25 Einzug ins Pflegeheim Teil 2, Gespräch mit Alexandra Wengel, Pflegefachkraft, Bachelor of Science in Pflege

Shownotes

Was sind Herzensdinge? Warum ist das Hinknien im Gespräch manchmal eine gute Idee? Weshalb lieben wir alte Möbel? Was kann eine Bäckerei für eine Freundschaft bedeuten? Fragen über Fragen...
Nachdem uns in der letzten Folge die Heimbewohner von ihren Erfahrungen mit dem Umzug ins Pflegeheim berichteten, komme ich diesmal mit Alexandra ins Gespräch, die seit Langem als Fachkraft in der Pflege arbeitet und uns unter anderem verrät, woran man ein gutes Pflegeheim erkennt und was Angehörige und Mitarbeiter tun können, um den Senioren das Ankommen in der neuen Umgebung leichter zu machen. Insider-Einblicke, fachliche Einsichten und Einfälle aus dem Alltag in Pflege und Therapie...

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00:00:00: Willkommen bei unserem

00:00:01: Podcast

00:00:02: Ohren für Senioren.

00:00:03: Wir sind Almut

00:00:04: und Tinker!

00:00:06: In jeder Folge hören wir einen Menschen zu, der auf ein eigenes langes Leben zurückblickt.

00:00:12: Wir möchten zeigen dass Heimbewohner durchaus noch viel zu sagen

00:00:15: haben

00:00:16: und das es sich lohnt ihnen zuzuhören Denn jede Stimme zählt und jedes Leben hat

00:00:22: etwas zu erzählen.

00:00:29: Diese Folge wird ein bisschen anders als die anderen denn wir hören heute Keinem Heimbewohner zu.

00:00:37: Alexandra, stelle dich doch mal vor!

00:00:40: Ja ich bin Altenpflegerin seit vielen, vielen Jahren und zusätzlich Trauerbegleiterin, Palliativfachkraft Praxisanleiterin.

00:00:53: ja ganz viele Sachen habe studiert.

00:00:55: mir liegt die stationäre Pflege sehr am Herzen oder ja arbeite mit Herzblut Und du hast mich gefragt.

00:01:03: Wir arbeiten ja schon eine ganze Weile auch zusammen und sehr gut zusammen, darum dachte ich jetzt muss doch mal Alexandra hier zu hören sein!

00:01:12: Wir haben uns das Thema Heim-Einzug ausgesucht und möchten darüber sprechen was es bedeutet in einen Pflegeheimen zu ziehen, was aus Sicht der Pflege oder aus therapeutischer Sicht getan werden kann um den Übergang leichter zu gestalten damit dass ein Zugserlebnis möglichst gelingt.

00:01:31: Denn der Umzug ins Pflegeheim ist oft sehr negativ besetzt, wird auch manchmal so dargestellt in der Presse oder Fernsehen und ist mit vielen Ängsten besetzt.

00:01:44: Ja sind ja immer diese Schlagzeilen die man damit verbindet.

00:01:48: das ist so das letzte Zuhause.

00:01:53: Und für viele Bewohner gibt es da aber Ganz dunkle Bilder habe ich festgestellt.

00:01:58: Sie sie noch von früher in sich tragen, denn früher wurden ja die meisten Menschen zu Hause gepflegt.

00:02:05: aber es gab Vereinsen auf Pflegeheime, die ziemlich gruselig gewesen sein müssen wo sehr viele Menschen in einem Saarlagen oder so.

00:02:14: und diese Bilder suchen unsere Bewohner und Bewunderinnen

00:02:17: natürlich

00:02:18: auch noch heim.

00:02:19: Ja viele sind sehr positiv überrascht, also einigen Zeit nach dem Einzug wie toll das eigentlich ist oder wie schön und ja.

00:02:30: Und wir wollen es heute auch nicht verherrlichen, wir wissen es gibt viele negative Seiten und doch auch sehr viele positive.

00:02:38: Unser Anliegen ist es auch dem diesem Gespenstpflegeheim vielleicht mal ein bisschen den Schrecken zu nehmen und praktische Tipps zu geben.

00:02:47: Alexandra du bist ja hier vom Fach.

00:02:49: was gibt es überhaupt für Bedingungen um in einem Pflegeheim zu kommen um dort aufgenommen zu werden?

00:02:56: Ja, also im Grunde kann jeder in ein Pflegeheim ziehen.

00:03:00: Aber es gibt einen großen Unterschied dabei wer die Kosten übernimmt und das ist natürlich immer der entscheidende Faktor.

00:03:08: Der häufigste Fall sind Menschen mit einem anerkannten pflegengrad Das heißt ein pflegegrad zwei bis fünf.

00:03:16: der pflegerat ist sozusagen die Ja, Maßeinheit für die Selbstständigkeit eines Menschen kann man so sagen.

00:03:23: Also wie viel Unterstützung ein Mensch im Alltag benötigt und je mehr Unterstützung er benötigte, je höher ist der Pflegegrad.

00:03:32: Und die Pflegeversicherung zahlt bei vollstationärer Pflege also im Pflegeheim pauschale Leistungen.

00:03:39: Je pflegegrad für bestimmte Sachen, pflegelbedürftige Anwendung Betreuung und medizinische Behandlungspflege.

00:03:48: Zusätzlich entstehen auch noch Kosten für die Bewohner, für Unterbringung, Verpflegung und Investitionskosten.

00:03:56: Und für einen Einrichtungseinheitlichen Eigenanteil Es gibt Menschen mit einem anerkannten Pflegegrad eins.

00:04:04: Die können natürlich auch in ein Pflegeheim ziehen.

00:04:07: Das ist allerdings sehr selten weil die Pflegefersicherung nur einen sehr geringen Zuschuss zahlt.

00:04:14: und alle restlichen Kosten die dann so auftreten die müssen dann privat getragen werden und da gibt es bessere oder günstigere Möglichkeiten, sich Pflegeleistungen zu suchen.

00:04:30: Die Kosten hast du ja schon angesprochen?

00:04:31: Die sind auch sehr gestiegen in letzter Zeit.

00:04:35: Ich erinnere mich noch als ich angefangen habe im Bereich zu arbeiten.

00:04:38: Das ist jetzt schon fünfzehn Jahre her.

00:04:40: Da sind viele alte Menschen einfach so in Anführungsstrichen noch ins Heim gezogen, weil sie sich sagten auch ich bin so allein und ich brauche mal ein bisschen Gesellschaft und die haben mitunter auch noch zehnten Jahre da gewohnt.

00:04:54: aber Jetzt ist die Tendenz natürlich eine andere durch die gestiegenen Kosten.

00:04:59: Ja jetzt findet der Einzug immer wirklich sehr sehr spät und an einem sehr hohen Alter statt.

00:05:06: ja das habe Ich auch beobachte angefangen, hab zu arbeiten da.

00:05:12: In diesem Bereich sind die Leute so mit Achtzig eingezogen und mittlerweile hat sich das um zehn Jahre nach hinten verlagert.

00:05:19: Jetzt sind meistens immer schon Anfang neunzig.

00:05:23: Oft auch schon sehr krank dann, sodass es ja auch eine kürzere Zeit ist wo sie da sind.

00:05:29: und das ist für alle oft auch eine Herausforderung, sich dann überhaupt noch gut einzugewöhnen Kontakte zu knüpfen und auch für uns als Mitarbeiter manchmal nicht so leicht den Menschen noch gut kennenzulernen, um ihn dann jeweils begleiten zu können mit all seinen Wünschen und Bedürfnissen.

00:05:49: Wegen der hohen Kosten wird versucht dass Menschen möglichst lange zu Hause bleiben.

00:05:53: das ist sicherlich gut und jedem zu wünschen aber manchmal geht es halt auch nicht anders und da kämpfen viele auch mit einem schlechten Gewissen viele Angehörige.

00:06:03: Ich denke, die häusliche Pflege ist nicht immer das Non plus Ultra.

00:06:06: Weil viele sich auch damit sehr überfordern und glauben, jemanden ins Heim abzuschieben wäre eben falsch.

00:06:14: Das werden wir dieses Wort abschieben, damit verbunden noch was auch viele so ausdrücken.

00:06:19: Und ich erinnere mich sehr deutlich an eine alte Dame, die mir mal in einem Gespräch erzählt hat Sie hätte ihren Mann zu Hause lange gepflegt und ihre Mutter, die auch sehr alt geworden ist in einer Zweiräumwohnung Plattenbau war das.

00:06:33: Sie hat praktisch diese beiden Kranken dort gehabt und der Mann ist dann verstorben.

00:06:38: Die Mutter lebte noch weiter und sie hat sie dann noch acht Jahre gepflegt und sagte Wissen Sie ich habe das noch niemandem erzählt aber Ich hab mir an jedem Morgen gewünscht dass meine mutter nicht mehr aufwacht.

00:06:50: Das ist mir so zu Herzen gegangen.

00:06:53: Sie hat hier alles geben wollen und alles gegeben, aber sie konnte einfach nicht mehr.

00:06:57: Und das drückte sich dann darin aus eigentlich in diesem Wunsch nach dem Tod der Mutter.

00:07:03: Das kann ja auch nicht die Lösung sein.

00:07:04: Dann ist es besser wirklich in einem Heim zu leben für den alten Menschen, wo man ihn besuchen kann, aber auch wieder nach Hause gehen

00:07:12: kann.

00:07:13: Ja, das sind so die Rollenverschiebungen, bestimmte Krankheitsbilder einfach entstehen.

00:07:21: Zum Beispiel bei Demenz, wenn dann der Ehepartner ja oder einfach nicht mehr der EhEPARTNER ist und dann der Pfleger und sich kümmert und aufopfert.

00:07:31: Vierundzwanzig Stunden sieben Tage.

00:07:35: Das ist einfach sehr belastend!

00:07:37: Und das ist natürlich eine große Erleichterung, dass es die Möglichkeit gibt, die Pflege in ein Pflegeheim zu übergeben seine alte Rolle zu finden, sich neu zu definieren.

00:07:50: Dann ist man doch wieder die Ehefrau und kann eine gemeinsame Zeit verbringen.

00:07:55: Genau!

00:07:55: Kann dann eben schöne Sachen auch miteinander

00:07:57: machen,

00:07:57: das nicht für die Grundpfleger verantwortlich?

00:08:00: Ja

00:08:01: ich finde das eigentlich ganz spannend.

00:08:03: Was glaubst du, woran Angehörige oder Bewohner ein gutes Pflegeheim erkennen?

00:08:08: Wir haben ja auch schon so einige Sachen zusammen gemacht und auch an Gehörigen treffen organisiert.

00:08:15: Wo es die Möglichkeit gab sich auszutauschen.

00:08:18: Und eine Sache, die mir so hängen geblieben ist Eine Ehefrau eines Bewohners Erzählte mir, wie glücklich sie ist mit der Wahl des Heims und wie schön.

00:08:31: Und wo sie sich fühlt und woran sie das eigentlich ausmacht.

00:08:36: natürlich an der Betreuung und wie lieb alle sind.

00:08:38: aber Sie findet es so schön wenn man in unser Pflegeheim geht oder unsere Einrichtungen dass es da nicht nach Urin riecht.

00:08:47: Und ja, es ist ein wichtiges Qualitätsmarkt.

00:08:51: Das klingt lustig!

00:08:53: Aber ich hatte gerade genau den gleichen Gedanken und habe überlegt ob ich das jetzt so als erstes sage dass man auf Gerüche achten sollte.

00:09:00: aber ich persönlich bin auch sehr geruchsempfindlich.

00:09:03: Ich hatte auch mal gesagt, ich könnte bei Wetten das auftreten und siebenundsiebzig Bewohnerzimmer am Geruch unterscheiden.

00:09:12: weiß ich genau, was diese Ankörige von der du eben erzählt hast meint.

00:09:16: Und es gibt ja auch Heime wo das so ist und wo das wirklich ganz schlimm riecht.

00:09:22: Das ist schon ein Kriterium ne?

00:09:24: Also ich denke schon dass ein gutes Heim eher nach Alltag riechen also nach frischem Kaffee oder nach dem Mittagessen oder bestenfalls halt neutral und sauber Genau, ist immer ein Wahnsignal.

00:09:38: Wenn das nach Urin riecht oder vielleicht auch nach Desinfektionsmitteln.

00:09:42: Weil so'n Pflegeheim is ja kein Krankenhaus.

00:09:45: So Krankenhäuser haben ja auch so'nen bestimmten Geruch.

00:09:48: Ja es soll ja ein Zuhause sein.

00:09:50: Richtig!

00:09:51: Das Pflegeheim soll das neue Zuhausesein im eigenen Zimmer, dass so möglichst schön eingerichtet werden darf und dann eben auch den Gemeinschaftsräumen und den Fluren... Und ich denke, es gibt ja auch noch einen Unterschied zwischen Sauberkeit und Ordnung.

00:10:06: Also Sauberigkeit wäre mir dann absolut wichtig, gerade wenn so viele Menschen in einem Gebäude sind, so viele alte kranke Menschen.

00:10:14: aber Ordnung aus therapeutischer Sicht muss es gar nicht so extrem viel Ordnung sein.

00:10:19: Da wär's sogar schön, wenn auch mal was rumliegen dürfte.

00:10:22: Was Anregungen bietet zur Beschäftigung gerade für unsere Menschen mit Demenz?

00:10:26: Dass da mal ein Bildband liegt oder Kuscheltiere irgendwas, was man anfassen begreifen ertasten kann womit man sich beschäftigen kann als alter Mensch denn wir haben ja auch viele sogenannte Läufer also Menschen mit demens die eine Unruhe an sich tragen und hin und her gehen da wäre, womit sie sich beschäftigen können würden die auch mal innehalten.

00:10:51: Das ist durchaus nicht schlimm wenn es ein bisschen unordentlich wäre in dem heim.

00:10:57: also ich würde gucken wenn ich jetzt als Angehöriger neu mir ein heim aussuchen möchte würde ich gucken liegt da schmutzige wäsche rum stehen die türen auf dass ich reinschauen kann was bei der pflege passiert.

00:11:10: Dann

00:11:11: liegt da ein Kontinentsmaterial auf dem Flur oder im Zimmer, du, das gibt es.

00:11:15: Da wird die grüne Lampe betätigt wenn jemand in der Pflege aktuell ist.

00:11:20: Normalerweise wird dann eben das grüne Licht angemacht,

00:11:22: d.h.,

00:11:23: da ist die Pflege drin und wenn's klingelt, leuchtet das rot.

00:11:27: aber es gibt auch Heime wo das überhaupt nicht benutzt wird, dass keine Aussagekraft mehr

00:11:31: hat.

00:11:32: Das, was du beschreibst ist auch so ein bisschen die Atmosphäre.

00:11:35: Die in dem Pflegeheim her sitzen und die Bewohner in ihren Zimmern alleine fest oder sieht man Leben in den Gemeinschaftsräumen verbringen die Bewoner gemeinsame Zeit miteinander.

00:11:47: das ist natürlich auch individuell immer unterschiedlich.

00:11:51: nicht jeder Mensch mag das oder hat das gleiche Bedürfnis nach Gemeinschafter Und dann ist es auch in Ordnung, aber ja.

00:11:59: Es sollte Leben zu spüren sein, ne?

00:12:01: So Gemeinschaft finde ich und man sollte auch auf das Personal achten.

00:12:05: wie du gesagt hast Ja wird im Vorbeigehen gegrüßt und ja gehen die Pflegekräfte In Augenhöhe mit den Bewohnern.

00:12:15: also wenn jemandem reuscht besitzt Dann kann man sich auch ruhig zum sprechen dazuhocken oder werden die Bewohner überhaupt respektvoll angesprochen.

00:12:25: Die Gedanken habe ich mir vorher auch gemacht, das lässt sich ganz gut herausfinden.

00:12:30: wenn man ein paar Mal in so einem Heim ist bekommt man diese Gespräche mit zwischen Pflegekräften und Bewohnern und wenn dann alle gedutzt werden beispielsweise ist es mal ein Alarmsignal.

00:12:44: aber auch da hier muss man natürlich wieder aufpassen denn beim Menschen mit Demenz Darf man das manchmal mit Ihrem Nachnamen nichts mehr verbinden?

00:12:53: Dann machen wir es ja auch vereinzelt.

00:12:56: Genau, dann ist das so abgesprochen

00:12:59: und ist das in Ordnung dass gerade Frauen die den Namen, denen sie nach ihrer Hochzeit angenommen haben eben nicht mehr als etwas erkennen was sie mit sich selbst in Verbindung bringen.

00:13:09: dann würden wir halt auch Charlotte oder Emma sagen dürfen.

00:13:13: Aber es ist was anderes, wenn man hören würde auf den Flur.

00:13:16: Ja loslott die rauf aufs Klo oder Helga jetzt zieht ich aus?

00:13:20: Oder so?

00:13:20: das ist auf jeden Fall schon mal.

00:13:22: Nee

00:13:22: genau Respekt zeigt sich auch im Kleinen, obwohl dem Betreten eines Zimmers angeklopft wird und auch wie Hilfe angeboten wird.

00:13:32: also geduldig unter Ruhe.

00:13:36: Und ich würde mir auch den Veranstaltungsplan anschauen, was da angeboten wird und schauen ob es auch etwas passend ist für Menschen mit Demenz.

00:13:45: Wir haben ganz viele Demenzkranke, Heimbewohner überall.

00:13:50: Was mir auch noch wichtig wäre, dass wir die Männer nicht aus dem Blick verlieren.

00:13:56: Es leben ja tendenziell viel weniger Männer in den Heimen als Frauen.

00:14:01: Ich finde, die Beschäftigungsangebote passen oft eher zu Frauen leichter zu händeln ist und die dann ein bisschen stricken oder hekeln wollen, oder basteln.

00:14:11: Aber das was für Männer interessant wäre, ist schwer umzusetzen manchmal, irgendwelche Werkstätten wären ja toll.

00:14:22: in der Generation gab es noch diese Rollenverteilung und viele Heime sind eher auf die Bedürfnisse von Frauen ausgelegt.

00:14:30: vielleicht einen Garten oder irgendwas tüfteln

00:14:34: Einfach eine Werkbank oder irgendwas schleifen, sägen, reparieren.

00:14:42: Das wär cool!

00:14:44: Oder vielleicht auch drauf achten... Die Essensituation wird Menschen die nicht mehr selbstständig essen können.

00:14:53: Wie wird denn geholfen?

00:14:55: Wird sich Zeit gelassen mit dem Essen reichen stehen genug Getränke bereit also hat jeder die Möglichkeit, was zu trinken.

00:15:05: Weil es hört sich jetzt vielleicht irgendwie ein bisschen komisch an aber das ist einfach vielen Menschen im Pflegeheim nicht möglich ne?

00:15:13: Die müssen da schon in Reichweite stehen haben um daran zu kommen oder sogar auch angereicht bekommen und ja wird darauf geachtet.

00:15:21: auch sowas kann man sehen oder beobachten.

00:15:23: Haben das alle im Blick.

00:15:25: Ich glaube diese Punkte die wir jetzt versucht haben zusammen geben schon ein ganz gutes Bild ab.

00:15:31: Ich würde mich nicht nur auf einen Konzept verlassen, denn Konzepte sind immer toll egal wo du hingehst und genau.

00:15:39: Und eben was Du auch gesagt hast die Betreuung, die Beschäftigung das gibt es für Angebote.

00:15:43: sitzen die Menschen den ganzen Tag da alleine sich selbst überlassen oder geht jemand auf sie ein?

00:15:50: wobei ich auch sagen muss dass es auch Pausen geben muss.

00:15:52: also wir können auch gerade unsere Menschen mit dem menschen nicht permanent beschäftigen brauchen genauso eine Pause wie wir auch mal.

00:16:01: Dann gucken wir mal, was wir uns als Nächstes überlegt haben.

00:16:05: Was gibt's überhaupt für Gründe?

00:16:06: Für einen Heimeinzug?

00:16:08: Ja es gibt Momente im Leben da erinnert sich einfach alles von einer Sekunde auf die andere.

00:16:15: oft ist das ein Sturz oder ein Schlaganfall und plötzlich ist der Alltag wie man ihn kannte nicht mehr machbar.

00:16:24: Also Dinge, die für selbstverständlich gehalten werden.

00:16:27: Das Anziehen, Treppen steigen oder der Gang zur Toilette werden einfach ohne fremde Hilfe unmöglich.

00:16:35: und aber es gibt auch andere Gründe.

00:16:37: Manchmal reicht die Hilfe der Angehörigen oder das ambulanten Pflegedienstes nicht mehr aus weil eine medizinische Versorgung rund um die Urnot wendig wird.

00:16:47: Auch spielt das soziale Netz eine wichtige Rolle.

00:16:50: Also wenn keine Angehörigen vor Ort leben, ist die tägliche Versorgung nicht sichergestellt.

00:16:56: Oder der Ehepartner ist selber auch schon sehr alt und auch schon krank und kann das einfach gar nicht mehr schaffen.

00:17:04: Und dann wird das Fliegeheim sozusagen zu einem sicheren Hafen?

00:17:08: Ja,

00:17:09: wobei ich diese Fälle ganz besonders schwierig finde, wenn ein Ehepardner noch Zuhause ist also dass einer ins Heim zieht weil es wirklich auch nicht anders geht in jedem Fall Und der andere wohnt noch in der Wohnung.

00:17:21: Da hab ich so beobachtet, dass das am schwersten ist für beide Seiten weil die so unglücklich sind mit dieser Situation.

00:17:28: also der Ehepartner hat das schlechte Gewissen und derjenige, der ins Heim gegangen ist es auch traurig.

00:17:36: Weil das man oft nicht so ganz versteht Waren sechszig, fünfundsechzig Jahre zusammen immer und plötzlich sind sie getrennt.

00:17:44: Das ist wirklich, wirklich schwer kann man sich, glaube ich, gar nicht vorstellen.

00:17:48: Ich hatte das bei meinen eigenen Großeltern auch und es brauchte lange bis die Sicht hat.

00:17:54: zurecht geruckelt hatten in der Situation Die Oma konnte nicht mehr gut hören und der Opa hat ganz leise gesprochen wegen seines Parkinsern Und die haben die gemeinsame Sprache gefunden über's Muntamunika-Spiel weil mein Opa dann immer am Bett saß, wann Oma halt ihr Muntaminica vorgespielt hat.

00:18:10: Das war so schön

00:18:12: Aber ist ja eigentlich trotzdem noch schön wenn dann der eine Ehepartner noch zu Besuch kommen kann.

00:18:19: Es gibt ja auch die Fälle, dass jemand ins Pflegeheim zieht und man in Gesprächen von den Angehörigen den Kindern mitbekommt, das der andere Ehepardner in einem anderen Pflegeheim einen Platz bekommen hat.

00:18:34: Die sehen sich eigentlich so gut wie gar nicht mehr.

00:18:36: Also ganz selten.

00:18:38: Kinder sind eher damit beschäftigt, von dem einen Heim ins andere zu fahren.

00:18:43: Das finde ich immer ...

00:18:45: Das ist ja die denkbar unnötigste Situation.

00:18:49: Ja, das sind die Gründe.

00:18:50: oder es ist ja auch ein Grund ins Heim zu ziehen wenn die Demenz so überhanden und manche sind ja körperlich noch richtig agil?

00:18:58: Ja meistens wenn eine Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt also weil die dem Menschen soweit fortgeschritten ist, dann wird vergessen den Herd auszuschalten oder der Mensch mit Demenz verlässt seine Wohnung.

00:19:13: Oder isst gar nichts mehr und das wird manchmal auch sehr spät gemerkt dass die Person gar nicht mehr regelmäßig ist dringend.

00:19:21: Ja macht je Nacht zum Tag.

00:19:22: Das kann man als Berufstätiger, Angehöriger dann auch schwer kompensieren.

00:19:30: so wie will man das auffangen?

00:19:32: Ja, und in diesen Fällen ist wiederum die Einsicht schwer zu gewinnen.

00:19:37: Dann entscheiden die Angehörigen den Wohnortwechsel, den Heimeinzug aber der Mensch mit dem Menschen versteht das letzten Endes oft nicht mehr.

00:19:45: Nee, das stimmt.

00:19:47: Ja genau wichtig ist dabei die Unterscheidung immer wie zieht ein Mensch ins Heimeine?

00:19:52: Also gibt dann den selbstbestimmten Weg.

00:19:56: jemand erkennt oh ja ich brauche Hilfe Ich glaube, ich muss ins Fliegerheim ziehen.

00:20:01: Das mache ich jetzt und dann ist das so von einer positiven Grundhaltung begleitet.

00:20:08: Solche Bewohner haben wir auch die dann immer sagen sich so froh dass ich mich dafür entschieden habe und ihr seid so nett und das ist so toll wie schön ich es doch hier habe und ich muss nicht mehr kochen und hab einfach einen großen Ballast den ich abwerfen konnte und ich freue mich, dass ich mich dafür entschieden habe.

00:20:25: Und auf der anderen Seite gibt es dann diese Krisensituationen wo eine Entscheidung für einen Einzug oft unter Zeitdruck und ja aus Puder Notwendigkeit getroffen wird.

00:20:36: Oft passiert das natürlich im Anschluss an einer Krankenhausbehandlung zum Beispiel Schlageinfall oder nach einem Sturz.

00:20:44: Leider wird da nicht immer offen kommuniziert in der Familie, dass das Pflegeheim nicht nur eine kurzfristige Lösung sein soll.

00:20:53: Sondern sozusagen die endgültige Lösung ist.

00:20:56: und das ist dann immer eine schwierige Situation für uns.

00:20:59: Pflegekräfte weil... Das ist nicht unsere Aufgabe, die unangenehme Nachricht zu überbringen aber es ist denn doch unsere Aufgabe die Bewohner sozusagen vor einer Dauerlüge zu schützen.

00:21:13: Und dann muss man ins Gespräch kommen, das und zu ermutigen ehrlich zu sein und die Situation zu klären weil nur so ist es dem neuen Bewohner denn auch möglich sich einzugewöhnen.

00:21:27: Das kommt tatsächlich noch öfter vor als wir uns das vielleicht beide gedacht hätten.

00:21:32: dass man tatsächlich man muss es ja sagen die alten Menschen anlügt und sagt da bist du jetzt eine Weile bis es dir besser geht und ins geheim weiß ja die Tochter oder der Sohn, dass das nicht stimmt und natürlich diese Lösung für immer sein soll.

00:21:47: Da bin ich dann genauso ratlos manchmal wie du was schwierig.

00:21:51: Ich denke gerade dieses Thema Kommunikation wäre da auch im Vorfeld wichtig gewesen einfach schon mal mit den... eigenen Eltern oder Angehörigen zu sprechen.

00:22:02: Was passiert denn, wenn es dir mal schlechter geht?

00:22:05: Wenn du jetzt fällst, wenn du ins Krankenhaus musst, wie stellst du dir das vor?

00:22:09: Was hätten wir für Möglichkeiten?

00:22:11: und dann kann man natürlich auch noch aktiv gucken wo melden wir uns an in welchem Heim und müssen nicht aus der Not heraus irgendwo hin wo gerade was frei ist.

00:22:20: Das hört sich so einfach an.

00:22:24: Aber ich denke oft ist das nicht kommuniziert, auch natürlich von den Bewohnern selber weil wer möchte schon ins Heim?

00:22:35: und dann gibt es noch ganz oft in Familien unterschiedliche Ansicht.

00:22:41: welche Lösung ist jetzt die beste?

00:22:44: Ein Kinder sagen, ja das Pflegeheim ist doch super.

00:22:47: Die anderen finden eine vierundzwanzig Stundenpflegekraft wäre vielleicht die Lösung.

00:22:52: und naja in diesem ganzen Konfliktpotenzial passiert dann ein Einzug.

00:22:59: und ja das ist dann schwierig.

00:23:03: Ja sobald wie wir es vorher schon angemerkt haben eine Demenz dazu kommt lässt sich vieles nicht mehr

00:23:08: gut kommunizieren

00:23:09: weil es eben auch wieder vergessen wird.

00:23:11: nichtsdestotrotz Nach meiner Erfahrung sehr schön und entscheidend, wenn noch eine selbstbestimmte Entscheidung getroffen werden konnte.

00:23:20: So wie du das genau genannt hast.

00:23:22: Du kommst ja aus der Pflege.

00:23:24: was kann man aus Sicht der Pflege für die heimbewohner oder für die künftigen Heimbewunder tun um es ihnen leichter zu machen?

00:23:33: Die Grundvoraussetzung finde ich ist Empathie zeigen für diesen besonderen Moment des Einzugs.

00:23:42: Also stell dir vor, du musst morgen dein ganzes Leben in ein Koffer packen und in ein einziges Zimmer ziehen.

00:23:50: Das ist doch sehr beängstigend oder?

00:23:51: Auf jeden Fall!

00:23:53: Genau was nehme ich mit.

00:23:55: und ja immer wenn im Leben etwas Neues passiert dann ist man immer aufgeregt das ist altersunabhängig also dass es einfach etwas Unbekanntes was Ja mit Aufregung begleitet wird oder auch mit Ängsten.

00:24:08: Es ist Emotionales Erlebnis und viele Bewohner haben zu mir gesagt, am Einzugstag jetzt bin ich im Heim.

00:24:20: Das war immer so eine Feststellung.

00:24:23: Und das Wort heim ist dabei dann in den seltensten Fällen positiv besetzt gewesen.

00:24:31: Ja, mir erzählte mal ein Bewohner, dass sein Freund regelrecht Angst davor hatte, ihn im HeIM zu besuchen, sodass sie sich schließlich ... verabredeten, sich weiterhin beim Bäcker um die Ecke zu treffen.

00:24:45: Und seine größte Sorge war nicht die Pflegesituation an sich, der Grund war, warum er ins Pflegeheim gekommen ist sondern einfach die Frage schaffe ich noch lange den Weg zum Bäcker damit ich meinen Freund nicht verliere?

00:25:00: Ich denke so zieht jeder neue Bewohner mit seinen eigenen Sorgen ein

00:25:06: Ja, die wir auch nicht immer gleich überblicken.

00:25:08: gerade heute hat eine Bewohnerin zu mir gesagt, ja heim das ist was man immer doof findet.

00:25:15: Als ich fragte ob sie sich schon ein bisschen eingelebt hat jetzt nach einem halben Jahr.

00:25:19: Aber es ist auch schon der langen

00:25:20: Zeit eigentlich.

00:25:22: Ja und was kann man aus Sicht der Fliege tun?

00:25:25: Also wenn ein neuer Bewohner zu uns kommt wissen wir oft welche Medikamente er nimmt Aber wir wissen noch nicht, ob er früher ein leidenschaftlicher Gärtner war oder jeden Sonntag zum Gottesdienst gegangen ist.

00:25:40: Also aus pflegerischer Sicht ist es immer hilfreich die Biografie zu kennen um Vorlieben und Abneigung dann im Pflegealltag zu berücksichtigen.

00:25:51: also wir pflegen niemanden der grundsätzlich erst um acht Uhr aufsteht um sieben Uhr.

00:25:58: Nehmen wir als Beispiel jetzt einfach mal an, dass ein neuer Bewohner ein glühender Fußballfan ist und seit zwanzig Jahren jeden Samstag die Bundesliga-Übertragung im Fernsehen schaut.

00:26:09: Und auch dann sollte er das natürlich im Heim tun können.

00:26:14: Wenn er selber nicht mehr den Fernseher anschalten kann, sollten natürlich die Pflegekräfte dafür sorgen, dass der Fernsehr bereit steht.

00:26:22: Genau diese festen Zeiten geben dann natürlich eine Struktur und ein Gefühl von Normalität.

00:26:30: Und helfen sich dann heimisch zu fühlen, wenn man so altbekannte Rituale mitnehmen kann.

00:26:36: Ich glaube auch überhaupt die Struktur im Heim ist gar nicht so schlecht.

00:26:39: Das wirkt manchmal sehr star.

00:26:41: Es gibt ja zur ganz kleinen Zeit einen Mittag oder Abendbruch.

00:26:45: Die Veranstaltungen sind immer in bestimmten Zeitfenstern aber es wird sicherlich auch viel Halt und Struktur in den Tag bringen.

00:26:54: Woran man sich orientieren kann.

00:26:56: Es ist durchaus schon so, dass viele von den Bewohnern heimisch werden und das Heim auch als ihr Zuhause akzeptieren und sich wohlfühlen.

00:27:10: Wir hatten mal eine Bewohnerin, die ins Krankenhaus musste und am Tag ihrer Entlassung ging die Fahrstuhltour auf.

00:27:18: Und sie wurde, der sie es gebracht worden im Krankentransport.

00:27:24: Ich stand zufälligerweise bereit und sagte, Mensch.

00:27:29: Wie schön, dass du da bist!

00:27:32: Die haben mir doch erzählt ich muss ins Heim.

00:27:35: Sie war ganz entsetzt, dass sie in einem Heim sollte.

00:27:38: Weil sie hat das so als ihr Zuhause angenommen.

00:27:41: Das war eigentlich sehr schön.

00:27:43: Das ist ein schönes Erlebnis.

00:27:46: Kann ein Zuhauser werden?

00:27:48: Ja auch mit neuen Freundschaften.

00:27:51: Es

00:27:52: ist wirklich so, wenn wir die Menschen dann zum ersten Mal sehen im Rollstuhl sehr krank sichtlich geschwächt.

00:28:02: Wir wissen tatsächlich nicht welcher Mensch dahinter steckt und deshalb arbeiten wir zu viel mit den Biografien und deshalb mache ich ja unter anderem auch den Podcast mit Tänke um zu gucken was sind da für Geschichten?

00:28:14: Was steckt in diesen Menschen?

00:28:16: Wir haben ja dazu keine Bilder viele, die wir interviewt haben liegen Fest im Bett können gar nicht mehr aufstehen, sind sichtlich leidend und trotzdem lassen sie uns an ihrem Leben teilhaben.

00:28:27: Und für mich ist das auch immer ganz wichtig, weil ich da auch ganz viel Achtung und Respekt vor der Lebensleistung habe und eben nicht diesen schwer kranken Menschen nur vor Augen habe.

00:28:38: Ja wir kommen nach der Frage was Pflegekräfte oder Mitarbeiter tun können nochmal zu der Frage Was Angehörige tun können um den Übergang gut zu gestalten denn dann gibt es Vieles, was man richtig toll machen kann und auch was man leider verkehrt machen kann.

00:28:55: Stimmt?

00:28:56: Ja schön ist es immer wenn ein Bewohner in einen fertig eingerichtetes Zimmer einziehen kann.

00:29:04: ja oft ist das nicht möglich wie wir schon gesagt haben.

00:29:09: der Einzug aufgrund einer akuten Situation passiert aber ein leeres Zimmer mit einem Pflegebett erinnert zu sehr an ein Krankenhaus.

00:29:20: Das ist schon mal, finde ich, ein schlechter Staat, um gut anzukommen und die erste Nacht irgendwie gut zu verbringen ...

00:29:28: Ein bisschen gruselig?

00:29:30: Aber ins Zimmer mit einem eigenen durchgesessenen Sessel und der geerbten Kommode von Tante Frieda, das strahlt dann gleich so Sicherheit aus.

00:29:38: Und ja was auch ganz oft nicht bedacht wird, hängen sie lieber angehörige Bitte Familienfotos oder Fotokalender nicht dorthin, wo sie für Besucher gut aussehen.

00:29:52: Sondern direkt in das Sichtfeld des Bewohnern.

00:29:55: Also dort hin, wo er diese vom Bett aus oder im Sessel sitzen sehen kann.

00:30:00: Das sind ganz wichtige emotionale Rettungsringe bei Heimweh.

00:30:05: Sie beschäftigen sich schon sehr mit diesen Bildern.

00:30:09: Die helfen gut in traurigen Zeiten und gerade so ... In den ersten Wochen nach dem Einzug ist das wichtig.

00:30:16: Aber auch für uns ist es ja schön, wenn wir in einen Raum kommen wo ein Bild hängt und es ergibt sich daraus wieder ein Gespräch.

00:30:23: Man hat gleich eine Anknüpfungspunktion.

00:30:26: Hochzeitsbilder sind ausspannend.

00:30:29: Ein Umzug bedeutet immer zu Hause verlassen das über viele Jahrzehnte die eigene Heimat war.

00:30:37: Das neue Zimmer ist einfach viel kleiner als die gewohnte Wohnung.

00:30:44: Ja, es müssen jetzt nicht der Sessel sein oder die Komode.

00:30:48: Es gibt etwas was den Raum füllt ohne Platz wegzunehmen.

00:30:53: Wir beide haben das die Herzensdinge genannt.

00:30:56: also das sind Gegenstände an denen das Herz besonders hängt und die den eigenen Lebensweg repräsentieren.

00:31:04: ja diese Erinnerungstücke helfen sich in einer fremden Umgebung nicht mal ganz so fremd zu fühlen.

00:31:10: Das kann einfach ein Fotoalbum sein eine Sammeltasse oder ein Souvenir von einer Reise.

00:31:17: Ja, oder irgendetwas was völlig abwegig ist wo wir selbst nicht drauf kommen würden dass das jetzt einen Herzensding ist einfach etwas was die Seele braucht mehr hat.

00:31:26: doch mal als ich diese Herzensdinge fotografiert habe eine Bewohnerin eine Tasse hingestellt und eine ganz einfache Tasse und meinte ja meine Tochter hat gesagt du brauchst auch die alle Tasse nicht mehr die kann doch weg.

00:31:39: aber sie wusste ja nicht dass ich die für meine Seele brauche.

00:31:42: Ich habe das so gut verstanden, manche Dinge braucht man einfach für die Seele.

00:31:45: Wer weiß was für eine Geschichte diese besondere Tasse erzählt hat?

00:31:48: Da ist es natürlich schön wenn noch gemeinsam sortiert werden kann aus der Wohnung in dieses eine Zimmer wo nicht so viel Platz ist wie du sagst.

00:31:59: Dass die Kinder das vielleicht nicht alleine dann nur entscheiden

00:32:03: müssen.

00:32:04: aber das ist schwierig.

00:32:06: Wer wieder dieses Selbstbestimmte, weil man das den Umzug gemeinsam gestaltet und man sich das dann bestimmt aussuchen könnte.

00:32:14: Das nehme ich mit.

00:32:16: Das verschenke ich vielleicht als Erinnerung.

00:32:19: Es macht sehr viel mit der Akzeptanz im Anschluss.

00:32:23: Ich erlebe sehr viel hadern wenn... so was über den Kopf hinweg entschieden wurde.

00:32:28: Wenn irgendwelche Dinge weggeworfen wurden, natürlich nicht aus Bosheit aber auch Ausunwissenheit Das kommt noch nach Jahren im Gespräch.

00:32:36: Ja das und das habe ich ja nicht mehr.

00:32:38: Mein Lohn hat das weggetan Und wiederum ist die Akzeptanz viel schneller da mit dem Umzug und diesem neuen Umfeld wenn der Person weiß.

00:32:48: Ich hab mir selbst noch rausgesucht was ich wollte.

00:32:51: Eine Bewohnerin hat mit ihrem Enkel zusammen alle Bücher sortiert.

00:32:54: Das erzählt sie auch im Podcast und er hatte viele Kisten, und sie durfte bei jedem Buch dann sagen, in welchen Kisten das noch kommt was mitkommt, was da und dahin kommt... Und die ist voll aufzufrieden!

00:33:04: Sie hat alle Büchern, die ihr sehr besonders wichtig sind und das andere wurde eben verschenkt oder ins Antiquariat gegeben.

00:33:10: aber sie hat es entschieden.

00:33:11: Wenn ich jemand anders bin, dass möglich ist, ist das der Idealfall.

00:33:16: Ja, auf der anderen Seite ist es auch sehr wichtig das Zimmer nicht zu überladen.

00:33:22: Aus pflegerischer Sicht ist das Sturzrisiko.

00:33:25: also wer ein Rolator oder einen Rollstuhl nutzt braucht genügend Bewegungsfreiheit.

00:33:32: Also der Klassiker sind dann Schuhschränke die den Weg versperren und einfach der Wendekreis mit dem Bolator.

00:33:41: Und deswegen nicht funktioniert oder man ... Mit dem Rollstuhl, also wirklich das ist so eine Millimeter-Geschichte daran vorbeifahren kann.

00:33:51: Ja und Teppiche und Läufer sind auch oft türkische Stolperfallen ne?

00:33:56: Das sehen zwar schön aus aber ja es wird immer gesagt naja es soll ja gemütlich sein.

00:34:02: Ja was birgt einfach ein Risiko!

00:34:05: Das passiert sehr viel, also mit diesen Stolperfallen.

00:34:11: Also weniger Möbel bedeuten hier dann auch wirklich mehr Sicherheit eigentlich.

00:34:16: Ja gut, dass du das nochmal extra sagst!

00:34:18: Oft wird auch so ein kleines sofort in der Couch hingestellt und noch einen Sessel aber eigentlich sitzt nie jemand auf dieser Couch die steht ein... Man kommt mit dem Rollstuhl nicht wirklich zurecht.

00:34:31: Das muss man gut bedenken, was ist notwendig?

00:34:35: Bei uns im Pflegeheim ist das nur das Pflegebett und sozusagen der Nachttisch.

00:34:41: die hauseigenen Möbel sind, die zur Verfügung gestellt werden.

00:34:45: Aber es ist ja nicht in allen Pflegeheimen so ... In den Pflege- heim von meiner Oma zum Beispiel war noch ein Tisch, der gehörte im Immobilier mit drei Stühlen und ein riesiger Schrank, wie man sozusagen alles unterbringen konnte.

00:35:02: Da war das Zimmer schon...

00:35:03: Da ist ja nicht viel Spielraum!

00:35:05: Nee,

00:35:05: und da ist es dann auch schwierig, das so ein bisschen persönlich einzurichten.

00:35:10: Und also da gibt's auch große Unterschiede, ne?

00:35:13: Dafür konnte man natürlich dann dass alles nicht so vollstellen.

00:35:17: Ja finde ich dann aber bei uns schon eigentlich schöner wenn die eigenen Wöbel da sein

00:35:22: können.

00:35:23: Das ist besonders wichtig für Menschen mit Demenz, die eins ziehen.

00:35:29: Wir hatten schon manchmal den Fall, dass Angehörige es besonders gut gemeint haben und das neue Zuhause dann auch mit neuen und modernen Möbeln frisch aus dem Möbelhaus eingerichtet haben.

00:35:42: Ja, das rocht dann auch so schön!

00:35:47: Ja, Bewohner mit Demenz leben dann in ihrem neuen Zuhause wie in einem anonymem Hotelzimmer.

00:35:53: Sie stellt ihr vor der Mensch mit Demens wacht nachts auf und nichts um ihn herum ist vertraut.

00:35:59: also er verliert ja die letzte Orientierung die er noch hatte.

00:36:03: Also sollte schon drauf geachtet werden dass da möglichst viele Möbel mitgenommen werden können.

00:36:11: Die Erinnerung oder die auch ein Stück Sicherheit einfach ausstrahlen.

00:36:16: Und sie strahlen ja auch das Gefühl aus, dass ist mein Zuhause!

00:36:20: Denn Menschen mit dem Entsuchen ja häufig ihr Zimmer wissen nicht wo es ist.

00:36:24: Die Türen sehen ja alle gleich aus und wenn ich dann die Tür öffne da steht der alte Couch-Tisch und da hängt dieses Bild mit dem Schiff oder so.

00:36:36: Wissen Sie schon?

00:36:36: Das hat einen Bezug zu Ihnen.

00:36:38: aber Neu eingerichtete Möbelhausrechendezimmer ist, erkennen Sie es ja niemals als Ihres?

00:36:47: Ja genau viel geht auch über den Geruchssinn.

00:36:49: Also wenn man zum Beispiel dann am Einzugstag noch die Bettwäsche von zu Hause mitbringt das ist einfach ein Geruch der signalisiert dem Gehirn hier bist du richtig also das sorgt für viel Ruhr.

00:37:04: Dann ist für Menschen mit Demenz ja auch so Kontinuität in der Betreuung wichtig.

00:37:09: Schön wäre es natürlich, wenn das irgendwie möglich im Dienstplan zu hinzubekommen ist, dass eine Bezugspflegekraft für die erste Zeit einfach da ist.

00:37:21: Dass der Mensch mit demenz immer das gleiche Gesicht sieht und die gleiche Stimme hört.

00:37:27: Nur so kann Vertrauen aufgebaut werden, der Stressspiegel singt ... Das Pflegeheim kann sozusagen über diesen Weg akzeptiert werden, wenn da jeden Tag jemand anderes reinkommt.

00:37:41: Das ist schwierig!

00:37:42: Das ist sehr verwirrend und das höre ich dann auch oft in den Seelsorgegesprächen, dass die Menschen überhaupt nicht mehr wissen wo sie sind, wenn jetzt dauernd neue Personen auftauchen.

00:37:53: Manche Sachen machen wieder anders.

00:37:55: Jeder hat ja seine Art...

00:37:57: Der Klassiker ist kurz nach dem Einzug Der Mensch mit Demenz an der Tür steht, den Mandel schon anhört.

00:38:06: Den Rolator bepackt hat mit seinen Habseligkeiten und einfach mitteilt er muss jetzt nach Hause gehen Und er versteht einfach nicht die Situation im Kopf aber fühlt halt mit seinem Herz dass er halt woanders sein müsste.

00:38:22: was darf man?

00:38:24: Was muss man in so einer Situation tun?

00:38:27: das ist oft finde ich eine Beobachtung von mir, die nicht so richtig läuft.

00:38:33: Sei es vonseiten der Angehörigen manchmal aber auch von Kollegen.

00:38:40: Der erste Impuls ist immer mit Logik zu reagieren und ja zu sagen sie wohnt doch jetzt hier, aber das ist einfach die falsche Reaktion.

00:38:50: Die Wohnung ist schon

00:38:51: aufgelöst?

00:38:51: Ja, ihr Haus ist verkauft.

00:38:53: Jetzt wohnen Sie hier.

00:38:54: Aber das ist ja ein Schlag ins Gesicht.

00:38:56: Das löst Panik aus.

00:38:58: Auf gar keinen Fall hilft es, den Drang zum Weglaufen oder wird ja mit Hintenlauf-Tendenz betitelt.

00:39:06: Das hilft nicht in der Situation.

00:39:09: aus fachlicher Sicht korrigieren wir da nicht die Realität sondern validieren das Gefühl und dabei geht es darum die Gefühle und die Welt des Gegenübers als wahr und richtig zu akzeptieren auch wenn sie nicht mit unserer Realität übereinstimmen.

00:39:26: eine bessere Reaktion wäre dann zu sagen.

00:39:29: Ich sehe sie wohl nach Hause und erzählen Sie mir doch mal von ihrem Zuhause, hatten sie einen schönen Garten?

00:39:34: Und ja oft löst sich dann im Gespräch dieser Impuls auf und man kann die Situation entschärfen.

00:39:43: Wenn man dann versucht rauszufinden was ist das denn das Zuhauser können es viele auch nicht genau.

00:39:50: Manche denken tatsächlich an ihr Elternhaus auf.

00:39:52: Das ist nicht unbedingt die letzte Meldetresse?

00:39:55: Nein, das

00:39:55: ist eigentlich kaum je die letzte Meldeadresse.

00:39:58: Es ist einfach ein Ort, womit Geborgenheit verbunden wird, Schutz und Behütte sein.

00:40:04: Das versuchen wir ja dann auch aufzubauen im Pflegeheim letzten Endes.

00:40:11: Aber letztendlich sind sie natürlich nicht eingesperrt.

00:40:13: Und auch weil dem Mentor Mensch hat jederzeit die Möglichkeit ... das Fliegerheim zu verlassen.

00:40:20: Aus meiner Sicht ist es für alle Heimbewohner, aber speziell auch für Menschen mit dem Menster rausgegen ganz wichtig gerade jetzt wenn es so schönes Wetter ist und dass oft nicht so praktikabel für die Mitarbeiter weil sie Zeit nicht reicht um mit jedem jetzt rauszugehen was ich sehr der schade finde.

00:40:40: also ich würde fast an die oberste Stelle so mitstellen bei der Beschäftigung einfach raus an die Luft.

00:40:47: Ich glaube es würde vieles auch lösen, gerade den Hinlauf-Tendenz.

00:40:52: wenn man sich am Tag schon mehrfach bewegt hat und unterwegs war dann das können wir von uns selbst ja auch sind wir abends auch ganz anders müde auch zufrieden.

00:41:03: und was man da vielleicht als Angehöriger tun kann wenn die Zeit ist selbst viel rauszugehen oder vielleicht durchaus auch mal Jemand zu engagieren.

00:41:11: Es gibt auch Ehrenamtler, die das machen?

00:41:13: Ja, wollte ich gerade sagen... Also da sind wir immer dankbar wenn sich ehrenamtliche melden und wir haben ja auch bei uns zwei Herren, die sich da toll engagieren und wenn sie Zeit haben kommen und fragen kann ich was Gutes tun mit wem kann ich mal eine kleine Runde rausgehen?

00:41:30: und ja das kommt sehr gut an.

00:41:32: also man merkt schon dass das

00:41:34: die Seele

00:41:35: berührt.

00:41:37: Aber man darf ja jetzt auch nicht vergessen, dass das nur im Pflegeheim vielleicht ein Problem ist.

00:41:43: Dass man abhängig ist von einfach Unterstützung einem sozialen Netz, dass er ermöglicht... Das ist in einer ambulanten Pflege auch ein großes Thema.

00:41:54: also ich erinnere mich an meine Ausbildung wie viele alte Menschen ich angetroffen habe die wirklich ganz ganz ganz viele Stunden des Tages einfach ganz alleine in ihren Wohnungen waren und die auch nicht mehr verlassen konnten, weil sie nicht alleine schaffen, mehr die Treppen zu bewältigen.

00:42:17: Da denke ich immer ist das im Pflegeheim doch schön, da gibt es bei uns ein Balkon wo man sich in die Sonne setzen kann oder einen Innenhof wo man dann auch Stunden verbringen kann.

00:42:31: so

00:42:32: Ja, schön dass du darauf noch mal zurückkommst.

00:42:34: Das hatten wir ja am Anfang auch schon ein bisschen angerissen das die Pflege in der Häuslichkeit nicht unbedingt immer dem Pflegeheim vorzuziehen sein muss oder dieses Zuhause bleiben so lange es geht was natürlich aus kostengründen verständlich ist.

00:42:48: In einem halben gibt es täglich irgendwelche Veranstaltungen.

00:42:51: Nicht alle müssen vielleicht jedem gefallen aber es gibt Konzerte und Sport verschiedenste Sachen Was viele toll finden wenn sie dann anfangen mitzumachen.

00:43:01: Und ich hatte auch mal eine Bewohnerin, die sich so gefreut hat an einem Heim zu sein weil sie zwei Jahre lang eben oben in ihrer Wohnung alleine war.

00:43:09: Sie hatte auch keine Angehörigen muss man dazu sagen.

00:43:12: und sie dachte jetzt hat zwei jahrelang immer nur morgens und abends jemand einen Satz zu mir gesagt Frau ich sage jetzt mal Müller!

00:43:21: Ich ziehe Ihnen jetzt die Kompressionsstrümpfe an.

00:43:24: morgen und abendens Frau Müller ich ziehen jetzt die Kompressionsströmpfe wieder aus.

00:43:29: Das waren die zwei Sätze, die sie zwei Jahre lang gehört hat und nichts anderes.

00:43:35: Die war beseelt von diesen Gesprächen dann und von all den Reizen, die Sie hatte und Anregungen, ist es noch mal richtig aufgeblüht?

00:43:43: Da kann ein schönes neues Zuhause sein gerade für Menschen, die niemanden haben, die keine Kinder hatten.

00:43:49: Und wenn sie entfernte Verwandte, die wegwohnen und sich nicht kümmern können ... Diese Einsamkeit und diese Isolation, die ist einfach im Pflegeheim genommen.

00:43:59: alles freiwillig ist, ob man nur in einer Veranstaltung teilnehmen möchte oder nicht.

00:44:03: Ob die einen interessiert oder nicht aber trotzdem kann man gemeinsam essen.

00:44:07: Da ist dann doch so viel Angebot und Leben ja dass gerade solche Menschen auch wirklich aufblühen und oft treffen sich ja auch alte Freundschaften wieder oder Bekannte.

00:44:19: das finde ich auch immer sehr schön.

00:44:21: Das haben wir schon oft gemacht.

00:44:23: Ja das stimmt

00:44:24: Du wohnst auch hier, ja.

00:44:26: Und dann ist es schön für sich gegenseitig Besuch.

00:44:28: Zwei alte Schulfreundinnen haben sich gerade bei uns wieder getroffen und waren Nachbarn und sind immer zusammen zur Schule gegangen.

00:44:36: Jetzt schiebt die eine, die andere im Rollschul, das ist toll!

00:44:40: Das fand ich in meiner Folge mit den Heimbewohnern spannend, dass sie es sehr hoch geschätzt haben wenn das Heim in ihrem Kiez, also in dem Areal wo sie ... sich auch zu Hause fühlten.

00:44:54: Da hätte ich gedacht, das ist ja eigentlich doch schon ein bisschen egal wenn man nicht mehr laufen kann und nicht mehr selbstständig irgendwo hingehen kann spielt dann nicht die große Rolle wo sich dieses Heim befindet.

00:45:05: aber ganz viele sagten dass es für sie wichtig ist, dass sie hier zuhause sind in der Ecke und da ist auch das Heim Und man trifft natürlich dann wahrscheinlich auch jemanden wieder.

00:45:16: Aber ganz oft ziehen Bewohner ein, die aus ihrer alten Heimat denn zu den Kindern ziehen so auf diesem Weg, genau dieses Heim dann sozusagen ausgesucht haben.

00:45:28: Aber auch die können Kontakte knüpfen und tun das

00:45:32: auch.".

00:45:33: Ich habe mich hier oft gefragt was das Geheimnis ist warum einige sich so gut einleben und manche sich sehr schwer tun.

00:45:40: ich glaube wirklich dass es Typfrage zum großen Teil wenn jemand immer offen war und auch ein bisschen neugierig und kommunikativ.

00:45:50: Diejenigen haben es etwas leichter und kommen schneller an, finde ich.

00:45:54: Als wenn jemand dazu neigt sich zurückzuziehen und wenig Kontakte sucht und was gehämter ist.

00:46:01: Die tun sich manchmal ein bisschen schwerer die Leute.

00:46:05: Mir hat eine Bewundererin, die sehr krank ist auch gesagt ach ich bin an sich ein lustiger Mensch und das hilft unheimlich sich immer einen Kucklach für den Humor zu lassen Auch in der schweren Krankheit.

00:46:16: Mein Kuckloch ist meistens ziemlich groß, sagt sie.

00:46:20: Das ist so eine Lebenseinstellung die glaube ich durch alles

00:46:24: hilft.".

00:46:25: Oder was ganz wichtig nach einem Einzug ist das Angehörige auch des Gesprächs suchen.

00:46:31: zu den Pflegekräften wenn Sie Fragen haben.

00:46:35: Es ist ja alles ganz neu und fremd.

00:46:38: Man kennt die Zeiten nicht, wie ist der zeitliche Ablauf.

00:46:41: Was darf ich machen oder nicht?

00:46:43: Gibt es Besuchzeiten im Krankenhaus?

00:46:46: Oder das Vertrauen ist einfach noch nicht da.

00:46:50: Es sind ja alles fremde Menschen, fremdende Pflegekräfte, die sich plötzlich um den Ehemann oder die Ehefrau oder den Vater kümmern und muss man ordentliche Portionen Vertrauensvorschuss ausschütten, um das irgendwie gut ... mit seinem eigenen Gefühl und Gewissen zu vereinbaren.

00:47:11: Und ja, mir ist aufgefallen ganz oft wird sich auch nicht getraut zu fragen aber das muss man unbedingt tun und dafür sind ja alle Pflegekräfte da und nur so kann dann der Einzug gelingen einen schönen Einzug für alle Beteiligten.

00:47:28: Und auch eine Beziehung entstehen.

00:47:30: Genau!

00:47:31: Man auf Augenhöhe miteinander spricht den selben Wunsch und das selbe Ziel, dass nämlich das System alten Menschen gut geht in dem neuen Zuhause.

00:47:42: Und da ist es wirklich vom Vorteil im Gespräch zu bleiben und auch was in Interesse zu zeigen vielleicht an den anderen Heimbewohnern oder den anderen Angehörigen, denen mal ins Gespräch zukommen.

00:47:52: dann ist es häufig doch auch ein Ort an den man gerne geht und wo man Leute trifft mit denen man etwas anfangen kann.

00:48:00: Vielleicht kann man das abschließend zusammenfassen Der Einzug in ein Pflegeheim jetzt nicht die Endstation ist oder wie du am Anfang gesagt hast, da wo man hin abgeschoben wird.

00:48:11: Dass alles nicht mehr so funktioniert wie es sollte sondern dass das einfach ein Beginn eines neuen Lebensabschnitts ist also einen Neuanfang der einfach auch sehr schön sein kann

00:48:23: und den wir alle mitgestalten als Mitarbeiter Angehörigen natürlich in erster Linie, die Heimbewohner selbst.

00:48:33: Danke Alexandra!

00:48:34: Das haben wir doch ganz gut hinbekommen.

00:48:36: Vielen Dank.

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