24 "Wenn das Alte vorbei ist, muss das Neue ja kommen." - das Thema Einzug ins Pflegeheim, Teil 1-

Shownotes

"Wenn das Alte vorbei ist, muss das Neue ja kommen. Was soll es sonst machen?"
Mit diesem Zitat einer 92-jährigen Heimbewohnerin steigen wir ein in ein vielschichtiges Thema: den Neuanfang im Pflegeheim, nachdem das Alte vorbei ist. Leider vorbei ist.
Dem Thema Heimeinzug widmen wir insgesamt zwei Folgen des Podcasts. Heute sollen zuerst die Heimbewohner gehört werden. Ich habe ihnen Fragen gestellt, die von verschiedenen Seiten beleuchten: Wie kann es gelingen, gut anzukommen?
Für fast alle alten Menschen, die ich in 15 Jahren begleitet habe, war das ein schwerer Schritt. "Einen alten Baum verpflanzt man nicht", heißt ein vielzitiertes Sprichwort. Na klar, es ist schwer, für so einen alten Baum, irgendwo neue Wurzeln zu schlagen. Er ist sehr verhaftet mit seiner Umgebung, hat die berechtigte Angst zu verkümmern, wenn er ganz woanders neu anfangen muss. Die Kraft reicht eigentlich auch nicht mehr, um dem Ganzen gewachsen zu sein. In diesen zwei Folgen erzähle ich von alten Menschen, die verpflanzt wurden und die es doch geschafft haben, sich neu zu verwurzeln. Denn es ist möglich, gut anzukommen in einem Pflegeheim. Unsere erfahrenen Heimbewohner erzählen von ihren Erlebnissen und geben Tipps, wie ein Neubeginn gelingen kann, sodass hoffentlich neue Jahresringe wachsen und das Leben lebenswert bleibt.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen bei unserem

00:00:01: Podcast

00:00:02: Ohren für Senioren.

00:00:03: Wir sind Almut

00:00:04: und Tinker!

00:00:06: In jeder Folge hören wir einem Menschen zu, der auf ein eigenes langes Leben zurückblickt.

00:00:12: Wir möchten zeigen dass Heimbewohner durchaus noch viel zu sagen

00:00:15: haben

00:00:16: und das es sich lohnt ihnen zuzuhören

00:00:19: Denn jede Stimme zählt und jedes

00:00:21: Leben hat

00:00:22: etwas zu erzählen.

00:00:30: Wenn das alte vorbei ist muss das neue Jahr kommen.

00:00:34: Was soll das sonst machen?

00:00:37: Das ist eines meiner Lieblingszitate aus der großen Sammlung mit Zitaten von Pflegeheimbewohnern, die ich immer aufschreibe.

00:00:46: Eine zweiundneunzigjährige schwerkranke Frau hat es gesagt.

00:00:51: Mit ihrer Aussage, die pragmatisch und auch etwas hoffnungsvoll klingt möchte ich in diese Folge einsteigen mit einer Einführung.

00:01:01: Es dreht sich alles um ein schwieriges Thema um den Einzug ins Pflegeheim den Neu beginnt quasi nachdem das Alte vorbei ist.

00:01:12: Zwei Folgen wirds dazu geben und heute kommen, nach meiner Einführung erst einmal die Bewohner selbst zu Wort um dies ja auch geht.

00:01:21: Ich habe Ihnen eingestellt Die unser Thema von verschiedenen Seiten beleuchten.

00:01:27: Wie kann es gelingen gut anzukommen?

00:01:31: Für fast alle Menschen, die ich in fünfzehn Jahren begleitet habe war dass ein ganz schwerer Schritt in einen Pflegeheim zu ziehen.

00:01:41: Einen alten Baum verpflanzt man nicht, ihr kennt ja alle dieses Sprichwort.

00:01:46: Na klar das ist schwer für so einen alten Baum irgendwo neue Wurzeln zu schlagen.

00:01:52: Er ist einfach ganz toll verhaftet mit seiner Umgebung hat die Angst zu verkümmern wenn er woanders neu anfangen muss und im Grunde reicht auch die Kraft So eines alten Baumes gar nicht mehr um dem Ganzen gewachsen zu sein.

00:02:08: Heute hören wir alte Menschen, die verpflanzt wurden und dies doch geschafft haben sich neu zu verwurzeln, denn möglich ist es!

00:02:16: Unsere erfahrenen Heimbewohner erzählen von ihren Erfahrungen und Tipps wie der Neubürgen gelingen kann, sodass hoffentlich neue Jahresringe wachsen und das Leben lebenswert bleibt.

00:02:29: Nun will ich noch voranschicken dass diese Heimwohner, zum Teil aus anderen Folgen kennen.

00:02:37: Insgesamt eher positiv eingestellt und gestimmt sind, darum wirkt auch der Blick aufs Pflegerheim tendenziell eher positiv.

00:02:46: so viel mir das auch schon zu Beginn des Podcasts, auf das wir eben keinen Querschnitt abbilden können sondern dann sowieso für dieses Medium diejenigen gewinnen, die offene Erziger und Zufriedener oder selbstbestimmter.

00:03:03: Wir erreichen ja nicht die große Gruppe der Menschen mit Demenz oder nur anteilig, denn da brauchen wir einfach die Zustimmung der Angehörigen vor dem Podcast und sind auch selber sehr behutsam.

00:03:18: Menschen nicht überzeugen wollen mitzumachen, sich so öffentlich zu äußern wenn sie ja das Medium an sich gar nicht mehr verstehen können und darum nicht so frei entscheiden was die da gerade tun.

00:03:31: Also manche von euch liebe Hörer werden bestimmt beim Gedanken ganz pflegeheim sagen.

00:03:38: Da kenne ich auch ganz andere Geschichten.

00:03:40: dazu komme gleich noch es liegt schon auch zu einem großen Teil am jeweiligen Pflegeheim, was getan wird und wie der Alter gestaltet wird um Menschen ein Zuhause zu schenken.

00:03:53: Ich kenne selbst viele unterschiedliche Einrichtungen und weiß dass ganz wunderbare hochgradig engagierte Menschen in dem Beruf oder den Berufen die mit der Pflege zu tun haben arbeiten Und die Bewohner haben Ein ganz genaues Gespür dafür, an wen sie sich mit ihren Sorgen wenden.

00:04:15: Denn das Herz wird nämlich nicht dement!

00:04:19: Also auch Menschen mit Demenz wissen ganz genau wer es gut mit ihnen meint und Sie sehen dass täglich pflegekräfte Betreuungskräfte zur Service- und Trainigungskräften sich sehr bemühen und mit Herz ihrer Arbeit nachgehen.

00:04:34: aber da sind sie leider auch die anderen Geschichten.

00:04:38: Man muss nicht lange suchen, um über sie zu stolpern.

00:04:41: Ich muss nur an ein Heim in meiner Geburtsstadt denken wo vor einigen Jahren einen sehr alter Mann im Sterben lag.

00:04:50: und als letzten Wunsch sagte er ich möchte es so gern noch einmal ein gekochtes Ei essen bevor ich sterbe.

00:04:59: Und die Antwort seiner Fliegekräfte war Eier gibt's nur Sonntags Und es war leider gerade nicht Sonntag.

00:05:08: Daran sehen wir, dass man nicht schon automatisch ein Held ist nur weil in dem Bereich der Pflege gearbeitet wird und diesen Heldenstatus nehmen manchmal gerade diejenigen für sich in Anspruch, die besonders weit davon entfernt sind.

00:05:25: Man möge mir vergeben wenn ich das so deutlich sage.

00:05:27: In dieser hartherzigen Szene Mit dem alten Mann, der sich so sehr noch einmal ein bekochtes Ei wünschte.

00:05:35: Auch hier hat sich eine Mitarbeiterin mit Herz gefunden die in ihrer Pause schnell mit dem Rat nach Hause fuhr und dort einen Ei gekocht hatte und noch das Salz mitbrachte Und bei dem alten man blieb bis er das Ei aufgegessen hatte.

00:05:50: Das letzte seines Lebens denn am nächsten Tag starb er Und das möchte ich auch hinzufügen, war übrigens keine deutsche Pflegekraft, die ihre Pause geopfert hat.

00:06:01: Sondern eine Helferin, die ursprünglich aus einem afrikanischen Land kamen.

00:06:06: In meinen Augen sind die Nachteile von einem Leben im Fliegerheim neben den ganz Bekannten natürlich wie der Aufgabe der Privatsphäre.

00:06:15: Also sind die nachteil also die Möglichkeit von Ansteckungen.

00:06:19: Das sehe ich so als schwierig weil ja so viele Menschen zusammenleben Und dass immer mal irgendeine Infektionswelle geben kann, Krankheitswelle.

00:06:29: Da steckt man sich viel leichter an als wenn man in irgendeinen vier Wänden leben würde.

00:06:34: und was auch noch zu bedenken ist ich beobachte das der Anblick des Leids oder der Schwäche der anderen auch belasten kann also als Bewohner zu sehen wie jemand anders immer kränker wird im Rollstuhl sitzt vielleicht das Essen gereicht bekommen muss und dann zu denken, oh wird's mir auch mal so gehen.

00:06:57: Und die Abschiede werden manchmal auch zum Problem, die Abschiede von Mitbewohnern und auch Abschiebe vom Personal denn es gibt einfach immer eine große Fluktuation egal wo wir hinschauen.

00:07:11: ein Pflegeheim kann in einer Auswirklosen Situationen wie eine schwerne Erkrankung, aber ganz viele Vorteile bieten die überhaupt nicht zu unterschätzen sind.

00:07:21: Weil normalerweise so wie ich das kenne täglich etwas los ist Sport oder kreative Angebote und singen und andachten es gibt tolle Konzerte Die kein Mensch der in der häuslichen Pflege die Treppe nicht mehr runter kommt je erleben würde.

00:07:38: also im Idealfall auch viele Anregungen und viele Kontakte zu knüpfen.

00:07:43: Das ist schon ein Riesenvorteil, den ähnliche Bewohner auch ganz doll genießen.

00:07:48: Es geht vielen Bewohnern nach der Eingewöhnungsphase noch einmal besser.

00:07:53: das ist etwas was ich selber am Anfang gar nicht erwartet hätte.

00:07:57: aber es kommen Therapeuten ins Haus und eben durch die Anregungen im Haus kann's auch geschehen dass jemand nochmal auflebt.

00:08:07: Das Pflegepersonal ist auch bemüht, zum Beispiel mit den Bewohnern wieder zu gehen wenn jemand im Rollstuhl sitzt und sie anderweitig zu fördern also so dass Fähigkeiten zum Teil sogar wirklich wider erlangt werden und Menschen wieder aufblühen.

00:08:24: das ist mir sehr wichtig zu sagen das habe ich ganz oft erlebt dass menschen wieder auf blühen alte Bäume, die verpflanzt wurden.

00:08:33: Denn wenn das Alte vorbei ist muss das neue Jahr kommen!

00:08:37: Was soll es sonst machen?

00:08:39: Und jetzt erzählen Frau Wolfkramm, Frau Behrens, Frau Roggenstein Herr Bratz, Frau Hinnell, Frau Bulle, Frau Rieg,

00:08:48: Herr Leisner,

00:08:49: Frau Ternity und zwei Damen, die anonym bleiben wollen.

00:08:56: Manchmal läuft im Leben nicht alles so wie man es sich wünscht Aber wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere neu.

00:09:09: Er greift die Initiative und deine Wünsche werden sich

00:09:13: erfüllen.".

00:09:14: Das habe ich gedacht – das ist ein guter Einstieg!

00:09:17: Das ist ein sehr aufbauender Einstieb.

00:09:20: Und so wie ich das hier aufgeschrieben hab, so ist es bei mir gewesen.

00:09:25: also es ist völlig unverhofft gekommen dass mein Leben sich von heute auf morgen verändert hat, ohne eine entsprechende Vorwarnung.

00:09:37: Sondern das ist auf den Schlag gekommen und das ist das was sicherlich die meisten Leute auch trifft dass sie erst mal vor einer ganz neuen Tatsache stehen.

00:09:50: also bei mir war das so aufgrund meiner Tätigkeit Leute beraten hat, was man alles tun muss wie zum Beispiel eine Patientenverfügung zu erstellen.

00:10:04: Eine Vorsorgevollmacht zu erteilen dass man all diese Vorsorgelsachen trifft bevor man krank wird.

00:10:14: aber dieses Schlagartige das kann ja niemand vorher planen so dass man dann versuchen muss Wenn man in dieses Loch, das nichts gefallen ist.

00:10:27: Dass man sich da auch selbst wieder raus rappeln muss.

00:10:31: Man kann sich nicht auf Leute verlassen.

00:10:34: Man muss selber diese Energie aufbringen um aus diesem Loch rauszukommen.

00:10:41: Ich selber habe die größte Hilfe meiner Familie gehabt insbesondere meine Töchter.

00:10:48: Das wird wieder.

00:10:49: Man darf nur nicht den Mut verlieren, man muss immer an sich selbst glauben und es wird!

00:10:57: Sowohl meine Töchter als auch unsere Freunde standen mir zur Seite – selbst meine alten Klassenkameradinnen und Kameraden aus der erweiterten Oberschule.

00:11:09: damals und wir sind also über fünfzig Jahre ist das her Und trotzdem haben die mit mir mitgefühlt und haben mir alle Glück gewünscht.

00:11:19: Und immer wieder gesagt, du schaffst das!

00:11:22: Du hast so viel in deinem Leben geschafft.

00:11:24: Du schaffest diese Hürde auch

00:11:26: noch.".

00:11:27: Aber es ist eben alles leichter gesagt als getan.

00:11:30: Als dann die Frage stand ... Ich kann nicht wieder zurück in meine Wohnung kommen.

00:11:36: Das war doch ein Schlag.

00:11:38: Auch wenn ich inzwischen mit meiner Krankheit zu kämpfen hatte, also mit der linksseitigen Lehmung.

00:11:47: Aber diese Tatsache du kannst nicht zurück in deine Wohnung und dir eigentlich immer wieder nahegelegt wird dass du ja nicht alleine mehr leben kannst das deine Eigenständigkeit auf einmal weg ist Das ist doch noch wieder was ganz anderes Und ich weiß meinen Töchtern ist es nicht leicht gefallen mir das auch verständlich zu machen.

00:12:11: Aber sie haben gesagt, gemeinsam schaffen wir das.

00:12:15: Wir kriegen das irgendwie hin.

00:12:17: Es stand aber von Anfang an fest dass wir alles gemeinsam beraten was in der Zukunft laufen wird und auch eine Therapeutin hatte mir erklärt, ihre Eltern werden auch im Fliegeheim und das ist nicht so wie es früher war.

00:12:37: Dass man da liegt und vor sich hinsicht und sich keiner kümmert sondern dass es heute so ist, dass ich gekümmert wird, dass sich neue Freundschaften herausbilden und dass dort auch viele Dinge unternommen werden die einem wieder Freude am Leben bringen.

00:12:54: Das hat sie mir gesagt eigentlich mehr oder weniger mir die Angst zu nehmen, in ein Pflegeheimen zu gehen.

00:13:01: Und selbst meine Tochter hatte ein bisschen Wammel wie ich das aufnehmen würde wenn ich jetzt von der Reha hier ins Pflegeheim komme und hat mich aber erwartet und in Empfang genommen.

00:13:16: Das war sehr schön und war eine riesengroße Hilfe für mich.

00:13:21: Sie hat mich in das Zimmer begleitet was für mich vorbereitet hat sich erkundigt, ob mir das auch so angenehm ist und die war so bemüht.

00:13:32: Und ich war selber froh.

00:13:34: Ich habe ihr das direkt angemerkt, dass ihr ein Stein vom Herzen gefallen ist.

00:13:39: Dass ich gesagt hab es ist alles gut!

00:13:42: Die Pflegerinnen und Pflege haben mich gleich so nett aufgenommen.

00:13:47: Dann muss ich sagen nicht nur am Tag, aber auch in der Nacht.

00:13:53: selbst der Nachtpfleger, der mich so das erste Mal kennengelernt hatte.

00:13:58: Der hat mir so viel Mut zugesprochen und gesagt, dass kriegt man alles hin!

00:14:02: Und sie schaffen das, sie schaffen es.

00:14:05: Das hat mir wirklich riesengroßen Mut gemacht.

00:14:09: Hält auch bis heute noch einer.

00:14:11: Es hat sich an diesem ganzen Verhältnis auch nichts geändert.

00:14:15: die Pflegerinnen und Pflegers sind so nett um zu vorkommen.

00:14:20: Man kann sich nur freuen dass sogar aus den Gesichtern schon abgelesen wird, ob es einem gut geht oder nicht ganz so gut und ob man irgendwo doch noch einen kleinen Stubbs braucht.

00:14:34: Dieses in Arm nehmen und so das ist so schön.

00:14:38: also ich bin wirklich total begeistert davon, dass man selber auch Mut versprühen kann, dass das Leben auch weitergeht nur eben in anderer Art und Weise.

00:14:55: Sie wohnen ja noch nicht ganz so lange in einem Pflegeheim.

00:14:59: Was denken sie?

00:15:01: Muss man beachten,

00:15:02: wenn man in ein Heim zieht?

00:15:05: Na was man sich aus der Vergangenheit zum Beispiel mitnimmt und wenn es ein Möbelstück ist oder ein paar Bilder...

00:15:13: Das ist wichtig!

00:15:14: Ja dass man immer wenn man mal um sich guckt und in sich geht das man irgendwas aus der vergangenheit noch bei sich hat dass man das nicht vergisst.

00:15:26: Ich habe mich mit einer Mitbewohnerin unterhalten, die wusste zum Beispiel nicht warum sie hier ist und wer sie her geschickt hat.

00:15:35: Und sowas finde ich erfurchtbar wenn alles weg ist.

00:15:41: Glauben Sie da kann es helfen, wenn man eigene Gegenstände noch hat?

00:15:46: Wenn man irgendwie was eigenes noch hat.

00:15:50: Das glaube auch, dass das eine Brücke ist In

00:15:53: die Vergangenheit.

00:15:55: Bei mir ging das sehr schnell, dass ich reingekommen bin aus dem Krankenhaus hierher.

00:16:02: Und was glauben Sie?

00:16:02: Was kann jemandem

00:16:04: noch helfen

00:16:05: im Pflegeheim gut anzukommen?

00:16:08: Dass man irgendeinen Anschluss findet und nicht wo einer über den anderen spricht – das finde ich hässlich!

00:16:15: Ja sie sind auch ein geselliger Mensch.

00:16:17: Du brauchst

00:16:18: viel Kontakt.

00:16:20: Man fühlt sich fremd.

00:16:22: Das dauert lange, ebern ankommt hier.

00:16:25: Die Menschen sind alle nette auch die bedienen und die pflegen müssen bei manchen eben auch.

00:16:30: ich versuche auch wenn es mir nicht so gut geht eigenständig zu bleiben.

00:16:34: das hilft auch nicht dass einer nur sagt jetzt bis sie das machen wir machen jetzt das oder das finde ich manchmal unangenehm.

00:16:45: gibt es etwas wo Sie sagen oh das ist eigentlich ganz

00:16:48: gut?

00:16:50: ja man braucht sich vieles

00:16:52: nicht

00:16:53: mehr zu kümmern.

00:16:54: Das wird alles gemacht, man bekommt seinen Essen trinken, Wäsche

00:16:59: oder

00:17:00: auch

00:17:00: wenn kleine Wünsche sind.

00:17:03: die werden erfüllt was machbar ist.

00:17:07: Was hat ihnen geholfen um gut anzukommen?

00:17:11: Ich fühle mich ja nicht gut angekommen zu sein.

00:17:15: deswegen kann ich dazu auch nichts sagen.

00:17:19: mir war alles gleiche massen schrecklich wo ich gelandet war.

00:17:24: Ich betrachte die ja beim Umzug als Gelandetseiden irgendwo, da hatte gar keine Meinung dazu.

00:17:33: Das waren so die ersten Tage oder Wochen.

00:17:36: jetzt ist es schon wieder ein bisschen länger her.

00:17:39: Ich habe schon das Gefühl dass sie auch angekommen sind...

00:17:43: Die netten Gespräche mit den Mitbewohnern,

00:17:47: die

00:17:49: Erkenntnis, dass ich dass eigentlich gut getroffen habe, wenn ich mir auswahlte was ich denn zu Hause alleine machen würde oder gemacht hätte in meinem angeklärsten Gesundheitszustand.

00:18:07: Und das lässt mich immer erkennen... Das muss so sein!

00:18:12: Es gibt

00:18:13: keine andere Wahl.

00:18:15: Was denken Sie kann man selber tun um es sich leichter

00:18:18: zu machen?

00:18:21: Die Frage aller Fragen, wenn das erkenne ich jetzt, Frau Kaplan.

00:18:27: Ich kann nicht immer sagen hier hängt es und da klemmt's Wolkers Kästmutter

00:18:34: Ratspruch

00:18:35: kommt jetzt voll zur Geltung.

00:18:37: Es gibt nichts Gutes außer man tut es

00:18:42: Und mir

00:18:43: obliegt ihm immer mehr die Absicht mich nicht im Jaulen hängen zu lassen, sondern sie überlegen was hättest du Zuhause jetzt

00:18:55: gemacht?

00:18:57: Was hättessst du gern und was geht eben nicht

00:19:01: mehr?

00:19:01: Womit muss ich mich arrangieren?

00:19:06: Sie gehen mit sich selbst auch ins Gericht oder

00:19:08: reflektieren.

00:19:09: Ja

00:19:09: sehr, dass ich eben sage Ich muss einsehen das meine Gesundheit sehr brüchig geworden ist, dass ich also nicht mehr die Welt umarmen kann und das sich das was noch geblieben ist zu meinem Vorteil für mich

00:19:30: passt nicht

00:19:31: machen muss.

00:19:33: Ich finde auch, dass man immer selber noch ein bisschen etwas in der Hand hat zumindest so lange man klar im Kopf ist.

00:19:38: unsere Demenzkranken können natürlich da nicht so proaktiv sein.

00:19:42: Und was hätten sie sich gewünscht oder was hätten Sie gebraucht am Anfang?

00:19:47: Was hätte anders sein können.

00:19:49: Das kann ich so nicht

00:19:51: formulieren,

00:19:52: weil das die erste Zeit ist.

00:19:56: für mich nur eine große Schrecknis, dass ich eben alles, was ich hier angeguckt habe unter den Gedanken gesehen hab, das hieß du jetzt bis zu deinem Seele die Ende.

00:20:11: Ja, ich möchte sagen, ich war nicht mehr lebensfroh.

00:20:16: Ich, die ich sonst immer der Ausbund an Heiterkeit und Volligkeit war, war plötzlich in einem Bedingel gehtsstrecken weil sie noch verklemmt

00:20:27: nur traurig

00:20:28: ist.

00:20:28: Es ist für mich schon durchaus nachvollziehbar dass man dann traurisch

00:20:34: isst?

00:20:34: Das wenn man das so eine Woche oder Monate durchlebt Wird das eben sehr schwer.

00:20:43: Vielleicht Frau Kaplan, will ich auch nicht dass es jemand merkt.

00:20:50: Vielleicht kommt das da wieder zum Vorschein?

00:20:54: Ich möchte immer ordentlich auftreten und wenn ich jetzt nicht gehen nüsse wäre das der Grund zu nachdenken.

00:21:03: Wo was hätte sie denn?

00:21:04: Nun ist sie gar nicht so doolass wie man wirbt!

00:21:09: Ich denke, Sie haben es auch gelernt oder lernen müssen als Lehrerin beherrscht zu sein.

00:21:14: Wir konnten ja auch vor den Schülern nicht alle Stimmungen so zeigen und mussten funktionieren und vielleicht übernehmen sie das hier

00:21:23: auch ein bisschen?

00:21:23: Ja also da gebe ich Ihnen recht Frau Koppern!

00:21:26: Ich habe

00:21:27: schon als Lehrer gelernt immer meinen Auftreten

00:21:32: verantworten zu

00:21:33: können Auch wenn ich die größte Wut hatte, dann habe ich mal zwei Sätze gebrüllt.

00:21:39: Aber dem war für das nächste halbe Jahr wieder wohl.

00:21:43: Das ist auch gut dass ihr das so im Griff habt?

00:21:45: Ja!

00:21:46: Und hier erwartet jetzt keiner, dass sie alles

00:21:48: immer im Griff haben?

00:21:50: Ja, das biete ich mir ein.

00:21:53: Das is ja meine Fehlhaltung.

00:21:57: Das war ja einen Wunsch... ...dass ich zweim Sohn gesagt hab' Ich halt es in unserem Haus So schön wie das ist, alleine nicht mehr aus.

00:22:07: Ich brauche Leute um mich herum!

00:22:10: Ich bin

00:22:11: ein

00:22:12: kommunikativer Mensch und sozial interessierter.

00:22:17: Was würden Sie Menschen raten die neu in einen Heim ziehen?

00:22:22: Ja... Das

00:22:23: ist eine gute Frage.

00:22:25: Also zuerst

00:22:26: würde ich raten

00:22:29: viel zuzuhören und dann so festzustellen Das entspricht meiner Empfindung, das ist meine Betrachtung.

00:22:40: Nee, das sehe ich ganz anders!

00:22:42: Dass ich als Erstmann weiß mit wem ich das zu tun habe und dass man dann auch den Mut hat... Dazu gehört mich betreffend

00:22:52: viel

00:22:53: Mut auf die Leute zuzugehen

00:22:56: und

00:22:56: um Gesprächen zu fragen

00:22:59: oder

00:23:00: Steinen in die Runde zu werfen.

00:23:09: Also auf jeden Fall ist es auch gegeben, wenn die Notwendigkeit, wenn der Einsicht da ist.

00:23:18: Hier bin ich gut aufgehoben hier möchte ich sein das erleichtert natürlich und wenn jetzt die Möglichkeit noch da ist wieder ins heusliche ist gemacht ein Nest zu gehen, dann ist es natürlich ganz was anderes.

00:23:40: Aber wenn ich weiß das hier die letzte Situation meines Lebens ist, dann ... ist es gut, wenn ich alles losgelassen habe, was mich bind an mein bisheriges Nest bindet, dass sich das fallen lassen kann oder bereit bin, loszulassen.

00:24:02: auf jeden Fall Anleben, was gegeben wird und das erleichtern auf jeden Fall.

00:24:10: Das Dasein in jedem Pflegeheim.

00:24:15: Das ist klar.

00:24:17: Es ist schon gut wenn diese Bereitschaft dieser Einsicht da ist dass es hier ein guter Ort ist.

00:24:30: Wie war das als Sie damals hier eingezogen sind?

00:24:33: Wir erinnern sich daran Schon lange

00:24:36: her, ne?

00:24:37: Ja.

00:24:37: Das war schon wieder echt lange her.

00:24:38: Fünf eineinhalb Jahre!

00:24:40: Das Allerwichtigste für mich ist, dass ich hier diese paar Quadratmeter für mich alleine habe von Anfang an das Aller-Wichtigste.

00:24:51: Dass man es nicht mit jemandem teilen muss... Wenn ich mich außerhalb des Zimmers noch so gut mit dem verstehe aber in den vier Wänden möchte ich bitte allein jetzt ein.

00:25:02: Kann ich also mir genauso gehen?

00:25:05: Was hat Ihnen noch geholfen so am Anfang?

00:25:08: Ich hab's von Anfang an akzeptiert, weil ich wusste es gibt keine andere Möglichkeit.

00:25:14: Ich konnte nicht mehr in meine Wohnung in Berlin zurück aus ganz pragmatischen

00:25:19: Gründen

00:25:21: und demzufolge muss sich vom Anfang an die Idee mit dem Heim

00:25:27: akzeptieren.

00:25:28: das habe ich auch getan.

00:25:30: Ja jetzt selber muss man einfach die Fakten zusammenzählen Weil welche Option

00:25:37: hätte man sonst?

00:25:40: So, und da ich keine andere Option hatte.

00:25:44: Und auch nicht in dem Fall nicht den Berlinin irgendeinen Heim wollte.

00:25:50: Nicht wo mein Sohn vielleicht einmal im Monat mich besucht hätte.

00:25:55: War für mich klar also es muss hier sein.

00:25:59: Das eben die Möglichkeit bot.

00:26:00: das war für mich ein ganz

00:26:02: entscheidender

00:26:03: Faktor.

00:26:05: Natürlich war klar dass das nicht nur Freude alles ist, dass man

00:26:10: trotzdem

00:26:11: sich erst mal in sowas rein finden muss.

00:26:14: Wenn man vorher in seiner eigenen Wohnung war und immer die Tür zu machen konnte wenn einem so war was hier möglich ist aber nun nicht hundert Prozent.

00:26:30: Es kommt ja immer

00:26:31: mal jemand rein es gibt immer mal etwas besprochen werden muss oder überhaupt.

00:26:38: Also die Tür ist zwar zu, aber sie ist doch offen.

00:26:43: Nämlich für das Personal des Heims kann man ja nun nicht raushalten.

00:26:49: also muss man die Dinge so nehmen wie Sie sind.

00:26:53: Das hängt immer davon ab wie weit der Einzelne sich auf neue Bedingungen einstellen kann und will.

00:27:02: Es kann ja nicht jeder ohne Weiteres.

00:27:05: Das ist für viele sicherlich sehr schwer.

00:27:09: Ich wusste zum Beispiel, dass ich nie wieder alleine werde laufen können wie vorher und das ist ja nun mal ganz entscheidend.

00:27:17: irgendwo in vier Wänden versauern und darauf warten, dass jemand zu Besuch kommt.

00:27:24: Das ist ja auch keine Perspektive fürs Alter.

00:27:28: Dass sich nicht mit meinem Sohn Zusammen irgendwo, dass ich nicht die Forderung... Musste dich um mich kümmern und muss mich auch aufnehmen.

00:27:36: Das war mir sowieso klar.

00:27:38: Das wollte ich nicht!

00:27:39: Nicht das komm'n nicht in Frage nur trage deine Schuld als mein Kind

00:27:44: ab.

00:27:44: Nein.

00:27:45: Sprechen Sie mir ja aus der See.

00:27:46: Ja.

00:27:47: Nicht er hat sein Leben.

00:27:49: Ich werde meins zu Ende führen unter den gegebenen Bedingungen.

00:27:54: Muss sagen es fällt mir nichts schwer.

00:28:02: Das heißt, meine Familie war in einer Situation, dass das erforderlich war.

00:28:09: Und ich hatte so das Glück gehabt, dass hier gerade ein freier Platz war.

00:28:15: Mir ist zugute gekommen, dass sich ein Hobby hatte und ich würde gelberaten der ins Heim geht oder heim gehen muss, dass es Leute sind die dort ankommen mit einem Hobby.

00:28:33: Ob nun Prüfmachen sammeln oder schlitzen, oder irgendwas gestalten das ist egal es kann ja auch malen oder singe sein jedenfalls ein Hobby und das ist sehr sehr nöten denn das trägt über die Dinge dass nicht gerade der glücklichste Lebensabschnitt ist.

00:29:00: erstens dass man ja vieles loslassen muss.

00:29:04: Ja und dann ist es natürlich schon Vorteil, wenn die Struktur des Heimes, wenn da die Möglichkeit besteht von Hausordnungen her diese Tatsache das Leute ankommen, die ein Hobby haben, das da Raum gegeben wird, dass da die Möglichkeiten geben wird verbischlich werden kann.

00:29:32: Es muss nicht eine exzellente Werkstatt sein mit den neuesten Maschinen und Geräten, das meine ich jetzt gar nicht.

00:29:41: aber dass es das Angebot gibt da steht in der Hausordnung dass die Beroner die Möglichkeit haben einer Beschäftigung nachzugehen.

00:29:55: Ich muss Ihnen erst sagen, dass es das steht.

00:29:58: Dass es diese Möglichkeit gibt und diese Möglichkeit hilft sehr beim Einleben.

00:30:09: Also zunächst war ich geschockt, dass ich überhaupt... Ich hatte eine große dreizigmal Wohnung mit Küche, Badd und Balkon.

00:30:19: Ja, ja.

00:30:21: Dieses Badd ist fantastisch!

00:30:23: Ich liebe das.

00:30:24: Sie lieben

00:30:24: das Bad hier?

00:30:25: Obwohl ich gar nicht die Dusche.

00:30:27: weil ich ja immer in die Schirmhalle gehe.

00:30:30: Aber ich liebe das Bad trotzdem, weil ich so was nicht gehabt habe.

00:30:34: Über das Bad rieche ich mich immer noch also man kann sich nicht beklagen auf.

00:30:39: das Zimmer ist schön groß und... Ich bin froh, ich sag mal es gehört jetzt zu meinem Wohngebiet!

00:30:45: Ich bin hier zur Schule gegangen, ich hab da gewohnt Und jetzt bin ich hier eben im Fliegeheim.

00:30:51: Also insofern bin ich so heilfroh dass ich je hergekommen bin.

00:30:56: Also ist das

00:30:56: auch von Vorteil, dass sie

00:30:58: in der Nähe

00:30:59: waren?

00:30:59: In der Nähen.

00:31:00: Sag ich mal, in meinem Zuhause bin ich geblieben!

00:31:03: In ihrem

00:31:03: Umfeld?

00:31:04: Ja, ja.

00:31:04: Schön.

00:31:06: Und was hat Ihnen geholfen um gut anzukommen?

00:31:09: Dass man sich um alles sorgt, was man auch so braucht und die Veranstaltungen sind.

00:31:13: Wenn man das nicht möchte, braucht man nicht hingehen

00:31:16: aber

00:31:17: man hat immer die Möglichkeit hinzugehen und das finde ich toll.

00:31:20: Und was würden Sie sagen?

00:31:22: Was kann man selber

00:31:23: tun, um es sich ein bisschen leichter zu machen.

00:31:26: Es ist ja nicht leicht in einem Wald

00:31:28: zu ziehen... Nein!

00:31:29: Also man muss schon sich eingestehen, dass man ja nicht höher wird und das man's hier dadurch auch viel einfacher hat als Zuhause.

00:31:38: Ich wohnte zwar nur im ersten Stock aber du musst dir am Ende die Treppen hoch und runter.

00:31:43: Das ist ja einfach nicht so einfach.

00:31:47: Aber wer weiß wie lange es ist, weiß man nicht.

00:31:50: Also die Einsicht

00:31:50: hilft ein bisschen.

00:31:54: Und was hätten Sie sich vielleicht anders gewünscht oder was hätten sie gebraucht?

00:31:59: Können Sie ruhig ehrlich sagen!

00:32:00: Ja, ich weiß aber nichts.

00:32:04: Was mir so gefällt und was ich gerne mag, das kümmere ich mich auch drum.

00:32:08: Das möchte ich auch gerne machen.

00:32:09: Und als Frau Dr.

00:32:11: Bauchdel hierherkommt, das fand ich denn ganz toll.

00:32:14: Wir sind schon als Kleinkind zusammen gewesen Die wohnten ja neben uns und ihr Vater war mein Zahnarzt.

00:32:20: Und sie ist jetzt einfach nach mir Geburtstag, und das fand ich dann... Oh, da hast du jemanden, den du schon von Kind auf an kennst.

00:32:28: Toll!

00:32:28: Das

00:32:30: ist natürlich

00:32:30: auch ein großer Punkt.

00:32:32: Ja, das ist schön.

00:32:33: Wenn ich mal einspringen kann, kann man mich jedes Mal anspringen wenn ich sage, dass kann ich nicht, denn kann ich es nicht.

00:32:40: Aber wenn ich das kann mache ich das gerne.

00:32:41: Genau, das is auch so meinen Eindruck.

00:32:45: Gut tut, wenn Sie noch

00:32:46: so ein paar Aufgaben haben?

00:32:47: Ja genau.

00:32:48: Das ist

00:32:49: manchmal etwas was auch fehlt in den Heimen.

00:32:53: Was würden Sie denn den Menschen raten die neu in einen Heim ziehen?

00:32:58: Nicht sich stehen

00:32:59: ins

00:32:59: Zimmer schließen und ganzen Tag sich nicht sehen lassen!

00:33:03: Das ist schade!

00:33:04: Man muss ja erst mal wissen was es überhaupt ist und dann kann man immer noch sagen das ist nichts für mich.

00:33:09: Bisschen

00:33:10: Mut gehört auch dazu?

00:33:12: Ja das stimmt.

00:33:13: Da war ich ja auch einmal.

00:33:15: Da habe ich im Kindergarten gefragt, ob ich mich da vorne hinsetzen kann.

00:33:18: Hinten auf dem Hof, da war das schönes Wetter.

00:33:21: Da kann man ja auch schön auf der Bank sitzen und die Kinder freuen sich auch wenn da mal jemand kommt den sie nicht kennen.

00:33:28: Und wenn Sie da mal was fragen können oder irgendwie so.

00:33:31: aber das wollten unsere Fliegerin nicht.

00:33:34: Das haben wir verboten.

00:33:35: Das durfte ich nicht noch machen gehen.

00:33:40: Wenn sie das so wollen, dann wollen sie es so... Was denken Sie, was sind die Vorteile am Pflegeheim?

00:33:45: Gibt es auch welche?

00:33:47: Vorteil, dass man gut aufgehoben ist.

00:33:49: Man kriegt sein Essen!

00:33:51: Das muss man zu Hause alles alleine besorgen und zurecht machen.

00:33:58: Das ist ja für die meisten Leute nicht so einfach in ein Pflegeheim zu ziehen.

00:34:02: Wie schafft man das gut anzukommen?

00:34:05: Ja also ich spreche ja nun von... Von

00:34:08: mir,

00:34:10: wenn ich das zu sagen

00:34:11: kann und das

00:34:12: kann ich auch sagen.

00:34:13: Ich bin eigentlich

00:34:14: ein verträglicher Mensch.

00:34:15: Das stimmt!

00:34:17: Sie kennen mich ja schon

00:34:18: eine Weile nicht?

00:34:21: Ich bin so wie meine

00:34:24: Mutter mich aufgezogen

00:34:27: hat uns

00:34:27: Kinder

00:34:28: Gemeinsamkeit immer ehrlich sein und auch

00:34:32: fröhlich

00:34:33: sein.

00:34:34: Das hilft

00:34:35: sehr.

00:34:36: Also sie meinen... Fröhlich ist und gerne in Gemeinschaft, dann kommt man schon gut im Heim an.

00:34:42: Ja

00:34:43: doch ich fühle mich hier wohl

00:34:45: Ich habe

00:34:46: alles was ich brauche.

00:34:47: so

00:34:48: Ich stelle keine großen Ansprüche Hauptsache man is gesund Hier oben.

00:34:54: das es hier

00:34:55: noch

00:34:55: klappt Im Kopf Und Was ich mir manchmal wünschte dass Mich Meine

00:35:02: Kinder aber die sind

00:35:03: alle so verstrollen Lässt sich nicht immer

00:35:06: alles Erfüllen.

00:35:09: Sagen Sie mir Frau Rieg noch mal, was ist schön hier am Pflegeheim?

00:35:12: Gibt es irgendwas, das gut ist im Pflegehaus?

00:35:15: Ja!

00:35:17: Erstmal,

00:35:17: dass ich so ein schönes Zimmer habe.

00:35:20: Das Bild, das hab' ich

00:35:21: von meinem ersten Geld gekauft.

00:35:24: Damals

00:35:25: ging man ja zu meiner Zeit schon mit

00:35:27: Fürzen

00:35:28: aus der Schule.

00:35:29: Da haben sie erstes Geld verdient und das Bild hängt immer noch hier.

00:35:36: Da kennen Sie sich ja aus, sie sind ja schon eine Weile im Pflegeheim und das war auch kein leichter Schritt.

00:35:41: Erinnern Sie sich noch dran wie das war als Sie hier eingezogen sind?

00:35:46: Ja ich kann zurück schauen... Ich war verheiratet, hatte ne Wohnung.

00:35:54: Das

00:35:54: war gut und schön.

00:35:56: aber da bin ich denn einmal gefallen.

00:36:00: Und

00:36:01: dann bin ich umgesiedelt worden ins Heim zu gehen.

00:36:07: War zwar ein bisschen komisch, wie ich diesen kleinen Raum

00:36:10: sah

00:36:11: aber... Ich war glücklich und zufrieden so einen Zimmer hinzuhaben mit meinem Fernseher, mit meinen

00:36:20: Schrank,

00:36:22: Kisch und Stuhl.

00:36:24: also deshalb kann ich es gar

00:36:25: nicht haben.

00:36:26: Und was hat Ihnen geholfen am Anfang?

00:36:29: Ja das waren die Obenheit Und die Betreuung und Bedienung.

00:36:39: Naja, ich hätte ja gerne meine Frau noch gehabt aber das ist ja nun

00:36:45: mal im

00:36:46: Leben.

00:36:46: so eine ist der erste außer Ehe und da wir keine Kinder hatten muss man eben damit zufrieden sein wie sie aussieht.

00:36:58: Sie

00:36:58: vermitteln ihre Frau noch doll,

00:37:01: ne?

00:37:02: Sicherlich denn Das war ja mein

00:37:05: Ein und alles.

00:37:09: Was kann man denn selber tun, damit es so leichter wird im Heim Fuß zu fassen?

00:37:16: Sicherlich indem man mit dem Tisch nach Bahnsicht unterhalten kann, da ich den Herrn neben mir sitzen habe und der noch recht nicht ist und der hier jahrelang in Rostock gewohnt hat haben wir immer noch Unterhaltungsthemen, was sehr angenehm

00:37:43: ist.

00:37:44: Und was würden Sie jetzt einem Menschenraten der gerade ganz neu in einen Heim einzieht und der vielleicht Angst hat oder keine Lust hat?

00:37:53: Das ist gar nicht so einfach zu sagen da kommt die Mentalität des Beschrittenen hinzu.

00:38:01: kann er sich dem anpassen

00:38:06: und

00:38:07: verschlossen, und spricht nicht.

00:38:10: Das ist sehr unterschiedlich denn wenn man auch alleine ist muss man ja versuchen mit Menschen zu finden mit denen man auch mal ein Wort sprechen kann.

00:38:26: Ich lag in

00:38:27: der Klinik

00:38:29: war gefallen in der Wohnung und da sagten sie mir in der klinik Sie

00:38:34: können nicht mehr allein in der wohnung

00:38:36: leben Von der Klinik hierher gebracht gleich.

00:38:42: Und das war für mich damals ein

00:38:44: Schock.

00:38:45: Wie

00:38:46: haben Sie das geschafft?

00:38:48: Der

00:38:48: erste Pflege, der sich um mich gekümmert hat, war der

00:38:53: Tony

00:38:54: und er war so nett ... Ich lag wohl und habe kaum

00:38:59: reagiert,

00:39:00: will nicht gesprochen.

00:39:03: Hat Ihnen der Tony geholfen?

00:39:05: Er war sehr freundlich, so herzlich.

00:39:09: Nicht

00:39:10: nur mal los oder so rubbig.

00:39:14: Er war

00:39:14: ein bisschen einfühlsam.

00:39:17: Das hat schon einmal geholfen?

00:39:19: Ja!

00:39:20: Wenn die anderen einfühlsam sind...

00:39:23: Das Veranstaltungen hier waren und man

00:39:27: teilnahm,

00:39:28: dass man wieder ein bisschen... Wie soll ich Ihnen das erklären?

00:39:32: Dass man etwas

00:39:33: erlebt hat.

00:39:35: nicht eintältig nur in der Stube sitzt.

00:39:40: Was denken Sie können die Angehörigen tun, damit es jemandem gut gelingt sich im Heim einzuleben?

00:39:49: Dazu gibt es eigentlich von mir aus nur einen Satz so viel wie möglich zu kommen mit dem Heimbewohner gemeinsam eine Zeit zu verbringen Spiele zu machen zu erzählen, was geschieht draußen.

00:40:12: Und die Pflegekräfte oder alle, die hier arbeiten?

00:40:15: Was können sie tun?

00:40:37: Man miteinander umgeht, wie man den Tag gestaltet.

00:40:42: Hier sind mehrere Ausländer aussehen, unterschiedlichen Länder Marokkaner, Afghanistan und Österreichern, dass diese jungen Leute zwar noch nicht ganz ausgebildet sind aber eine Bereitschaft sehr aufmerksam und willig sind mit uns einen guten Tag zugeschreiben.

00:41:10: und es gibt da sogar die Beispiele.

00:41:13: Es könnten sich die ältere Schwestern von diesen jungen Ausländern einiges abgucken.

00:41:21: Schön, dass wir das so sagen!

00:41:23: Und die letzte Frage Herr Bratz was würden sie Menschen raten?

00:41:30: Vielleicht gerade Männern die jetzt vor diesem Schritt stehen, die jetzt irgendwie ins Heim müssen.

00:41:37: Was raten Sie denen?

00:41:39: Ja... Also wichtig ist das was ich erfahren habe dass man als männlicher Bewohnerin der hier einzieht, dass da die Gedanken auch nicht bloß essen trinken, essen tringen, essen Trinken sondern dass da auch Gedanken Wahnsinn, die sich mit einer Kreativen, mit einer schönen Sache beschäftigen.

00:42:11: Eins ist klar, wenn ich bloß immer auf die nächste Mahlzeit war, das denke ich hier zuwunden.

00:42:19: Kann ich nur sagen!

00:42:23: Ja einmal muss

00:42:24: das eigene Einverständnis sein

00:42:28: und

00:42:28: die Notwendigkeit

00:42:30: muss ich sehen

00:42:32: Und dann war das fernlich sehr schön, dass es ja bloß um die Ecke

00:42:35: war.

00:42:36: Ich bin ja da

00:42:36: auf der anderen Seite gewesen und habe da gewohnt.

00:42:40: Es war gut, dass Sie in der Nähe von zu Hause

00:42:43: sind?

00:42:44: Ja ich kannte das ja

00:42:45: vom Sehen

00:42:47: hier.

00:42:48: Die ganze Gegend... ...und

00:42:49: die Gegend!

00:42:49: Und ich kam ja

00:42:50: nicht in eine andere Gegend wieder.

00:42:54: Na ja bei mir ist das immer so, hab' ich mich entschieden

00:42:58: dafür, versuche

00:42:59: alles

00:42:59: damit klarzukommen also mich einzulegen,

00:43:04: mich reinzubringen nicht.

00:43:06: Aber warten das andere da großartig tätig

00:43:10: sind.".

00:43:10: Okay!

00:43:11: Also selbst ist die Frau...

00:43:16: An sich.

00:43:16: geholfen hat mir dass ich schon ein bisschen mit älteren Leuten umgehen konnte.

00:43:22: Dadurch konnte ich mich schon so ein bisschen drauf einstellen

00:43:26: und einen guten Ton.

00:43:30: Ja, was würden Sie sich anders wünschen?

00:43:33: oder was hätten sie sich am Anfang anders gewünscht?

00:43:38: Ein bisschen mehr Zeit haben für die Leute dort.

00:43:43: Das würde schon vieles ausmachen

00:43:44: und den Ton auch aber besser.

00:43:47: Und was würden sie Menschen raten,

00:43:49: die jetzt

00:43:50: gerade neu in ein Heim einziehen?

00:43:53: Dass sie offen und ehrlich sind.

00:43:59: Ratsam heige ich!

00:44:02: Alles, was unklar wirkt von einem Mitbewohner der gerade zu greifen ist.

00:44:10: Zu erfragen.

00:44:12: Wer war das?

00:44:13: Wie heißt die Erzieherin?

00:44:14: Wie heisst die Pflegerin?

00:44:16: Was meinte sie mit dem und dem?

00:44:18: Einfach Frage stellen.

00:44:20: Immer Fragen!

00:44:21: Da hatte ich eigentlich sehr entkampfende Momente am Anfang mit Schwestern Birgit.

00:44:29: Da war mir das Wasser noch bis unten, die Augen gegangen und da hat sie gesagt ja es geht allen so.

00:44:38: Man kann auch weinen man soll sich das nicht so verklemmen sodass ich ihr dankbar war.

00:44:47: Es ist doch ein

00:44:48: Unterschied

00:44:49: wenn man wieder nach vierzehn Tagen oder nach einer Woche nach

00:44:53: Hause fährt

00:44:54: als hier immer!

00:44:55: Ich bin ganz freudig aufgenommen hat mich selbst

00:44:59: angemeldet

00:45:00: und das ist immer gut.

00:45:02: Wissen Sie, ich sollte erst zu meiner Tochter nach Baunschweig kommen

00:45:07: aber

00:45:08: da kenne ich keinen und hier kenne so viel weil ich hier ja in der Innenstadt gearbeitet habe

00:45:14: und auch aus dem

00:45:14: Dörfer und das will man ja nicht dass mein Kind noch zur Last fällt.

00:45:20: also das will ich nicht.

00:45:22: Anfang hab ich gedacht ich bin mit meinen Senioren

00:45:25: hier

00:45:25: zur Rüste Und da habe ich immer auf die

00:45:28: Tische geguckt, dass sie

00:45:29: kann alle dazwischen.

00:45:31: Ach sag' ich, manches brauche ich ja gar nicht!

00:45:33: Ich dachte immer

00:45:34: das sind meine Senioren.

00:45:36: Naja dann muss sich mich erst reinfinden, dass ich ja selber auch immer hier bin.

00:45:42: ne?

00:45:43: Das ist auch nicht so leicht glaube ich jetzt wirklich zu... Ja es ist ein neuer Abschnitt und es ist der letzte.

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