: Da hab' ich mir den Finger hier abgequetscht, die kleinen Finger.
00:39:12: Na ja dann bin ich dann in ... nach Karlshorst, das war da eine Pferderinbahn.
00:39:16: Da wurde ich dann so ein Zivilkrankenhaus eingeliefert.
00:39:20: Dann habe ich da die ganze Zeit im Krankenhaus gewartet.
00:39:23: Hab' ich so lange abgewartet bis es alles zu Ende war.
00:39:27: Bis es nach Hause ging!
00:39:28: Achso?
00:39:29: Hast du da die restliche Zeit verbracht?
00:39:30: Ja, dann soll ich in meinen Lkw einsteigen.
00:39:32: Dann konnte ich ja nicht fahren.
00:39:34: Aber noch mal ganz kurz, für mich zum Verständnis.
00:39:37: Ihr wart dann in Berlin wegen dem Mauerbau da?
00:39:41: Und wie lange war das ungefähr?
00:39:43: Wie lange wart ihr denn da ins Gesicht?
00:39:45: Ich
00:39:45: war im Krankenhaus bestimmt vier Wochen.
00:39:48: Der Finger war irgendwie ab, den haben sie angenäht und dann war er steif.
00:39:56: Wir waren ja nicht die Mauer gebaut haben, wir waren ja praktisch die Autos repariert haben.
00:40:01: Die auf dem Weg nach Hause hin oder zurück mussten.
00:40:04: Und da brauchten sie euch dann quasi kurzfristig für einen Monat und danach
00:40:09: seid ihr dann wieder in die Stützpunkte zurück?
00:40:11: Ja.
00:40:13: Ich sollte mein Elke wie fahren.
00:40:15: Das war ja auch nur krankgeschrieben, ging ja nicht.
00:40:17: Dann hat er den Soldaten das Fahrzeug fahren sollen Und auf halben Wege, da ist er eingeschlafen und dann ist er in Graven gefahren
00:40:25: mit dem Auto.
00:40:27: Dann habe ich ihn das Auto weggenommen, wir kamen auch mit einer Kraft raus, waren noch ein bisschen tiefer graben... ...und dann hab' ich das Auto mit ausgefahren und das Problem ging ja immer mit den Schalthebeln.
00:40:40: Du warst ja auch
00:40:40: noch verletzt?
00:40:41: Ja nur
00:40:41: mit der Hand!
00:40:43: Aber die Schaltung war ja recht der Hand aber ich habe wenig geschaltet, das ging ganz gut.
00:40:48: Na ja und wie ich denn hier war Der durfte gehen.
00:40:52: Dann durftest du die Armee verlassen?
00:40:54: Das habe ich dann so... War dir
00:40:58: damals eigentlich noch verpflichtet, da hinzugehen?
00:41:01: Nö.
00:41:02: Ich hatte ja einen Arbeitsvertrag.
00:41:03: Mussten kündigen genau wie an einem Betrieb und nach...
00:41:06: Aber keine Wehrpflicht!
00:41:07: Nein, das kommt hier jetzt so.
00:41:10: Er hat ihn denn im Herbst angefangen.
00:41:12: Das war dann, wie gesagt, in den Neunzehn und Sechzig.
00:41:16: Hatte ich dann angefangen bei meinem Vater?
00:41:19: Im Lohnbuch standen ja auch bloß immer vierhundert, achtzig Mark und Rennen.
00:41:24: Privatbetriebe durften relativ wenig Stundenlöhne zahlen.
00:41:29: Und das war mir auch egal.
00:41:31: Ich habe viel nebenbei verdient.
00:41:35: Die waren Großhüge, die damals ein Taxi gekriegt haben.
00:41:37: Ach so mit Trinkgeld?
00:41:38: Ja!
00:41:39: Da war ein Taxis so sehr knapp... ...und man hat sich sogar geschlagen drum, wenn kein Bus so nicht hinfuhr.
00:41:47: Und dann, wie gesagt, wenn du nicht nach Stunden, ich habe mir mehr zwölf Stunden gearbeitet.
00:41:53: Zwölf Stunden
00:41:53: am Tag?
00:41:54: Ja, eine Schicht geteilt haben wir uns immer,
00:41:57: von
00:41:59: vier zu zwanzig Stunden geteilten.
00:42:01: So und dann ging das alles recht
00:42:02: gut.
00:42:04: Und dann hatte ich ja auch Hochzug, da hat ich mir ein altes Auto geholt hier im Wartburg.
00:42:08: Und denn hier klemmt er mir die ... Einiges machen lassen, eigentlich selber gemacht.
00:42:14: Dann war der nachher so aus wie neu Und dann kam ich zur Armee, dann kam die Wehrpflicht.
00:42:27: Dann kam mir die Weherpflicht und da gab es ja keinen Entrinnen.
00:42:30: Da gibt es nur eins entweder du lässt dich einsperren oder du machst Moor-Soldat, sparten und Hand nehmen und Gräben schaufeln ohne Waffe arbeiten.
00:42:46: Das ist ja verrückt.
00:42:47: Also dann warst du quasi erst mal bei, kannst dich anstellen lassen, zivil?
00:42:52: Dann bist Du gewechselt zum Taxiunternehmen und dann kam die Wehrpflicht, da musstest Du wieder zurück.
00:42:56: Ja, da war gerade so ein Team entstanden zwischen uns, Vater und mir...
00:43:00: Wie lange bist Du denn Taxi gefahren?
00:43:02: Bist Du dann wieder
00:43:03: zur Armee, musst Du's?
00:43:05: Ich hab ja schon, bevor ich noch bei der METI war auch schon nebenberuflich gefahren, Sonnabend oder Feiertags.
00:43:14: Und da hatte ich ja dann mit dem Radsport aufgehört, weil das einfach
00:43:18: noch nicht
00:43:18: passte.
00:43:20: Dann wurde ich eingezogen und hab gesagt, eigentlich war er gemustert bei der Armee und sollte hier in meiner Werkstatt arbeiten als Soldat.
00:43:31: Ja!
00:43:33: Da habe ich mich aber gewährt, weil ich gesehen habe was die für schlechtes Essen bekommen haben, ne?
00:43:37: Hier in der Kopenigostraße.
00:43:39: Okay...
00:43:41: Der Lebensmittelsatz war zweit.
00:43:44: markt von mal achtzig, dann sollte der kocht den Frühstück Mittag und Abend
00:43:48: von machen.
00:43:49: Und dann
00:43:49: gab's oft, hab ich gesehen wenn die Soldaten im mittags kamen, Büchsenbrot weißt du?
00:43:56: Und dann auch immer Graubensuppe und Erbsen und andere Röselfrüchte auf Fleisch wenig.
00:44:02: Das wolltest Du nicht?
00:44:04: Nein da wollte ich doch nicht.
00:44:06: Da waren ja alle... Ich hatte ja die Offiziere, ich wusste genau was das alles für Leute sind Auch die Staatssicherheit, auch als Silviel.
00:44:15: Dann konntest du ja alles ein bisschen erforschen da, ne?
00:44:20: Und dann habe ich gesagt ... Na ja, dann kommen sie zu Grenzen.
00:44:24: Da hab' ich gedacht, wenn du Kapitänfach mal bist, dann kommst du auch nicht an die Grenze, denn das sind genug Fahrzeuge und alles, ne!
00:44:31: Naja, hier bin ich gemustert worden und wehrtauglich.
00:44:38: Dann kam ich nach Erfurt hin, wurde ich nach erfurt hingeschickt.
00:44:42: Wo wurde das
00:44:43: denn gestellt?
00:44:43: Na er fort.
00:44:45: Da hatten wir dann einen Jägerberg, ein Hügel und da hatten wir unsere Kaserne und da bekamen wir die Grundausbildung.
00:44:52: Da mussten wir jeden Tag exzessieren üben und ich hatte auch gar keinen Talent zu exzessieren im Gleichschrittmarsch und die Waffe in den Anschlag bei Gönett und nach oben usw.. Ja, die konnten sich da mit uns rumquälen.
00:45:14: Und dann haben wir auch den Pech, der kam in Ruhe und hatte eine Krankheit im Sommer.
00:45:22: Da wurde fast die gerade halbe Armee gekrankt.
00:45:24: Ich weiß nicht, ob das Essen kommt oder Hygiene?
00:45:30: Und wir waren davon nicht betroffen.
00:45:32: aber viele waren dann eben separat untergebracht in ein Container oder so.
00:45:37: Aber keiner durfte das Objekt verlassen Keine durften ... Naja, und dann war das ja irgendwann zu Ende.
00:45:44: Dann wurden wir aufgeteilt.
00:45:45: Ich kam nach Nordhausen in Erregementswerkstatt.
00:45:50: Und da waren auch Zivilangestellte.
00:45:53: Und dann waren auch schon Soldaten da, die vor uns freiwillig waren.
00:46:01: Wir haben mit was ich glaubt drei Mantel haben, kamen dann dazu.
00:46:06: Und wir waren alles gute Fachleute Und da haben wir uns mit den allen gut verstanden.
00:46:12: Wir hatten einen Pech, das war ja nur im April, kamen wir hin und dann der nächste Winter, da kam die Heizung der Hände kaputt von der ganzen Werkstatt, weil es eine größere Werkstatte war.
00:46:23: Dann mussten wir natürlich im kalten Ganzenwinter arbeiten und wir hatten zwar ein Fellweste bekommen ohne Ärmel, aber wie gesagt ich hatte auch ... am liebsten Tag und Nacht an, damit die nicht wegkommt.
00:46:37: Und dann hatte ich da auch einen Werkstattwaren bekommen von kleineres Auto über Roboer.
00:46:44: Da war ein Pfeilwagen, das konnte man runterklappen.
00:46:46: Da waren Schweißgeräte und meine Elektroteile alle, die ich da brauchte.
00:46:52: Wenn wir irgendwo auf eine Grenzkompanene oder Battalionen wie diese hießen, dann musste ich da hin mit dem Motorräder oder Autoteilen machen Und das ging alles recht gut so lange, bis irgendwann mal ein Vorfall war oder was.
00:47:10: Irgendwo ist er dann wieder abgehauen und muss nachher einen zweiten Mann mitfahren.
00:47:17: Ah, dann seid ihr mal zu zweit damit.
00:47:19: Dann
00:47:19: hast du zweit gefahren und wenn so einer am anderen aufpasst.
00:47:22: Und da war das noch besser?
00:47:24: Dann haben wir unterwegs öfter angehalten wo Musik war oder wo es gutes Essen gab.
00:47:29: Und dann haben wir uns ein bisschen aufgehalten und ... Wir haben sogar heimlich einmal Zivilsache mitgenommen.
00:47:37: Uniform ausgezogen in den Zivillsachen.
00:47:38: Das durftet
00:47:39: ihr gar nicht, ne?
00:47:40: Durft mir nicht!
00:47:41: Aber du kriegst das ja im Passierschein und kannst die Kontrollen durchfahren.
00:47:46: Und dann habe ich natürlich auch öfter mal gebogen, weil ich jetzt hätte die Gelegenheit abzuhauen.
00:47:52: Ich wusste zwar nicht, wie das alles funktioniert.
00:47:54: Die Zäune waren ja schon da und da fing es an, schon minden zu verlegen.
00:47:59: Aber den Gedanken hat man gehabt, dass ist die Chance, die Christen nie wieder.
00:48:03: Aber du hast dich trotzdem dagegen entschieden?
00:48:06: Ja schon.
00:48:07: Ich denke meine Eltern, die waren als Selbstständige immer schon... Man sagte früher, der Schwarz scharf.
00:48:14: Der Staat hat das nicht gefördert.
00:48:16: Alles sollte staatlich sein oder unter staatlicher Leitung gehen.
00:48:22: Zumindest, naja... Und dann war meine Schwester die war ja da.
00:48:26: Die hat ja auch was für eine Mittelklasse als zehnklartige Schule gemacht und wollte auch studieren.
00:48:34: Fachschule was besuchen und ihr hättet auch Nachteile gehabt.
00:48:39: Ja, das finde ich irgendwie auch immer krass.
00:48:40: Das sagen so viele, dass sie nicht abgehauen sind quasi weil Sie an Ihre Familie da
00:48:45: gedacht haben.
00:48:46: Habe ich ja nur eine andere Familie gedacht.
00:48:48: Ich war einmal als bei meinem Vater war... Einmal war ich mal in Westberlin und habe mal so eine Auto-Werkstatt da kennengelernt, eine Bosch-Werkstatt und hab gesehen wie schön die da gearbeitet haben, wie weit die schon waren mit ihrer Technik, ne?
00:49:03: Naja das ist schon verlockend gewesen.
00:49:06: Aber getrennt von Eltern und so ein oder Geschwistern...
00:49:10: Hast du die denn überhaupt gesehen in der Zeit wo du dann in Nordhausen oder in Erfurt
00:49:14: warst?
00:49:15: Ja das ging ja nach Hause schnell!
00:49:19: Naja wir hatten ja wenig Urlaub gekriegt wie es heute ist.
00:49:23: Heute kann er jeder Woche nach Hause.
00:49:25: Das gab ja alles nicht.
00:49:26: Wir kriegten einmal im Vierteljahr einen Freifahrtschein.
00:49:30: da brauchen wir nicht bezahlen Und manchmal hatten wir auch Glück gehabt, dass man dazwischen durchfahren konnte.
00:49:36: Da mussten wir ein Teil bezahlen.
00:49:38: Nach Hause fahren meinst du?
00:49:40: Aber das ist ja auch eine weite Strecke.
00:49:41: Ja
00:49:42: aber für einfache Soldaten gab es nicht viel.
00:49:47: Einstand nur alle drei Monate mal in den Heimfahrt zu.
00:49:53: Na ja und wie gesagt dann hatte ich ja ... Wann war das?
00:49:57: Dreiundsechzig.
00:49:59: Dann waren wir denn hier im Frühjahr Fasching in Nordhausen.
00:50:03: Da mussten wir ganz schön weit laufen von der Kaserne bis zur gastronomischen Eindrichtung.
00:50:09: Das war ja praktisch da in den Nordhausen, auf einer Höhe oben.
00:50:15: Da waren mehrere Gastetten und da war dann immer auch noch eine Tanz- und Remidemi.
00:50:20: Naja, und wir Soldaten mussten natürlich auch dahin.
00:50:23: Duftet ihr oder seid ihr heimlos?
00:50:24: Ja, wenn wir Ausgang hatten, wir hatten natürlich viel Ausgang.
00:50:29: Wir hatten einen Bereitschafter der eine und die anderen konnten den auch gerade holen.
00:50:35: Und ich hatte ja meinen Fahrrad, mein Rennrad mitgenommen weil ich dann gesagt habe, ich wollte noch weiterfahren, Rennen fahren nur um das beweglich zu sein und Freizeit zu haben.
00:50:47: Naja, da hat dieses Rennrads ja mit da und er kriegt sich ja noch öfter Ausgang für die anderen.
00:50:53: und dann haben wir natürlich noch Betrohungen.
00:50:55: Da haben wir noch Ausgangskarten geklaut.
00:50:59: Das sind auch Diensthabende, ne?
00:51:00: Ach
00:51:00: man hatte richtige Karten!
00:51:02: Ja, man muss eine Ausgangs-Karte mehr vorne vorzeigen beim Tor und entweder abgeben oder zeigen, weiß ich genau.
00:51:10: Jemandes haben unsere Ausgangsskarte da geklauert.
00:51:14: Alleine.
00:51:16: Die waren ja aber zufrieden wenn sie die Karte gesehen haben.
00:51:22: Alles so gut gegangen.
00:51:24: und dann hatte ich ja mal eine Erika kennengelernt beim Fasching.
00:51:28: Ja, das erzählt uns doch mal!
00:51:30: Wie hast du Oma kennengelernen?
00:51:32: Das war eigentlich ein ganz lustiger Abend, da waren wir mehrere Mädels... ...und wir waren auch mehrere Soldaten.
00:51:39: Wie alt wart ihr denn da überhaupt?
00:51:41: Ja wie weit waren wir denn in den zwanzig?
00:51:48: Und das war einzig eigenartig.
00:51:51: Alle die da also Mädel kennengelernt haben, die waren lange mit ihnen zusammen.
00:51:55: Ja das war es jetzt erstmal mit dem ersten Teil der quasi bis ins junge Erwachsenen-Leben hinein reicht und in der zweiten Folge werden wir dann erfahren wie's weiter ging mit Frau und Kindern und vielen vielen Hobbys und Leidenschaften.
Neuer Kommentar