27 Der Sommer war natürlich die allerschönste Zeit
Shownotes
Was ist es, das den Sommer so besonders macht? Welche warmen Erinnerungen bleiben auch nach vielen Jahren noch fest im Gedächtnis? In dieser Sammelfolge über den Sommer hören wir von verschiedenen Rückblicken, Eindrücken und Sommergefühlen unserer Bewohner*innen. Lasst euch gerne von den vielen lebendigen Facetten dieser Jahreszeit mitreißen und hoffentlich könnt auch ihr ein bisschen Sommer in euren Herzen speichern.
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00:00:01: Auch das ist Kunst, es ist Gottesgabe aus ein paar Sonnenhellentagen sich so viel Licht ins Herz zu tragen dass wenn der Sommer längst verweht das Leuchten immer noch besteht.
00:00:15: Das war ein Vers von Johann Wolfgang von Goethe.
00:00:20: eine Heimbewohnerin sagte so ich trage die Sonne in mir darum kann ich sie auch verteilen.
00:00:28: Häufig ist der Sommer die Jahreszeit, die unser Herz aufgehen lässt.
00:00:33: Eine Jahreszeit in der wir Kraft tanken, genießen und uns vom Leben wärmen lassen.
00:00:38: In dieser Folge haben wir besondere Erinnerungen Einblicke und Eindrücke des Sommers aus Sicht unserer Bewohner in einem gesammelt.
00:00:46: Lasst euch gerne mitreißen an die vielen lebendigen Facetten des Sommeres und vielleicht könnt auch ihr ein bisschen Sommer in euren Herzen speichern!
00:01:11: Das erste Mal wahrgenommen habe ich die Jahreszeit sommer bei meinem Onkel Walter in Jürgenstorff, bei Teterow.
00:01:21: Es war ja Kriegszeit.
00:01:22: mein Onkel Walther der Bruder meines Vaters hat zu meiner Mutter gesagt komm weg aus Rostock.
00:01:30: da passierte was kommt hier nach Jürgensdorf?
00:01:34: Der hatte dort einen Bauernhof.
00:01:37: Da haben wir im Krieg Meine Mutter und ich, mein Vater war ja selbst im Krieg.
00:01:43: Viele viele Zeit verlebt.
00:01:46: Erst mal hatten sie einen großen Garten und hinter dem Haus waren ja Felder.
00:01:53: dort hatte mein Onkel eine Strohmiete hingesetzt als Beispiel mit einer Bank.
00:01:59: da konnte man sich hinsetzen und dann den schönen Sommer genießen bis spät in den Abend rein.
00:02:07: so war meine Jugend in den jungen Jahren.
00:02:10: Und haben Sie auch gebadet?
00:02:12: Gebadet haben wir, im Yuko hieß der Ort.
00:02:17: da war ein großer Teich und meine Mutter hat erst gesagt ist das auch dreckigste Teich, da kannst du nicht bahnen.
00:02:25: aber wir haben es doch Jungs.
00:02:27: ich mit meinem Fette habe es doch gemacht und es ging auch.
00:02:31: Es ging, hat Ihnen nichts ausgemacht?
00:02:34: Ne, ne ja so war das.
00:02:37: So haben wir die Zeit dort verlebt.
00:02:39: Und wie wir dann nach Rostock zurückkamen, ja da war alles anders.
00:02:45: Wissen Sie ja auch inzwischen durch die Geschichte was ich da ereignet hatte.
00:02:52: Können sie sich noch an einen ganz heißen Sommer erinnern?
00:02:55: Ja!
00:02:55: In Jürgenstorff zum Beispiel.
00:02:58: Da war das sowas von heiß dass wir abends bis elf wie jungs... Wir waren ja noch nicht alt draus und gespielt haben, und getan haben.
00:03:09: Mein Onkel hatte sein Grundstück auch sehr in Schuss mit Beleuchtung und so was alles.
00:03:15: Das war eine schöne Zeit für mich!
00:03:18: Und wenn ich hier heute abends sitze, werden Sie – ich kann es manchmal vergessen – denn denke ich über sowas nach, wissen sie?
00:03:27: Das ist mir dann so gegenwärtig dass ich denke An sich kann das doch gar nicht sein, dass du das alles noch so klein weißt.
00:03:38: Und haben Sie einen Lieblingsmonat Herr Klörs?
00:03:42: Lieblinsmonat ist mein Geburtsmonat Juli.
00:03:46: Passt ja!
00:03:46: Ist ja im Sommer.
00:03:47: Ja Wir sind immer also in Notwechs Lust war keine gerade Gelegenheit.
00:03:59: außer so einer kleinen Badeanstalt mit aus dem Kanal Wasser und das Verarbeiter konnte man zehn Meter vielleicht in der Breite da schwimmen.
00:04:17: Das war ja nicht genug für uns, wir sind entweder zu Fuß oder per Anhänger oder wie man sagt einen anwinken Autofahrer ob er uns zwei Mädchen mitnimmt.
00:04:34: Oh!
00:04:35: Das ist ja auch mutig?
00:04:36: Ja, das haben wir immer gemacht Das ist nie schiefgegangen.
00:04:42: Und die Straße ist auch sehr befahren, Ludwigslust und dann weiter nach Neustadt Klebel.
00:04:51: So waren immer Autos unterwegs.
00:04:53: Da hat mir keine Angst damals.
00:04:56: Da sind Sie einfach zu jemand Fremdes ins Auto gestiegen und haben sich zur nächsten Badesstelle fahren lassen?
00:05:01: Ja wir haben gewunken wie wenn man gesagt haben falsches Deutsch höflich gefragt, ob wir das kleine Stück für sie vielleicht noch mitfahren können.
00:05:15: Ja und dann haben wir mal zwei drei Mädchen und dann sind wir auch gefahren worden und bis an eine Strand.
00:05:27: Und ich meine meine Eltern wussten das.
00:05:30: aber damals als ich jung war ein junges Mädchen da hatte Man überall gefahren, lebte man damit.
00:05:44: Deswegen war das gar nicht so was Besonderes denn überall waren gleiche Kinder die nach Neustadt gelebe wollten und dann war man schon eine Gruppe von fünf sechs Kindern und sowas dann wieder zurück.
00:06:05: also es war kein Problem.
00:06:08: Das würde ich heute nun oder auch meinen Kindern nachher schon nicht mehr so gelassen haben.
00:06:15: Aber es war damals in der Kriegszeit, trotzdem haben wir vieles Schönes
00:06:23: gehabt.".
00:06:26: Ja da bin ich mit meinem Vater oft zum Wannsee rausgefahren.
00:06:30: er wollte mir immer Schwimmen beibringen.
00:06:32: Ich weiß nicht ob er das geschafft hat aber ich hatte war angstfrei im Wasser.
00:06:37: also soweit hatte er mich schon Nee, aber wie ich denn dann erwachsen war und mein Mann und ich, wir sind viel ans Meer gefahren.
00:06:44: Ans Schwarze Meer nach Bulgarien.
00:06:47: Wir liebten beide unwahrscheinlich Bulgarien Und wir konnten ja auch nicht sozialistische Ausland nicht fahren Und sind hauptsächlich jedes zweite Jahr nach Bulgarian gefahren.
00:07:01: Und da war mein Leben.
00:07:03: Mein Mann stand am Rand vom Ufer und hat Angst gehabt.
00:07:07: Ich würde jetzt nicht so weit raus, nicht so weithraus.
00:07:10: Hat er denn immer geschrieben?
00:07:12: Lass mich doch!
00:07:14: Er war ein bisschen ... Aber siehlich, ihr Papa hat ihnen gut die Angst genommen.
00:07:19: Ja der hat sich die Angstgenommen.
00:07:20: So möchte ich das bald betonen.
00:07:23: Und haben Sie noch so Erinnerungen an Berliner Sommer früher als die Kleinen waren?
00:07:29: In dem Viertel wo wir gewohnt haben, da konnte man viel auch spazieren gehen Und da waren verschiedene Brunnen.
00:07:38: Alles hübsche Brunne und die Sprudelten oder als Kind konnte man mit den Füßen reingehen, kann man heute auch wieder.
00:07:45: Das ist ja alles wieder heilgebracht worden und so.
00:07:48: Es war eine nette Erinnerung.
00:07:50: Meine Mutter hat mich denn gelassen, sie hatte einen Rand mit dem gesetzt... Aber Sie lieben die Hitze scheinbar wenn Sie immer nach Bulgarien?
00:07:58: Ja, das hat uns nichts ausgemacht!
00:08:02: Und wie sagte unser Hausarzt, er hat immer gesagt, Mensch Jochen war da nicht hin.
00:08:06: Du dein Herz und was wird das?
00:08:09: Überleg dir das du willst noch ein bisschen länger
00:08:11: leben.".
00:08:12: Wir sind meistens drei Wochen da geblieben.
00:08:16: Wir haben auch dafür viel arbeiten müssen.
00:08:19: Wenn wir wieder zu Hause in Bad Wölze waren, dann war er so richtig, wie soll ich sagen, wie neuer Mensch.
00:08:27: Das hat eine ganze Weile vorgehalten dass er auch gesund war Ja, hat dir gut getan.
00:08:33: Und der Doktor, der viel manchmal von einer Uhr machte in die andere und ich dachte, Mensch, dass du das so verkraften hast, verstehe ich nicht.
00:08:42: Gab es früher eigentlich auch schon Eis?
00:08:44: In Berlin war man vom Bollewagen!
00:08:46: Das war das vom Bollenwagen.
00:08:49: Können Sie sich erinnern an Natur-Eis.
00:08:53: Das wurde von den Sehen oder Teichen durch in den Dörfern also in Stangen und da war eine Gaststätte.
00:09:00: Die hatte einen großen Eiskeller.
00:09:02: Da haben die Gastwürde Stangen-Eis holen lassen, dabei war das Wasser doch nicht so schmutzig wie es nachher später wurde.
00:09:11: Noch mal zu dem Stangeis?
00:09:12: Was hat man denn damit gemacht?
00:09:14: Das wurde in den Ticken unten verteilt.
00:09:18: Dass das Bier und Ort der Schnaps kalt ist, gab ja noch nicht diese riesige Eiskühlschränke.
00:09:25: Ah!
00:09:27: im Sommer gebraucht.
00:09:28: Aber es wurde nicht für Eist verwendet, also für... Nein!
00:09:32: Das war ja aus dem Teich und das wurde wirklich zum Kühlen genutzt.
00:09:40: Ein Sommer?
00:09:42: Ja!
00:09:43: Soll ich Ihnen mal was erzählen von der Kindheit vom Sommer?
00:09:47: Ich hatte das Glück – der See besteht ja noch – dass in meiner Heimatstadt in Brüssel Kreis Prenzlo in der Uckermark, da haben wir einen schönen See.
00:10:02: Mit anschließend einem Park und da habe ich meine Kinder verbracht.
00:10:08: Meine ältere Schwester hat mir das Schwimmen beigebracht.
00:10:11: Der Schwimmen hat dann also ... Das war ein Muss!
00:10:14: Wer es nicht gemacht hat, der war selbst schon dran.
00:10:19: Und der Sommer war dazu da dass wir jeden Tag zum See gingen.
00:10:26: Paar Schritte durch die Stadt?
00:10:28: Ja, also die Sommer waren ja damals schöner.
00:10:31: für sie finden... Die Sommer!
00:10:35: Immer warm was die Natur uns geboten hat, das haben wir genommen.
00:10:41: Barfuß gehen ist gesund!
00:10:42: Was denken
00:10:43: Sie?!
00:10:44: Erstmal hat man ein Schuhzeug gespart.
00:10:50: Das kann sich ja jeder in fünf Finger absehen, im Winter natürlich nicht.
00:10:55: Da hatten wir Holzschuhe.
00:10:57: Kennen Sie oder Kehne?
00:10:59: Nee.
00:11:00: Die Bezeichnung das waren Holzschuh die wurden per Hand gemacht von einem.
00:11:04: dir das konnte der brauchte man bloß so rein und dann konnte man im Winter schön mit Schnittern im Rindstein.
00:11:13: Okay.
00:11:14: Ach Schwester Urlaub hauptsächlich!
00:11:25: Wasser, Sand.
00:11:27: Also mehr Wasser.
00:11:31: Gibt es Ihnen den Sommer gerne oder lieber die kalte Jahreszeit?
00:11:37: Nein ich mag den Sommer schon lieber als... Eigentlich kann ich das gar nicht sagen was ich lieber mache.
00:11:48: Jede Jahreszeit hat natürlich seine Besonderheiten und darauf stellt man sich ja dann auch ein ob im Winter das eine eisige Kälte ist, das finde ich schön.
00:12:03: Ich mache nur nicht so ein Muschelwetter, wenn es nicht so richtig kalt ist aber auch nicht warm und dann nieselig und nebel.
00:12:15: also das mag ich nicht so gerne.
00:12:17: aber ansonsten finde ich bei jeder Jahreszeit irgendwelches Schönes Im Frühjahr ja hauptsächlich, wenn die Blumen anzublühen fangen.
00:12:29: Ja wir waren auf jeden Fall immer sehr gerne auf Rügen in Babel Selim dass dabei sowohl mit meinen Eltern als auch mit meinem Mann und mit meinen Kindern das hat uns immer wieder dahin gezogen.
00:12:49: Das war also eine Sommertradition.
00:12:51: dann?
00:12:51: Ja komm mal fast zusammen.
00:12:54: Ich meine, das spielt natürlich auch eine Rolle ob man einen Ferienplatz bekommen hat oder nicht.
00:13:01: Aber dann wie gesagt Rügen war schon unser Zielgebiet und auf dem DAS waren wir am Boden, hier mehr am Bodden in Bruchten also Boddstedt und Bruchton.
00:13:13: da war ich selbst in meiner Studienzeit habe als Gruppenleiterin im Ferienlager und habe Kinder betreut in Bruchten.
00:13:30: Und ich selbst war dann auch im Botstedt, in unserem Ferienlage vom Betrieb, in dem ich gearbeitet hab.
00:13:42: Das waren einfache Bungalows, in denen wir dort untergebracht waren aber das war von den Beschäftigten des Warenhauses waren diese Bungalöse selbst erbaut worden.
00:14:00: Also wir haben das nicht bauen lassen, sondern das ist eine eigene Initiative in der Freizeit entstanden und da sind die Kinder im Kinderferienlager gewesen und dann anschließend wurde das für die Erwachsenen als Urlaubsort, Urlabsunterbringungen genutzt.
00:14:22: Das war das, also das und rüben.
00:14:28: Aber auch von meiner Arbeit Christenlehre immer wenn die Kinder Abschlussmachten in die siebente Klasse kam dann bin ich mit denen nach Parkentin zu den Carpsenteichen im Sommer Und da haben wir ein Picknick gemacht und dann durften es auch mal ein bisschen planchen ins Wasser.
00:14:49: Das war so einen Abschluss Und das war der Unterschied von Lehrern, die durften nicht machen was sie wollten.
00:14:58: Das war vorgeschrieben und ich habe es gemacht und Herr Bayer hat sich so.
00:15:02: unsere Kreiskategie hat sich gefreut.
00:15:05: Ternität ist eine gute Überlegung wenn wir mal weitergeben.
00:15:09: Sie konnten einfach ein bisschen freier gestalten?
00:15:11: Ja genau!
00:15:13: Die Kinder waren so nett.
00:15:15: Wenn wir zum Schwimm gegangen sind, haben wir auf Memels Wiese gesessen und ringsrum blüten kleine Blumen.
00:15:22: Also Gänseblumen schon alles und auch die Hundeblumen sachen wir Pusteblumen.
00:15:29: So Hunde-Blumen?
00:15:30: Sagen wir!
00:15:31: Haben wir gesagt... Und da haben wir uns Grenze gebunden und dann waren wir eben den Nachmittag der Königin und so und haben uns die Grenze aufgesetzt.
00:15:40: Wir hatten Fantasie das ging wunderbar.
00:15:44: also dadurch Bin ich noch so kind geblieben.
00:15:51: Urlaub an Gartenarbeit, auch mal Familienfest.
00:16:01: Also eher schöne Erinnerungen?
00:16:03: Ja Was sind denn die schönen Seiten des Sommers?
00:16:09: Die Wärme und das draußen sitzen eine Familie da ist und im Garten sitzen.
00:16:17: Das gefällt mir am meisten.
00:16:19: Ja das glaube ich Hatten Sie auch eine liebste Badesstelle?
00:16:25: Wir haben ja nicht alles auf einem See.
00:16:28: Und da sind sie aber als Kinder und ein bisschen älter, dann auch immer Baden gegangen.
00:16:33: Das war immer ganz gut!
00:16:36: Ja so im Sehbaden das ist ja auch schön ne?
00:16:39: Ja.
00:16:39: Und gibt es generell einen Ort wo Sie im Sommer immer besonders gerne waren den Sie mit dem Sommer verbinden?
00:16:48: Wir waren viel im Garten.
00:16:50: Auch beiden offen In der Koppel, wo die Kühe dann gewesen sind auf der Wiese.
00:17:00: Aber es ist schön für mich im Frühjahr, wenn's zu länger heil ist und so das gefällt mir schon besser.
00:17:11: In den jungen Jahren hatten wir viel in Gartenarbeit bei guten Wetter haben auch im Garten übernachtet.
00:17:19: Das war wunderbar.
00:17:21: Und ansonsten hatten wir ein Auto und haben die Verwandtschaft besucht und waren immer wohl auf dabei.
00:17:29: Und was haben Sie als Kind im Sommer gemacht?
00:17:32: Ja, als Kind für Mutter einkaufen, im Haushalt helfen, Fußboden reinigen, Brederboden schrubben – was so anfällt, so das übliche!
00:17:46: Und hatten sie auch mal ein bisschen frei im Sommer?
00:17:48: Frey nach Ferien.
00:17:51: Ferien?
00:17:52: Naja ich kenn' das eigentlich nicht hab Mutter geholfen im Haushalt, dann hatte ich auch ein Hobby das ich besessen habe.
00:18:01: Hab die Nähmaschine repariert und hab mal Strickarbeiten gemacht Topflappen usw.
00:18:10: Na ja wie es so üblich ist Nach dem Frühling ist er jetzt zu Anfang des Sommers grün der Bäume kräftiger.
00:18:24: Und die Kastanien mit ihren wunderbaren Kerzen blühend in weiß, in rot ist ein Anblick, den er freut.
00:18:33: Wir haben hier am Haus ja diese wunderbare Allee und vom Balkon aus kann ich da hinunter schauen und erfreue mich immer an den roten Kerzen der Kastasien.
00:18:45: Dann hörte auch gestern beim Scherziergang Die Vögel zwitschern das erste Mal, ja grundsätzlich ist das Wetter schöner.
00:18:55: Es wird immer wärmer und diese Temperatur bis zu dreiundzwanzig.
00:19:00: also das finde ich sehr ideal.
00:19:02: Danach ist die Hitze ein bisschen anstrengend.
00:19:05: Im Alter ist es anstrendend wenn es so heiß ist?
00:19:09: Ja, die Jugend mag sie gerne am Strand sein um große Hitze zu haben aber Für mich ist das so, was ich ideal finde und angenehm.
00:19:20: Haben Sie noch Sommererinnerungen aus Ihrer Kindheit?
00:19:23: Was verbinden Sie da mit dem Sommer?
00:19:25: Ich war ja nun grundsätzlich Naturverbunden und lebte auf dem Bauernhof.
00:19:31: Und da war der Sommer natürlich immer mit Erntetagen und Zeiten auch verbunden.
00:19:38: Da habe ich oft geholfen.
00:19:39: beim Heu brechen- und heuwenden nennt man das hier Auf der Wiese, das fand wir also lustig.
00:19:47: Ich hatte zwei Brüder und da haben wir das zu dritt gemacht.
00:19:50: Und das war immer ganz lustig-fröhlich.
00:19:53: Ja!
00:19:54: Also es hatte auch mit Arbeit zu tun?
00:19:57: Es war Arbeit aber haben wir nicht so empfunden als Kinder.
00:20:01: Wissen Sie noch wo sie schwimmen gelernt haben?
00:20:03: Ich kann nicht schwimmen.
00:20:06: Wir hatten einen Teich am Elternhaus und da hat irgendjemand mich mal hineingeworfen Ohne ein kleines Mädchen, so vier, fünf Jahre.
00:20:17: Da habe ich eine Panik bekommen, dass ich dachte, ich muss sterben und dann habe ich das nicht mehr gewagt ins Wasser zu gehen.
00:20:26: Das war schade aber deshalb ist es nie wieder vergangen dieser Angst vor dem Wasser.
00:20:33: Dann sind Sie immer nur wahrscheinlich bis zum Knie?
00:20:37: Ja wenn wir in Urlaub zur See fahren.
00:20:41: Ich bin schon ein bisschen mit den Füßen vorne gewandert im Auflaufenden Meer.
00:20:47: Meistens bin ich gewandt, also weniger im Strandkorb zu sitzen.
00:20:52: Das war nicht so mein Ding.
00:20:54: Also ich bin sehr gerne gelaufen und gewandet.
00:20:57: Wenn ich schon an Wasser denke, bekomme ich irgendwie Angst.
00:21:01: Ja das ist so.
00:21:05: Schiff fährt oder mit einer Fähre ist es ja was anderes, da kann man ja gerade ausschauen.
00:21:11: Dann denke ich nicht so sehr dass wir jetzt am Wasser oder im Wasser sind.
00:21:15: aber oftmals kommt der Gedanke Was passiert eigentlich jetzt wenn hier das schiff ein leck bekommt und wir sinken ab.
00:21:23: also Ja seltsam mein wir haben ja in meinem geburtsort in der nähe auch den rein Und dann habe ich oft mit verwandten oder besuch eine Reinschifffahrt gemacht.
00:21:35: Ich fand es und da auf bis oben nach Holland, Niederlande und auch wieder zurück.
00:21:40: Es war wunderbar!
00:21:42: Das ging auch?
00:21:42: Ja also mir hat die Hitze im Jugend oder auch als ich noch bis fünfzig Jahre hatte sie mir ja gar nichts ausgemacht.
00:21:52: Ich habe ja wie gesagt dem Elternhaus auch mitgeholfen damals in diesem Hotel und der war ja ein riesengroße Terrasse also mit hundert Sitzplätzen Also wirklich da ohne weiteres Servieren, also bei der Hitze.
00:22:11: Wir haben in einer Gelterei gewohnt und dadurch war ich immer draußen meinen Wohlteil gearbeitet und wir hatten eine Wohnung gehabt.
00:22:18: das war damals ganz schwierig.
00:22:20: auch die hatten auch so Gemüse und alles und es wurde dann einmal in einer Woche zum Markt gebracht.
00:22:29: Und wenn Ferien waren, dann durfte ich auch mit des abwählen Da musste ich früh aufstehen aber das hat mir nichts gemacht ausgemacht und das fand ich schon mal ganz toll.
00:22:39: Und der Markt besteht ja heute noch, dass es an einer katholischen Kirche in Potsdam... ...und Sie haben dort Gemüse verkauft als Kind schon?
00:22:47: Ja, ich durfte's abwiegen mehr doch nicht!
00:22:49: Mehr nicht!
00:22:50: Abwägen, das waren ja so große Schüsseln, da war ein Tablet rein und dann die Gewichte hatte man... Ich weiß nicht, kennen sie das auch?
00:22:57: Also nicht digital natürlich sondern noch so richtig schwere... Ja, Gewichte also, da waren halbes Kilo und so musste man sehen hat meine Mutter gesagt, ja kommst du mit?
00:23:07: Da lernste auch gleich was.
00:23:10: Das war natürlich immer im Sommer, da sind wir rausgefahren und ein Tag vorher wurde der Suppengrün gebunden.
00:23:16: das ist nicht so.
00:23:17: alles einzeln aber Möhren weiß ich nicht und selbe Emporien alles und es wurde mittlerweile Sturz zusammen gemacht.
00:23:25: Es war viel Arbeit schon einen Tag vor her.
00:23:29: Ist der Sommer Ihre Lieblingsjahreszeit?
00:23:38: Ich würde sagen Ja!
00:23:39: Ja, das sieht man sehr gut.
00:23:40: Zulink und Sommer?
00:23:42: Ja!
00:23:43: Ich bedauere nur dass ich nicht mehr baden kann.
00:23:46: Also ich meine, ich gehe ja schwimmen in der Schwimmhalle.
00:23:49: Aber Gott sei Dank, dass ich das habe.
00:23:52: aber ich kann eben nicht mehr in die Ostsee oder so beides zu... Du kannst ja in dem Sand nicht mit Stöckern oder so gehen oder mit Molatoren.
00:23:59: Ehrlich?
00:24:01: Ja, da kann man nicht machen.
00:24:04: Wie er mal geschwommen sind oder wo sie schwimmen gelernt haben?
00:24:10: Ich habe schwimmen gelernt also mein als ich zur Schule kam In der ersten Klasse hatten wir gleich Schwimmunterricht.
00:24:20: Und zwar am Mühlentamm, ja?
00:24:28: Die Lehrerin war die Mutter meiner Freundin und dann kamen wir runter zum Mühltamm und ich bin mit meinen Eltern auch nach Wallermünde zum Baden gefahren.
00:24:40: Dann sollten wir uns alle nackt ausziehen.
00:24:43: Ich versuche ein kleines Schelk, habe sie nicht gemacht!
00:24:53: Das war nur das eine einzige Mal, wo wir am Hühendamm waren.
00:24:56: In der Schwimmhalle hatte man immer einen Wartanzug an.
00:24:59: Also ich war aber vorher auch nie in der Schwimhalle.
00:25:01: Das war ganz zu Anfang als die eröffnet wurde, in den fünftiger Jahren.
00:25:08: Dann kamen wir nachher zur Schwimme und seit derzeit bin ich auch immer noch jede Woche in der Schlimmhalle Wasserliebhaberin?
00:25:19: Ja ja, das kann man so sagen.
00:25:20: Und wo sind Sie früher im Sommer besonders gern waden gegangen?
00:25:26: In Richtung Krippen ist Dammengarten, aber vorher schon.
00:25:28: Vorbei vorher links ab in die Richtung Wurstro.
00:25:34: Aber noch wieder nicht bis Wurstruhen, ein Stück zurück und da war FKK dran.
00:25:44: Und da hat mich das auch überhaupt nicht gestört.
00:25:48: In Varnemünde macht sich das nicht so gerne?
00:25:51: Nee!
00:25:52: Zu viele Leute bestimmt ne?
00:25:53: Ja Aber da hatten wir unsere Burg für uns selbst bauen.
00:25:59: Das konnte man damals in Bademünze auch, aber da waren nicht so viele Leute und das war schon angenehm.
00:26:06: Da sind wir vielen gefahren.
00:26:13: Viele können das ja wirklich gar nicht ab.
00:26:16: Ich kann das ab!
00:26:18: Sie können es gut abnehmen?
00:26:19: Ja ich kann das gut ab.
00:26:21: Weil mir ist es sogar zu gut, dass ich das ... Oh, das hätte sie machen brauchen.
00:26:26: So eine Stunde und so rein... Ich bin auch nachher auf dem Balkon.
00:26:30: Ich habe im ersten Stock gewohnt, zur Südseite.
00:26:34: Die Quest hatte ich in Balkon.
00:26:40: Ich hab dann auf dem Balkon gesessen aber eine Stunde länger nicht.
00:26:45: Also das waren ja auch schon... Kannst du sich nicht verbrennen?
00:26:47: Ja, ja!
00:26:49: Das reicht ihnen auch.
00:26:53: Was würden Sie jetzt am liebsten machen wenn es Sommer wird?
00:26:57: Für die Kinder ist Wochenende ausfahren was sie erst noch haben Was mir alleine natürlich sehr schwerfühlt, ich kann da nicht hinfahren.
00:27:05: Ich darf kein Auto mehr fahren durch den Schlaghanfall.
00:27:09: Er hat sicher sein Verbot gekriegt auch von meinen Kindern, die mir denn sagen das ist sehr unzufrieden mit der GES für die allene Gesundheit und auch die Gefährdung anderer Leute.
00:27:20: Wenn man in so einem Krankheitszustand Auto fährt, das darf man nicht.
00:27:25: Dann haben sie mich überzeugt dass ich das nicht darf.
00:27:29: und was ich selbst... gerne unternehmen würde, was mir fehlt durch die Krankheit.
00:27:34: Dass man irgendwo hinfahren kann und eine größere Reise unternehmen kann.
00:27:39: Wir haben als mein Mann noch liebt und wir konnten viel Schiffreisen gemacht sowohl mit den größeren Schiffen als auch Flussdampfer.
00:27:51: Das war immer sehr schön, sehr unterhalten sein, sehr aufflussreich.
00:27:56: Mit Sommer verbinde ich Ferien.
00:28:00: Das war ja, als ich Schuljunge war.
00:28:03: Als ich nachher direkt Student war, gab es auch Ferien.
00:28:09: Dann ... als ich gearbeitet hab, war's so oft so... Man hatte Familie.
00:28:19: War's ja oft so, dass man mit den Kindern in Urlaub fahren wollte und das wurde dann auf oftmals nicht immer, aber auch mit berücksichtigt dass man im Sommer Urlaub bekam.
00:28:41: Denn für uns sind eigentlich immer fest wir möchten gerne im Sommer an die See.
00:28:53: Ja nun wenn viele Leute sagen ja wir wohnen in Rostock an der See Aber wir möchten noch viel Dich an der Seese sein Sie möchten ganz an der seese ein ganz also so dass wir jeden Morgen ins Wasser gehen können.
00:29:10: Das verstehen wir darunter, dass wir das gerne mögen und deshalb sind wir mit dabei.
00:29:20: Und das haben wir auch ganz intensiv genutzt indem wir über viele Jahre direkt in Prerovan In der Seenobstation, die ja ganz dicht am Wasser war und dann wenn es da nicht ging, dann waren wir auf der Insel Hiddensee.
00:29:50: Und da waren wir in einer Seenostation auch ganz dicht an dem Wasser.
00:29:55: also das war uns immer gegeben und da sind wir auch sehr dankbar dass wir das erleben konnten, dass wir so dicht im Wasser waren.
00:30:08: Wir haben dabei oft auf Komfort verzichtet.
00:30:15: Zum Beispiel hatten wir in der Sehmposition keine Dusse gehabt, also das haben wir dann verzichtet.
00:30:22: aber wir gingen jeden Morgen ins Ostsee und dachten nur so wenn wir da im Wasser sind dann reicht uns das.
00:30:37: Wir waren draußen wie fünf Kinder haben getobt.
00:30:42: Meine Mutter war schwer krank, an Difterie erkrankt.
00:30:47: Das wussten wir nicht, dass sie so schwer kranger war und das war ja so ein einsamstehendes Bauernhaus.
00:30:53: Das war ja ganz primitive Kultur wenn man überhaupt von Kultur sprechen kann.
00:31:00: Und da waren die Flüchtlinge Die haben sich an diesen Bauernhäusern angesiedelt Irgendwo mussten sehr bleiben und es war eine alte Frau aus Und wir haben diese Frau geärgert.
00:31:15: Oh nein!
00:31:18: Sie hat unsere Mutter beschützt, aber das wussten wir ja nicht, dass die Mutter so schwer krank war und wir haben Frau Kamschat geärgert.
00:31:29: Die Flitze hinter uns her und wir fümmen vorne weg um das Haus rum.
00:31:34: Diese Frau hat ansonsten viel Schafwolle gesponnen.
00:31:40: Wir wurden alle mit Scha... Baderanzüge aus Scharfhäule können sich sowas vorstellen.
00:31:46: Ja, wir hatten ja nichts anderes und irgendeiner hat eben den Baderansuch aus Schafhäulen gestrickt.
00:31:52: für uns denn da wo ich gewohnt habe schwimmt ein kleiner Fluss der heißt Nebel.
00:32:03: Ein ziemlich schneller Fluss teilweise Und in der Nebel konnte man eben baden.
00:32:09: Die ist saukalt gewesen, aber so konnte man baden und da hatten wir eben Badelsäuche aus Schafwolle.
00:32:16: Wie badet sich das denn mit Badeanzügen aus Schaffwolles?
00:32:20: Ja, wer kann ja nichts anderes?
00:32:23: Wir kannten doch keine anderen Baderanzüge.
00:32:25: Das war ein ganz normaler Bader-Anzug Das war für uns normal Das Zeug kratzte sowieso.
00:32:31: Wir hatten ja auch Schlüpfer unterhosen alles aus Schärfwollee.
00:32:36: Es gab ja nichts.
00:32:38: Er gab es überhaupt geschäftigt und wenn, dann kam er sie nicht in der Nähe des Krakow.
00:32:44: am See war das nächste und Güstero.
00:32:49: Da zwischendurch liegt dieses vergammelte Dorf.
00:32:52: Welche Freuden hatten Sie im Sommer als Kind?
00:32:56: Ja, das Baden-Internebel war wohl der höhere Punkt.
00:32:59: Ansonsten mussten wir arbeiten auf dem Bauernhof.
00:33:03: Monkapseln abflücken im Sommer.
00:33:07: Wir kriegten ja Pläne zum Anbauen, das und der Bauer anzubauen.
00:33:12: Und unter anderem hat er noch nie Mohnen angebaut.
00:33:15: Wir konnten nur die Kapseln ernten und abliefern, die wurden irgendwo aufs Gedroschen.
00:33:21: Es ging ja darum, die Bevölkerung in den Städten zu versorgen.
00:33:24: Unter anderem eben auch mit Mohn, Mohnöl oder was weiß ich nicht gemacht haben... ...und Mondstängel sind so hoch wie ich damals war!
00:33:33: Und Mond hat Borsten am Stil.
00:33:36: Ja, stimmt.
00:33:37: Die Kratzen!
00:33:39: Und dann haben wir den ganzen Tag Monkopseln geerntet und hatten irgendwie einen Behälter um.
00:33:46: Das war Sommer in Koppelow.
00:33:50: Ganz schlimmes Erlebnis hatten wir eben im fünfundvierzig als die Russen uns erschießen wollte weil die Jagdwaffen von meinem Vater noch in der Wohnung waren.
00:34:02: Dann haben sie Waffen in der Wohnung gewonnen und wollten sonst abmoksen.
00:34:07: Hinten an der Scheune hatten sie uns aufgereiht, und die Olga das war eine... Fremdarbeiterin?
00:34:14: Ja!
00:34:15: Die hat gesagt sind gute Leute gewesen.
00:34:17: und naja ob wir immer gut zu Olga waren weiß ich nicht.
00:34:23: jedenfalls hat sie diese Situation gerettet und entspannt.
00:34:26: da aber dieser Angst die ist geblieben dieses Stendio erschrecken Wenn hier irgendwas ist, dass ich mich so furchtbar erschrecke.
00:34:39: Das ist geblieben aus dieser Zeit.
00:34:44: Im Sommer hat sich alles bei uns an der Mulde abgespielt.
00:34:48: Hinterm Haus hatten wir gleich die Zwickauer Mulden und da sind wir alle durch unseren Garten auf die Wiese Mehmelswiese und haben dort gespielt.
00:34:59: Das war unser Refugium.
00:35:02: Da haben wir richtig schöne Kindheit.
00:35:06: war auch eine kleine Sandbank, wenn man nicht so schwimmen konnte.
00:35:09: Wissen Sie das?
00:35:10: man Heid hatte und meine Oma hat mir sogar Schwimmkissen genäht?
00:35:16: Das ist wie so kleine Ausstoffe zwei Taschenschiecher zusammen dann überkreuzt noch zwei Bänder dran und da habe ich mich dann ins drauf gelegt.
00:35:29: aber die Jungs haben ja dann manchmal mit nacher Loch reingestochen.
00:35:34: Mit nem Nagel?
00:35:35: Ja, na irgendwas sie hatten.
00:35:37: Und nein wie gemein!
00:35:38: Na ja aber ich konnte dann schon...kunde ich dann schon schlüpfen.
00:35:42: Also Sie sind nicht untergegangen?
00:35:43: Aber es war so eine Sicherheit.
00:35:46: also das sehnte was die Oma auch aus einfachen Sachen gemacht hat.
00:35:50: ne.
00:35:50: Ja und ich hätte gar nicht gedacht dass das funktioniert.
00:35:53: Die blasen sich auf.
00:35:55: schmeißen sie mal ein Ein kleines Leinsexchen, also nicht so festes.
00:36:00: Nur solche dünn mit Taschentischer waren diese.
00:36:04: Das bläß sich auf und da hatte ich ein Schwimmkissen.
00:36:09: So einfach ging's?
00:36:10: Ja!
00:36:11: Und Prinz war immer dabei.
00:36:13: Prinz durfte immer mitkommen.
00:36:15: Der schwammt dann mit.
00:36:17: Ach, Prinz der Hund konnte auch schwimmen ja?
00:36:20: Ja, Hunde können gut schwimmen.
00:36:25: Zunächst denke ich mal an die Sonne die ja das eigentlich bedeutet, dass es Sommer ist.
00:36:36: Und dann habe ich die schönen Bäume hier vor dem Fenster und sehe dann noch ob es windig oder nicht windig ist.
00:36:49: Heute ist ein windiger Tag aber ich finde das lustig wenn die roten schönen Äste Da sind ja die Blüten hier zu sehen, dass es hin und her wackelt und schüttelt als wenn sie sich alle gegenseitig begrüßen.
00:37:18: Ich habe dann immer so eine kleine Geschichte bei mir im Kopf.
00:37:23: Ich sitze hier und dann sehe ich das unterschiedlich.
00:37:28: Mancher Baum bleibt ganz still mit den Blättern Und andere, der dreht sich hin und her.
00:37:36: Und fühlt am liebsten alles wie abschütteln... ...und dann fängt das wieder von vorne an!
00:37:44: Ich kann es aushalten.
00:37:46: Ich gucke öfter mal rum hier.
00:37:50: Da sehe ich die Autos gar nicht.
00:37:52: Dann gucke ich immer so in die grüne Bäume mit den vielen Blättern.
00:38:02: Sie mögen gerne das Grün und die Natur?
00:38:04: Ja, die Farbe ist ja gesund für die Augen.
00:38:08: Und überall wo ich jetzt hingucke außer den Autos... ...ist es ja grün!
00:38:16: Das ist sehr schön.
00:38:18: Heute besonders da ist ein Baum viel besser sein als der andere mit seinen Winken.
00:38:29: Am Sommer denke ich gerne an meine Kindheit zurück Und weil ich der Meinung bin, es gibt für ein Kind nichts Schöneres als Sommer auf dem Lande zu verleben.
00:38:42: Da denke ich an Körgwitz, einen Dorf hinter Ribniz wo ich zwei bis drei Sommer verbracht habe und das war ein großer ehemaliger Bauernhof, der uns zugewiesen wurde für eine Schule meiner Mutter und da war ein grosser Garten ein großer alter Birnbaum, da hängt die Schaukel drin auf der ich gerne gesessen und geschaukelt habe.
00:39:11: Und dann war da ein Flaumbaum wo ich viel dringesessen habe und Märchen gelesen habe und dann natürlich in meiner Fantasie mich selbst in diese Märchen eingebracht habe, mich als eine der Figuren sozusagen identifiziert.
00:39:31: Und von diesem Flaumenbaum aus konnte ich die Dorfstraße überblicken.
00:39:37: Sehen wir da lang geht, wurde aber selbst nicht gesehen.
00:39:40: das war wunderschön für mich und ansonsten bin ich also liebend gerne durch die Wiesen gestromert habe auf der Wiese gelegen mitten im Grast.
00:39:52: damals waren die Wiesn noch üppig und oben war ein schwarzer Punkt die Lärche.
00:40:00: Ich habe den Lärchen zugehört, etwas was man heute leider nicht mehr antrifft in der modernen Landwirtschaft.
00:40:08: Der Gesang da oben und man selber lag im hohen Gras und die Blume herum duften.
00:40:15: Das war ja wirklich ... das waren noch üppige Wiesen!
00:40:18: Und es klingt paradiesisch, wenn man das heute vergleicht?
00:40:22: Ja, als Kind betrachtet man das ja nicht nach... Nutzmöglichkeiten oder nach Bequemlichkeiten, sondern man genießt das einfach.
00:40:34: Ich habe eine rege Fantasie gehabt glaube ich.
00:40:39: Ich hab mir immer Geschichten ausgedacht in denen natürlich eine wichtige Rolle gespielt haben ist klar und bin auch gerne über die Kuhweiten gestromert und in den frisch gefallenen Spinat reingetreten.
00:40:57: Das heißt, von dem Kühnwest was die Kühe fallen ließen das war so schön warm.
00:41:03: Aber mit Absicht reingeten?
00:41:04: Ja!
00:41:05: Mit Absicht reingetreten.
00:41:06: Aber ich hoffe nicht Barfos.
00:41:08: Natürlich!
00:41:09: Also im Sommer liefen wir als Kind doch auf dem Lande nur Barafos.
00:41:14: Nein, das war schon sehr schön grün und es war so angenehmer mit den Füßen.
00:41:20: Ich nicht alleine.
00:41:22: Da waren ein paar Kinder da in dem Dorf und das fand ich schön.
00:41:28: Und dann sind wir natürlich in die Obstgärten von anderen geklettert und haben die Sommerscheiben, die ersten Äpfel im Jahr geflückt.
00:41:40: Wenn der Bauer kam mit dem Stock drohte ... Dann haben wir uns im Spargelkraut versteckt.
00:41:47: Da sind wir schnell runter und sind da reingekochen, weil wir natürlich Angst hatten, wenn er mit dem Stock droht.
00:41:54: Aber es war zu verführerisch!
00:41:57: Und allzu viel hatte man damals als Kind ja nicht zu essen nach gleich nach dem Kriegsüßigkeiten sowieso kaum.
00:42:05: also waren die Sommerscheiben doch was Schönes.
00:42:12: Natürlich hat das uns auch Spaß gemacht, in den Bauern zu ärgern.
00:42:16: Ich finde nach wie vor bedauere Kinder die ihre Kindheit nur in der Stadt verbringen müssen und es war alles nicht bequem, nicht das Plumps Klo im Garten oder der Eimer in der Scheune in so einer abgeteilten Ecke und so.
00:42:34: aber das hat ein als Kind alles gar nicht gestört Weil es so viel Möglichkeiten bot vom Heuboden runterspringen, was ja natürlich auch gefährlich war.
00:42:47: Hätte ganz anders ausgehen können nicht und wir sind auch von den Stromieten dann runter gesprungen oder haben uns unten durchgegraben.
00:42:56: Die hätten bloß einstürzen brauchen das wäre's gewesen.
00:42:59: aber auf die Idee sind wir als Kinder natürlich nicht gekommen.
00:43:03: Das war Abenteuer!
00:43:05: Das hat Spaß gemacht.
00:43:07: Ich kopeiste runter von oben auf den harten Boden.
00:43:12: Aber wir haben es alles überlebt, Kinder haben ein Schutzengel!
00:43:16: Und wir hatten immer Belehrungen in der Schule, dass wir das nicht machen sollen irgendwo bei den Stromieten spielen.
00:43:22: und dann haben wir's auch nicht getan?
00:43:25: Nein... Wir waren nicht Gehorsam.
00:43:29: ich habe auch öfter mal Sänge bekommen, weil ich nicht gehört habe.
00:43:34: Aber ich hab's trotzdem nicht gehört, hab es alles überlebt und denke eben heute noch sehr gerne daran zurück an die Freiheit und dass man so die Fantasie spielen lassen konnte sich als jemand ganz anderen da zu betrachten.
00:43:52: Es gab tausend Möglichkeiten und der Sommer war natürlich die allerschöneste Zeit.
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